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Fr, 27. Januar 2023, 8:18 Uhr

Merck & Co

WKN: A0YD8Q / ISIN: US58933Y1055

Merck & Co: M&A-Deals zur Verringerung der Abhängigkeit von Keytruda - Kursziel erhöht - Aktienanalyse


28.11.22 16:02
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Merck & Co-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Benedikt-Luka Antic, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), hebt das Kursziel für die Aktie von Merck & Co Inc. (ISIN: US58933Y1055, WKN: A0YD8Q, Ticker-Symbol: 6MK, NYSE-Symbol: MRK) in einer aktuellen Aktienanalyse auf USD 115,00 an.

Das Quartalsergebnis von Merck & Co zum Q3/2022 habe durchwegs überzeugen können. So habe das Unternehmen einen Umsatz von USD 14,96 Mrd. erwirtschaftet, was im Jahresvergleich einem Wachstum von 14% entspreche und die Markterwartungen von USD 14,11 Mrd. um 6% übertroffen habe. Beim bereinigten Gewinn je Aktie habe der US-Pharmariese ebenso überzeugt: Dieser habe sich auf USD 1,85 beziffert und sei somit 7% über den Analystenschätzungen von im Schnitt USD 1,73 angesiedelt gewesen.

Die beiden Blockbustermedikamente - Keytruda und Gardasil/Gardasil 9 - hätten abermals eine robuste Wachstumsdynamik verzeichnet und seien maßgeblich für das solide Quartalsergebnis verantwortlich gewesen. Während das Krebsmedikament Keytruda mit einem Umsatzwachstum von 20% (währungsbereinigt +26%) auf USD 5,43 Mrd. die Erwartungen erfüllt habe, sei der Umsatz des HPV-Impfstoffs Gardasil/Gardasil 9 mit USD 2,29 Mrd. (+15%, währungsbereinigt +20%) knapp 12% über den Analystenschätzungen von im Schnitt USD 2,05 Mrd. zu liegen gekommen.

Im Zuge des starken Quartalsberichts habe das Management den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr nochmals angehoben: Man rechne nun mit einem konzernübergreifenden Umsatz in der Spanne von USD 58,5 Mrd. bis USD 59,0 Mrd. (zuvor: USD 57,5 Mrd. bis USD 58,5 Mrd.), was einem Wachstum von 20% bis 21% entsprechen würde. Auch die Prognose-Spanne des bereinigten Gewinns je Aktie sei von USD 7,25 bis USD 7,35 auf nun USD 7,32 bis USD 7,37 angehoben worden. Des Weiteren rechne man mit Währungseffekten in Höhe von rund -4% (zuvor: -3%).

Am 21. November habe der US-Pharmariese bekannt gegeben, den Krebsspezialisten Imago BioSciences für USD 1,35 Mrd. übernehmen zu wollen. Das Vorhaben sollte noch im Q1/2023 vollständig abgewickelt sein. Der vielversprechendste Arzneistoff von Imago BioSciences trage den Namen bomedemstat und komme bei verschiedenen Knochenmarkserkrankungen zum Einsatz. Zurzeit befinde sich das Medikament in multiplen Phase 2-Studien.

Bei Merck & Co werde sich in den kommenden Jahren alles darum drehen, die übermäßige Abhängigkeit vom Wachstumstreiber Keytruda bis zu dessen Patentablauf im Jahr 2028 zu verringern. Aufgrund der eher dünn besetzten R&D-Pipeline des Konzerns erscheinen uns M&A-Transaktionen unumgänglich, so die Analysten der RBI. Abgesehen von dem bereits oben beschriebenen Übernahmevorhaben von Imago BioSciences habe sich der Konzern hier zuletzt mit dem Erwerb des Blutdruckspezialisten Acceleron Pharma im Vorjahr sowie der Akquisition des mRNA-Experten Exelead vergangenen Februar aktiv gezeigt.

Das Zahlenwerk des Q3/2022 von Merck & Co habe sowohl in puncto Umsatz als auch Gewinn die Erwartungen komfortabel übertreffen können. Abermals vermochten die beiden mit Abstand umsatzstärksten Medikamente des Konzerns - Keytruda und Gardasil - eine überaus dynamische Wachstumsdynamik an den Tag zu legen sowie die Analystenschätzungen bezüglich Umsatz zu übertreffen, so die Analysten der RBI. Mit dem jüngsten Übernahmevorhaben zeige sich Merck & Co auch weiterhin bemüht, die übermäßige Abhängigkeit von Keytruda bis zu dessen Patentablauf 2028 mittels unter anderem M&A-Transaktionen zu reduzieren.

Bewertungstechnisch notiere die Merck & Co-Aktie zurzeit 5% unter dem Niveau ihrer Vergleichsgruppe auf Basis KGV, EV/Sales und EV/EBIT für 2023e, könne aber deutlich bessere durchschnittlich erwartete Umsatz- und Gewinnwachstumsraten für die Jahre 2021-2024e (7,9% vs. 2,7% bzw. 13,2% vs. 4,0%) vorweisen, welche sich in den vergangenen Wochen sogar verbessert hätten, während sich jene der Vergleichsgruppe leicht verschlechtert hätten. Dies attraktiviere den Investment-Case natürlich, allerdings dürfe nicht vergessen werden, dass ein Großteil dieses Potenzials auf Keytruda zurückzuführen sei, wobei sich der Optimismus bezüglich einer Verringerung der Abhängigkeit von Keytruda erst materialisieren müsse.

Um den verbesserten unterstellten Wachstumsraten Rechnung zu tragen, hebt Benedikt-Luka Antic, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, sein Kursziel auf USD 115 an, bekräftigt allerdings seine "Halten"-Empfehlung für die Aktie von Merck & Co. (Analyse vom 28.11.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Merck & Co-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Merck & Co-Aktie:
103,80 EUR +0,58% (28.11.2022, 15:45)

XETRA-Aktienkurs Merck & Co-Aktie:
103,60 EUR +0,39% (28.11.2022, 15:39)

NYSE-Aktienkurs Merck & Co-Aktie:
108,22 USD +0,67% (28.11.2022, 15:41)

ISIN Merck & Co-Aktie:
US58933Y1055

WKN Merck & Co-Aktie:
A0YD8Q

Ticker-Symbol Merck & Co-Aktie:
6MK

NYSE-Symbol Merck & Co-Aktie:
MRK

Kurzprofil Merck & Co Inc.:

Merck & Co. Inc. (ISIN: US58933Y1055, WKN: A0YD8Q, Ticker-Symbol: 6MK, NYSE-Symbol: MRK) hat seinen Hauptsitz in Kenilworth, New Jersey, USA und ist ein globales forschungsgetriebenes Pharmaunternehmen, das Impfstoffe und Medikamente für mehrere Therapiegebiete entwickelt und vertreibt. Der Patentschutz für mehrere seiner Umsatzbringer wie Zocor und Zetia läuft aus. Um wieder auf einen Wachstumspfad zurückkehren, optimiert MRK seinen Betrieb und konzentriert sich auf Schlüssel-Therapiegebiete. Seit dem Verkauf der Einheit Consumer Care an das deutsche Gesundheitskonglomerat Bayer im Oktober 2014 bleiben Merck & Co zwei Geschäftsbereiche: Pharmaceutical und Animal Health. Pharmaceutical besteht aus den Kerntherapiegebieten Primary Care und Women's Health, Hospital und Specialty, Oncology, Vaccines und Diversified Brands. Um das kurzfristige Wachstum zu stärken, kaufte Merck & Co 2014 die beiden kleineren Unternehmen Idenix Pharmaceuticals und Cubist Pharmaceuticals. (28.11.2022/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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