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Di, 27. September 2022, 3:13 Uhr

„Kalte Progression darf kein Spielball der Politik sein!“


11.08.22 08:52
Stock-World Redaktion

BdSt zum Inflationsausgleichsgesetz / Unsere Berechnungen zeigen die hohe Entlastung der kleinen und mittleren Einkommen – dennoch wäre mehr nötig gewesen!


 


Richtig so: Bundesfinanzminister Christian Lindner will die hohe Inflation für die Bürger abfedern! Neben der Erhöhung des Grundfreibetrags sollen weitere Eckwerte des Steuertarifs verschoben werden, um den Effekt der kalten Progression abzumildern. Diese Maßnahme ist wichtig, damit keine heimlichen Steuererhöhungen entstehen, betont der Bund der Steuerzahler (BdSt) und stellt klar: Entgegen der allgemeinen Behauptung profitieren vor allem die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen – gemessen an ihrer Gesamtsteuerlast – vom Abbau der kalten Progression. Dies zeigen unsere Berechnungen, für die das Deutsche Steuerzahlerinstitut (DSi) die Inflationsprognose 2022 in Höhe von 7 Prozent als Basis genommen hat. Denn, so BdSt-Präsident Reiner Holznagel: „Die Inflationsrate muss im Einkommensteuertarif direkt abgebildet werden!“


 


Unsere Entlastungs-Berechnungen zeigen den Nachholbedarf schon für 2022!


 


Im Einzelnen: Die Ampel hatte den Tarif 2022 kürzlich reformiert und damit die kalte Progression 2022 zwar gedämpft, aber nicht komplett beseitigt. Denn derzeit ist mit einer Jahresinflation 2022 von 7 Prozent zu rechnen. Die Ampel hatte aber lediglich den Grundfreibetrag 2022 um 3 Prozent zusätzlich angehoben. Vergleicht man nun den geltenden Tarif 2022 mit einem fiktiven Tarif 2022, bei dem 7 Prozent Inflation berücksichtigt wären, ergibt sich folgender Reformnachholbedarf 2022, wie unser Deutsches Steuerzahlerinstitut (DSi) errechnet hat:


 


 


Monatsbrutto eines Single


Reformnachholbedarf 2022 relativ zur Gesamtsteuerlast (nötige Steuerentlastung 2022, um kalte Progression komplett abzubauen)


2.000€


3,9%


3.000€


2,9%


4.000€


2,8%


5.000€


2,8%


6.000€


2,8%


7.000€


2,1%


8.000€


1,7%


9.000€


1,4%


10.000€


1,2%


20.000€


0,5%


200.000€


0,1%


 


BdSt-Präsident Holznagel bringt unseren Appell auf den Punkt: „Alle Minister des Bundeskabinetts und alle Mitglieder der ganzen Ampel-Regierung müssen begreifen, dass der Abbau der ungerechten kalten Progression wichtig ist – und zwar komplett! Die kalte Progression darf kein Spielball der Politik sein!“


 


Der Bund der Steuerzahler ist ein gemeinnütziger, unabhängiger und parteipolitisch neutraler eingetragener Verein. Unsere Arbeit wird durch Mitgliedsbeiträge unserer freiwilligen Mitglieder und über zahlreiche Spenden aus der Bevölkerung finanziert. Über 200.000 Mitglieder und Spender unterstützen den Bund der Steuerzahler. Der Verband, der 1949 gegründet wurde, ist in 15 eigenständigen Landesverbänden organisiert, die gemeinsam den Bund der Steuerzahler Deutschland tragen.


 



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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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