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So, 25. September 2022, 1:12 Uhr

Marktstimmung: "Teuer genug verkauft?"


11.08.22 09:15
Redaktion boerse-frankfurt.de

Profis wie private Anleger setzen vermehrt auf wieder fallende Aktienkurse, was dem Markt nach Ansicht von Joachim Goldberg nutzen könnte. 


Zusammenfassung

Der DAX hat sich weiter erholt, Marktkommentatoren tun sich schwer mit der Einordnung ob Trendwende oder nicht. Mittelfristig orientierte professionelle Anleger scheint der Aufwärtsschwung zu schnell zu gehen. 2 Prozent haben gekauft, 8 Prozent sind short gegangen. Die Stimmung ist also bearisher geworden und fällt auf -11 Punkte. Private Anleger haben sich in die gleiche Richtung bewegt, nur etwas pessimistischer mit -17 Punkten, einigen Aktienverkäufen und 6 Prozent Zuwachs bei den Bären.


Goldberg vermutet, dass der Pessimismus nicht nur aus ökonomischen Überlegungen entstanden sei, sondern eher wegen der "attraktiven Verkaufsniveaus" nach 11 Prozent Gewinn. Der Verhaltensökonom bewertet die Lage positiv. Die Neu-Pessimisten könnten ab 13.250/13.300 Punkten ihre Positionen schließen und so Nachfrage nach Aktien schaffen. 


10. August 2022. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Nicht nur Kommentatoren, auch Marktstrategen scheint es derzeit besonders schwer zu fallen, die nächste Trendbewegung an den Aktienmärkten dies- und jenseits des Atlantiks einzuordnen. Denn für viele Akteure ist es auch nach dem weiteren Anstieg des DAX, der seit unserer vergangenen Stimmungserhebung in einer Größenordnung von zeitweise rund 2,9 Prozent zulegen konnte, immer noch nicht klar, ob man angesichts des beeindruckenden Kursanstiegs seit Mitte Juli nur von einer Rallye im Bärenmarkt oder doch von einer sich anbahnenden Trendwende sprechen muss. Ein kluger Analyst brachte es auf den Punkt, indem er erklärte, Investoren sollten kurzfristig gegen Aufwärts- wie Abwärtsrisiken gewappnet sein. Abhängig von den ökonomischen Daten, versteht sich.


Nun ist man vielerorts der Ansicht, dass die globalen ökonomischen Risiken eher abwärts gerichtet sind. Dem steht allerdings auch die Angst gegenüber, eine etwaige Trendwende der Aktienmärkte, verbunden mit weiteren Aufwärtsbewegungen, womöglich zu verpassen.


Bearish aus Überzeugung?


Diesbezüglich haben sich zumindest einige der von uns befragten institutionellen Investoren mit mittelfristigem Handelshorizont bereits festgelegt. Denn unser Börse Frankfurt Sentiment-Index ist um 6 Punkte auf einen neuen Stand von -11 gefallen. Dabei hat sich die Gruppe der neutral gestimmten Akteure fast um ein Drittel verringert. Die meisten Abwanderer (rund 80 Prozent) haben sich dabei auf die Bärenseite geschlagen. Vermutlich nicht einmal nur aus einer negativen Einstellung heraus, sondern vermutlich auch, weil sich die dahinter liegenden Verkäufe in die DAX-Stärke einfach gut angefühlt haben. Für nicht wenige ist der DAX zu schnell und zu stark nach oben gelaufen. Kurzum: Man hat „teuer“ verkauft.


Aber auch bei den Privatanlegern hat sich die Stimmung im Vergleich zur Vorwoche noch einmal verschlechtert. Gemessen am Börse Frankfurt Sentiment-Index sprechen wir von einem Rückgang von 9 Punkten auf einen neuen Stand von -17. Dabei hat die Gruppe der Bären um 6 Prozentpunkte zugelegt und zu gleichen Teilen von ehemaligen Bullen und vormals neutral gestimmten Anlegern profitiert.


Kein nachhaltiger Pessimismus


Mit der heutigen Befragung hat sich somit die Stimmungskluft zwischen privaten und institutionellen Investoren aus der Vorwoche etwas verringert. In beiden Panels findet sich jeweils eine deutliche bearishe Mehrheit, die nicht nur aus ökonomischen Überlegungen (Wachstum und Inflation) entstanden ist. Vielmehr dürfte der jüngste Zuwachs bei den Pessimisten auch dem Umstand geschuldet sein, dass der DAX innerhalb von knapp vier Wochen zeitweise um fast 11 Prozent zugelegt hatte und sich so für manch einen ein relativ attraktives Verkaufsniveau ergeben haben mag.


Unter dem Strich ist diese Stimmungsentwicklung für den DAX grundsätzlich als leicht positiv zu bewerten. Zumal die jüngsten Pessimisten im Falle von Kursrückgängen – möglicherweise erst im Bereich um 13.250/13.300 DAX-Zähler – ihre Engagements mit Gewinn zurücknehmen und dann entsprechend für Nachfrage sorgen dürften. Allerdings ist dabei offen, ob diese Nachfrage ausreichen würde, um etwa internationalen Kapitalströmen genügend Paroli bieten zu können.


10. August 2022, © Goldberg & Goldberg für boerse-frankfurt.de




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