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Mi, 8. Februar 2023, 11:04 Uhr

Microsoft

WKN: 870747 / ISIN: US5949181045

Microsoft: Der Kurs kennt nur eine Richtung - Aktienanalyse


30.07.18 11:21
BÖRSE am Sonntag

Bad Nauheim (www.aktiencheck.de) - Microsoft: Der Kurs kennt nur eine Richtung - Aktienanalyse

Oliver Götz von der "BÖRSE am Sonntag" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Software-Riesen Microsoft (ISIN: US5949181045, WKN: 870747, Ticker Symbol: MSF, NASDAQ-Ticker-Symbol: MSFT) unter die Lupe.

Alles schaue auf Facebook, Amazon, Apple, Alphabet und Netflix. Auf die Top-Stars der US-amerikanischen Tech-Welt, die immer wieder gerne unter dem inzwischen weltbekannten Akronym FAANG zusammengefasst würden. Dabei gehe ein Konzernriese fast unter, der nach einer beeindruckenden Aufholjagd jedoch längst und mindestens auf eine Stufe mit den FAANG-Aktien gestellt werden müsse: Microsoft.

"Wir hatten ein unglaubliches Jahr", habe Microsoft-Chef Satya Nadella im Rahmen der jüngsten Quartalsbilanz geblickt, die zeitgleich das Geschäftsjahr 2017/2018 abgeschlossen habe, freudestrahlend zurück auf die letzten zwölf Monate. Und damit eigentlich alles. Denn was Microsoft da jüngst an Geschäftszahlen hingezaubert habe, das habe Anleger wie Analysten gleichermaßen überrascht. Mit Blick auf das Gesamtjahr habe der von Bill Gates gegründete Konzern seinen Umsatz um 14 Prozent auf 110,4 Milliarden US-Dollar steigert. Der bereinigte operative Gewinn sei gar um 21 Prozent auf 35,1 Milliarden Dollar emporgeschnellt. Dass Nettoergebnis sei zwar von 25,5 Milliarden auf 16,6 Milliarden Dollar zurückgegangen, das habe aber an negativen Einmaleffekten aufgrund von Donald Trumps Steuerreform gelegen. Die komme dem Konzern dafür in den kommenden Jahren zugute.

Anleger hätten die starken Ergebnisse mit kontinuierlichen Zukäufen quittiert. So sei der Kurs der Microsoft-Aktie auf Jahressicht um fast 50 Prozent gestiegen, auf Zweijahres-Basis habe er sich sogar mehr als verdoppelt. Allein im laufenden Jahr sei der Kurs trotz mehrmaliger Börsenturbulenzen um 22 Prozent in die Höhe geklettert. Die Zahlen zum vierten Geschäftsquartal hätten ihn darüber hinaus zum wiederholten Male auf ein neues Rekordhoch bei etwas über 108 Dollar gehievt. Mit einem Umsatzplus in Höhe von 17 Prozent auf 30,1 Milliarden Dollar und einem Gewinnanstieg in Höhe von zehn Prozent auf 8,9 Milliarden Dollar seien auch diese Ergebnisse einmal mehr überzeugend gewesen. Dass die Aktie nicht zu größeren Sprüngen angesetzt habe, habe wohl einzig und allein daran gelegen, dass ihr Kurs bereits im Vorhinein so stark gestiegen sei. Vielleicht auch an einem derzeit eher vorsichtigen und verhaltenen Börsenumfeld.

Und freilich sei die Microsoft Aktie wenig bekannt für große Kursexplosionen, dafür steige sie seit Jahren stetig an und habe sich einen langfristigen Aufwärtstrend per Excellence ins Chartbild gemeißelt.

Das Ergebnis: Inzwischen sei der Konzern mit Sitz in Redmond im US-Bundesstaat Washington 823 Milliarden Dollar wert. Und damit sechsmal mehr als Netflix, mit 300 Milliarden deutlich mehr als Facebook und mit rund 50 Milliarden sogar mehr als Alphabet. Das bringe Microsoft Rang Drei in der Liste der wertvollsten Konzerne der Welt. Und Amazon sei als zweitplatzierter mit einer Marktkapitalisierung von 877 Milliarden Dollar nicht weit entfernt. Selbst zu Apple betrage der Abstand "nur" noch rund 100 Milliarden Dollar. Gerade dieser Abstand zu einem der Hauptkonkurrenten von Microsoft sei schon mal deutlich größer gewesen.

Der große Treiber für Microsofts Jahr der Superlative sei das Cloud-Geschäft gewesen. Allein im letzten Quartal seien die Umsätze in dem Sektor um 89 Prozent gestiegen. Über seine Plattform Azure stelle Microsoft seinen Kunden Rechenkapazität via Datenwolke bereit. Ebenso die dafür nötige Software. Ein höchst-einträgliches Geschäft, denn immer mehr Unternehmen würden inzwischen auf eigene Rechenzentren verzichten, um Kosten zu sparen. Experten würden daher auch davon ausgehen, dass sich der Trend zur Cloud manifestieren und noch viele Jahre andauern werde. Microsoft sei mit Azure die Nummer zwei hinter Amazons AWS-Sparte und damit einhergehend blendend am Markt positioniert. Das wisse auch Nadella, der dementsprechend selbstbewusst auftrete. Die Ergebnisse hätten das große Vertrauen der Kunden in die Microsoft-Cloud widergespiegelt. Man werde daher weiter Innovationen mit Blick auf die Datenwolke vorantreiben, die früheren hätten sich nun bereits ausgezahlt.

Überhaupt zahle sich bei Microsoft derzeit ziemlich viel aus, was Nadella selbst nach seinem Amtsantritt 2014 in die Wege geleitet habe. Neben florierenden Cloud-Geschäften scheine sogar die klassische PC-Sparte, die hauptsächlich vom Betriebssystem Windows zehre, wieder in der Spur. Im vierten Quartal hätten die Umsätze in dem Bereich um 17 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar zugelegt. Nicht ganz unwichtig, schließlich sei die Sparte immer noch für den Großteil der Konzerneinnahmen verantwortlich. Und auch das Geschäft mit Microsofts Office-Software floriere. Auch die werde inzwischen via Cloud und gegen monatliche Gebühr Angeboten. Das schaffe wiederkehrende Einnahmen und sorge für mehr Nutzerbindung. Von April bis Juni seien die Erlöse um 38 Prozent gestiegen.

Microsoft scheine also kerngesund dazustehen und mit dem Cloud-Geschäft hervorragende Wachstumsaussichten zu haben. Charttechnisch scheine darüber hinaus ein besseres Bild kaum möglich. Und die Amerikaner würden auch noch eine für den Tech-Sektor eher untypische Dividende von 1,43 Dollar zahlen. Kein Wunder, dass derzeit 21 von 21 Analysten zum Kauf der Aktie raten würden.

Gehe es nach den Analysten steckt in der Aktie des Gates-Konzerns - gemessen an der bereits hohen Bewertung - noch eine ganze Menge Potenzial. In den vergangenen beiden Jahren habe die Microsoft-Aktie aber auch schon viel Boden gut gemacht. Inzwischen stehe ihr KGV mit einem Wert von 49 nicht mehr niedrig. Aber während Google und Facebook mit Datenschützern kämpfen und immer wieder Image-Schäden verkraften müssten, Netflix und Amazon gemessen an ihren für das Jahr 2018 erwarteten KGVs von 126 und 145 fast schon schwindelerregend hoch bewertet seien sowie deutlich weniger Gewinn erwirtschaften würden und Apple immer wieder für seine Abhängigkeit vom iPhone kritisiert werde, lauft bei Microsoft derzeit alles fast beneidenswert unaufgeregt in die richtige Richtung.

In Zeiten gestiegener Volatilität könnte die Aktie daher für viele Anleger zwar keinen sicheren Hafen aber vielleicht einen vergleichsweise ruhigen darstellen, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". (Analyse vom 27.07.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Microsoft-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Microsoft-Aktie:
92,36 EUR -1,08% (30.07.2018, 10:24)

Tradegate-Aktienkurs Microsoft-Aktie:
92,20 EUR -0,18% (30.07.2018, 10:41)

NASDAQ-Aktienkurs Microsoft-Aktie:
107,68 USD -1,77% (27.07.2018, 22:00)

ISIN Microsoft-Aktie:
US5949181045

WKN Microsoft-Aktie:
870747

Ticker Symbol Microsoft-Aktie Deutschland:
MSF

NASDAQ-Ticker-Symbol Microsoft-Aktie:
MSFT

Kurzprofil Microsoft Corp.:

Die Microsoft Corp. (ISIN: US5949181045, WKN: 870747, Ticker-Symbol: MSF, NASDAQ-Ticker-Symbol: MSFT) ist der weltgrößte Softwarehersteller. Die Microsoft Corp. ist mit seinem Vorzeigeprodukt Windows der führende Hersteller von PC-Betriebssystemen.

Inzwischen ist Microsoft Corp. auch Hardware-Hersteller von Produkten wie der Spielkonsole XBOX oder dem Tablet Surface. Durch die Übernahme der Handy-Sparte von Nokia ist Microsoft Corp. zudem zu einem der führenden Smartphone-Hersteller der Welt aufgestiegen.

Hauptsitz der Microsoft Corp. ist Redmond, Washington, USA. (30.07.2018/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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