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Fr, 27. Januar 2023, 13:04 Uhr

L'Oréal

WKN: 853888 / ISIN: FR0000120321

L'Oréal: Nach Jahren hoher KGVs erscheint die Aktie nun vergleichsweise günstig - Hochstufung! Aktienanalyse


28.11.22 13:43
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - L'Oréal-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Manuel Schleifer, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, stuft in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der L'Oréal S.A. (ISIN: FR0000120321, WKN: 853888, Ticker-Symbol: LOR, Euronext Paris-Symbol: OR, NASDAQ OTC-Symbol: LRLCF) von "Verkauf" auf "Halten" herauf.

Das Zahlenwerk sei zuletzt geprägt gewesen von den Lockdowns in China und dem schwachen Euro - in Summe aber habe L'Oréal die Umsatzerwartungen übertreffen und seine führende Stellung am globalen Kosmetikmarkt einmal mehr behaupten können.

Getrieben von der Luxussparte habe im dritten Quartal 2022 ein Umsatz von rund EUR 9,6 Mrd. erwirtschaftet werden können, was einen Zuwachs von 20% bedeute. Während die Luxusprodukte am meisten zum Umsatz beigesteuert hätten, habe die Active Cosmetics Division das stärkste bereinigte Wachstum (26%) verzeichnet. Im geografischen Bereich habe das Unternehmen sowohl in Latein- und Nordamerika, als auch in den Emerging Marktes die prozentuell gesehen stärksten Zuwächse aufweisen können. Erwähnenswert sei das Finalisieren der Akquisition des amerikanischen Hautpflegeunternehmens Skinbetter Science am 14. Oktober.

Das Unternehmen punkte seit Jahrzehnten mit einer Eigenkapitalrendite von rund 15%, wobei die Ausreißer nach oben deutlich überwiegen würden. Ein genauerer Blick auf die ROE-Komposition zeige einen steigenden Trend bei der EBIT-Marge seit mehr als zehn Jahren und einen weitgehend konstanten Verschuldungsgrad. Im Hinblick auf die Kapitalallokation falle auf, dass L'Oréal seit mehreren Jahren den Umsatzanteil im margenstarken Segment der Active Cosmetics konstant habe erhöhen können.

Die Aktie habe bereits viel an Zukunftshoffnung vorweggenommen. Die Analysten der RBI würden gerne daran erinnern, dass die Aktie seit dem Coronatief zwischenzeitlich über 100% habe zulegen können, wobei rund 40% an Performance auf das Jahr 2021 entfallen seien. Die Gewinnwachstumsraten hätten jedoch nur einen Teil der Kursanstiege abgedeckt. Um diese Lücke schließen zu können, würde L'Oréal weiterhin kräftig wachsen müssen. Dies sei nicht auszuschließen, wesentlich wahrscheinlicher sei jedoch, dass der Konzern wieder zu seinem langfristigen Wachstumspfad zurückkehre. Um Fundamentals und Kursniveau wieder in Einklang zu bringen, sei daher eine Anpassung des Aktienpreises vonnöten gewesen. Dies sei in den vergangenen Monaten zwischenzeitlich der Fall gewesen.

Ein KGV von 33 bedeute, dass Anleger das 33Fache vom Gewinn pro Aktie bezahlen müssten, um einen Anteilschein zu erhalten. L'Oréal stelle damit eines der teuersten Unternehmen im Sektor für Konsumgüter dar. Fairerweise müsse jedoch angemerkt werden, dass durch die jüngsten Kursverluste ein Bewertungsabbau stattgefunden habe. So habe das KGV um den Jahreswechsel noch bei 45 gelegen. Betrachten wir die vergangenen 30 Jahre, so ist eine satte Bewertungsprämie zum breiten Markt von 55% als normal anzusehen, so die Analysten der RBI. Verkürze man den Zeitraum auf die letzten fünf Jahre, in denen L'Oréal bereits ein starkes Momentum aufgewiesen habe, würde gar eine Prämie von mehr als 70% zum breiten Markt gerechtfertigt erscheinen. Die aktuelle Bewertungsprämie liege mit 80% zum breiten Markt und 50% zum Sektor trotz Kursrückgängen seit Jahresbeginn auf moderat höheren Niveaus. Relativ zum breiten Markt wirke die Aktie daher nicht günstig. Im Vergleich zur eigenen Historie erscheine sie mittlerweile jedoch fairer bepreist. Das langfristige Ertragspotenzial bleibe aber eingeschränkt.

L'Oréal weist einen der höchsten ESG-Scores innerhalb unserer Coverage des defensiven Konsums auf, so die Analysten der RBI.

L'Oréal habe die Krise bisher gekonnt gemeistert. Der französische Kosmetikgigant punkte mit exzellenten Fundamentaldaten, wenngleich die Analysten der RBI im Hinblick auf die Wachstumsraten und die damit einhergehenden Kursentwicklungen stets skeptisch gewesen seien. Die derzeitigen Risikofaktoren (Ukrainekrieg, Inflation, restriktive Notenbanken, Konjunktursorgen) hätten die Aktie zuletzt aber deutlich stärker schwanken lassen, sodass sich die Analysten der RBI mittlerweile beinahe exakt am Kursziel befänden, welches sie im letzten Jahr für Ende 2022 ausgegeben hätten.

Das inzwischen deutlich niedrigere Kursniveau in Kombination mit höheren Gewinnschätzungen erlaubt es uns nun, die L'Oréal-Aktie von "Verkauf" auf "Halten" hochzustufen und das Kursziel auf EUR 375 anzuheben, so Manuel Schleifer, Analyst der Raiffeisen Bank International AG. Letzteres ergebe sich mittels eines relativen Bewertungsansatzes, welcher basierend auf den KGV-Multiples für das Jahr 2023 auch eine im historischen Vergleich angemessene Bewertungsprämie zum breiten Aktienmarkt berücksichtige. (Analyse vom 28.11.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze L'Oréal-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs L'Oréal-Aktie:
350,10 EUR -0,31% (28.11.2022, 13:42)

Euronext Paris-Aktienkurs L'Oréal-Aktie:
349,60 EUR -0,19% (28.11.2022, 13:27)

ISIN L'Oréal-Aktie:
FR0000120321

WKN L'Oréal-Aktie:
853888

Ticker-Symbol L'Oréal-Aktie:
LOR

Euronext Paris-Symbol L'Oréal-Aktie:
OR

NASDAQ OTC-Symbol L'Oréal-Aktie:
LRLCF

Kurzprofil L'Oréal S.A.:

L'Oréal (ISIN: FR0000120321, WKN: 853888, Ticker-Symbol: LOR, Euronext Paris-Symbol: OR, NASDAQ OTC-Symbol: LRLCF) ist ein führendes Kosmetikunternehmen, das in Europa und auch international vor allem in der Vermarktung von Schönheits- und Pflegeprodukten vertreten ist. Zu dem französischen Konzern gehören über 25 internationale Marken. Die Haarpflegeprodukte und Kosmetika der bekannten Marken wie L'Oréal, Bioterm, Maybelline, Kiehl's, The Body Shop, Essie, Helena Rubinstein, Giorgio Armani, Garnier, Lancôme oder Vichy werden über große Einzelhandelsketten, Friseursalons, Apotheken und den Versandhandel vertrieben. Zentral für L'Oréal ist der Bereich Forschung und Entwicklung. Das Unternehmen unterhält außerdem Forschungseinrichtungen und Entwicklungscenter auf allen Kontinenten. (28.11.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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