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Mo, 27. Juni 2022, 13:37 Uhr

Makroökonomische Daten: Die wichtigsten Ereignisse der kommenden Woche


27.05.22 14:00
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - China - Einkaufsmanagerindices (Dienstag, 31. Mai 2022): Die harten Lockdown-Maßnahmen in Schanghai und anderen Städten hatten im April zu einem Einbruch der chinesischen Einkaufsmanagerindices geführt, so die Analysten der DekaBank.

Im Mai seien die Beschränkungen etwas gelockert worden, doch das Leben in den betroffenen Städten sei längst noch nicht zur Normalität zurückgekehrt. In der Hauptstadt Peking seien die Maßnahmen sogar verschärft worden. So dürften sich die Einkaufsmanagerindices im Mai von ihren April-Tiefs nur begrenzt erholt haben. Die Analysten der DekaBank würden einen Anstieg des offiziellen PMI für das verarbeitende Gewerbe von 47,4 auf 48,5 Punkte erwarten. Auch im weiteren Jahresverlauf werde die Null-Covid-Strategie die Konjunktur Chinas immer wieder belasten.

Euroland - Verbraucherpreise (Dienstag, 31. Mai 2022): Die Inflation im Euroraum dürfte im Mai mit 7,8 % einen neuen Höchststand erreicht haben. So sei bei den Verbraucherpreisen von Energiegütern - nach einer zwischenzeitlichen Entspannung im Vormonat - wieder mit Anstiegen zu rechnen. Zudem nehme der Preisauftrieb auch in anderen Bereichen zu, was sich unter anderem in der Kerninflationsrate von 3,7% widerspiegele. Zwar dürften die auffallend starken Preiserhöhungen im April bei Pauschalreisen, Hotelübernachtungen und Transportdienstleistungen mit den in diesem Jahr späten Osterferien zu tun gehabt haben und sich teilweise wieder zurückbilden. Dem stehe jedoch insbesondere bei Industriegütern eine umfangreiche Weitergabe gestiegener Energie-, Material- und Transportkosten gegenüber.

US-Arbeitsmarkt (Freitag, 3. Juni 2022): Die Dynamik am US-Arbeitsmarkt werde langsam geringer. Dies schließe einzelne starke monatliche Beschäftigungsanstiege wie beispielsweise im Februar dieses Jahres nicht aus. Aber insgesamt sei der Trend zu "normaleren" Beschäftigungszuwächsen (ca. 200 Tsd. Stellen pro Monat) erkennbar. Weiterhin sei der Corona-bedingte Nachholfeffekt groß. Knapp 1,2 Millionen Stellen habe das Beschäftigungsniveau im April niedriger als vor der Corona-Krise gelegen. Diese Lücke werde sich im Mai weiter verringern. Die Arbeitslosenquote habe schon im März das Vorkrisenniveau von 3,5% fast erreicht, denn viele Personen hätten sich vom Arbeitsmarkt verabschiedet. Erkennbar sei dies an der niedrigen Partizipationsrate, die inzwischen aber wieder steige. Aus geldpolitischer Sicht dürften auch die Lohndaten von Interesse seien. (27.05.2022/ac/a/m)