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Microsoft

WKN: 870747 / ISIN: US5949181045

Microsoft auf dem Weg zum wertvollsten Unternehmen der Welt - Aktienanalyse


05.11.18 09:29
BÖRSE am Sonntag

Bad Nauheim (www.aktiencheck.de) - Oliver Götz von der "BÖRSE am Sonntag" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Software-Herstellers Microsoft Corp. (ISIN: US5949181045, WKN: 870747, Ticker Symbol: MSF, NASDAQ-Ticker-Symbol: MSFT) unter die Lupe.

An der Wall-Street gehe die Angst um. Genauer gesagt, die Angst vor fünf Großbuchstaben, die aneinandergereiht das weit über Finanzmarktgrenzen hinaus bekannte Akronym FAANG bilden würden. Man hätte - großgeschrieben - auch auf das Wort Crash kommen können und tatsächlich haben FAANG und Crash nach dem schwärzesten Börsenoktober seit der Finanzkrise 2008 in den Köpfen vieler Anleger gemeinsam eine ganz neue Bedeutung bekommen. Denn ausgerechnet die so erfolgreichen Schwergewichte der US-Tech-Branche seien jüngst ins Straucheln geraten. Ob nun die Prognosen verfehlende Quartalsergebnisse, angepasste Analystenerwartungen oder ein zu vorsichtiger Ausblick in die Zukunft, alles in allem sei das seit sehr langer Zeit ein bisschen zu wenig gewesen, was Amazon, Alphabet, Netflix und Facebook da an Zahlen geliefert hätten.

Apple habe seine noch nicht vorgelegt, doch die Ergebnisse der Big Four hätten offenbar ausgereicht, um den Big Five ein wenig von ihrem Glanz zu nehmen. Umso erstaunlicher, dass es ausgerechnet einem zwischenzeitlich schon von vielen Experten abgeschriebenen Konzern aus derselben Branche gelinge, genau jetzt so hell zu strahlen, wie nie zuvor: Microsoft. Im Schatten der die Börsenberichterstattung dominierenden FAANG-Konzerne, habe der von Bill Gates gegründete Software-Riese über die letzten Jahre ein wahrlich eindrucksvolles Comeback hingelegt und das globale "Tech-Feld" quasi im Eiltempo von hinten aufgerollt. Und das nicht nur realwirtschaftlich, sondern vor allem auch mit Blick auf die Performance an der Börse.

Als der in Indien geborene Satya Nadella im Februar 2014 die Nachfolge von Steve Ballmer als CEO bei Microsoft angetreten sei, sei eine Aktie des Konzerns mit Sitz in Redmond 36 US-Dollar wert gewesen. Inzwischen seien es 107 Dollar. Ende September, bevor der Gesamtmarkt zu schwächeln begonnen habe, seien es sogar 115 Dollar gewesen. Doch auch die 107 Dollar hätten gereicht, um jüngst mit einer Marktkapitalisierung von 821 Mrd. Dollar FAANG-Riese Amazon von Rang Zwei in der Liste der wertvollsten börsennotierten Unternehmen der Welt zu verdrängen. Zudem habe die Microsoft-Aktie mit einem Plus von rund 200 Prozent seit Nadellas Amtsantritt besser performt, als die Papiere von Apple, Facebook und Alphabet. Es dürfte daher mit Blick auf die US-Tech-Branche endgültig an der Zeit sein, aus FAANG ein FAANG+M zu machen.

Warum aber laufe es auf einmal wieder so gut für den Windows-Konzern, der mit der verpassten Smartphone-Revolution zwischenzeitlich in eine tiefe Krise gestürzt sei und die Zukunft verpasst zu haben schien? Nun, Satya Nadella habe sich ganz einfach an neue Revolutionen herangewagt, Microsoft an vielen Stellen neu erfunden und damit manch Tech-Star der neueren Generation ziemlich überrumpelt.

Zu nennen wäre da beispielsweise das verheißungsvolle Cloud-Geschäft, in dem Microsoft mit seiner Azure-Plattform inzwischen Rang Zwei hinter Amazons Tochter AWS innehabe. Im abgeschlossenen ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres habe Microsoft seine Umsätze mit der "Wolke" um 76 Prozent gesteigert. Im Vorquartal habe sogar ein Plus von 89 Prozent zu Buche gestanden.

Auch die Bürosoftware "Office 365" biete Microsoft inzwischen via Cloud an. Um sie nutzen zu können, würden Kunden einen festgeschriebenen monatlichen Betrag zahlen. Neben wiederkehrenden Einnahmen profitiere Microsoft dahingehend auch von einer erhöhten Nutzerbindung. Konkurrent Adobe Systems fahre mit dieser Strategie bereits seit Jahren sehr erfolgreich. Und der Trend zur Cloud dauere an. Sowohl mit Blick auf das "Leihen" von Software im Netz als auch in Sachen Infrastruktur, sprich die Bereitstellung von Rechenzentren und Cloud-Plattformen.

Microsoft scheine in beiden Bereichen gut aufgestellt. Neben der Cloud-Sparte laufe es für Microsoft aber auch in allen anderen Sektoren immer besser. So hätten beispielsweise die Umsätze mit dem Karriereportal LinkedIn in den letzten drei Monaten um 33 Prozent angezogen, die Gaming-Sparte habe ein Umsatzplus von 44 Prozent erwirtschaftet und selbst die lange Zeit arg gebeutelte PC-Sparte habe um 15 Prozent zugelegt. Nicht unwichtig, mache sie mit 10,7 Milliarden Dollar schließlich immer noch den Großteil der Einnahmen aus.

Alles in allem aber präsentiere sich Microsoft unter Satya Nadella wesentlich breiter aufgestellt, habe sich von seiner lange Zeit bedrohlich wirkenden Windows-Abhängigkeit gelöst und sei nun in nahezu jedem Bereich der modernen Technologiewelt vertreten. Und habe dabei kein wirkliches Sorgenkind mehr, würden die Umsätze doch schließlich überall anziehen. Insgesamt seien die Amerikaner in ihrem ersten Geschäftsquartal 2019 so auf ein Umsatzwachstum von rund 19% auf 29,1 Mrd. USD gekommen. Der Gewinn sei mit einem Plus von 34% noch deutlicher auf 8,8 Mrd. Dollar gestiegen. Damit seien die Analystenerwartungen im Vergleich zu Facebook, Alphabet und Amazon klar übertroffen worden. Vor allem vom starken Cloud-Geschäft begeistert, habe Bernstein Research-Analyst Mark Moerdler sein Kursziel von 135 auf 137 USD angehoben. Damit gehöre er zu den Optimisten, im Schnitt liege das Kursziel bei 122 USD, was allerdings immer noch einem Aufwärtspotenzial von rund 14% entspreche.

Kein Wunder, dass Nadella da von einem "großartigen Start" ins neue Geschäftsjahr gesprochen. Die starken Ergebnisse seien das Resultat von Innovationen und dem Vertrauen, das Kunden in den Konzern hätten, habe er sich gefreut. Vor allem aber habe Microsoft unter Nadella das Vertrauen der Anleger zurückgewonnen. Der charismatische Firmenlenker habe nämlich insbesondere Microsofts Ansehen wieder aufpoliert. Noch vor wenigen Jahren gegenüber Konkurrenten wie Apple altbacken, konservativ und schlichtweg "uncool" wirkend, sei der Gates-Konzern auf einmal wieder zur starken, dynamischen und innovativen Marke geworden.

Das mache Mut für die Zukunft. Und die werde bekanntlich an den Märkten gehandelt. So würden Investoren heute zirka das 24fache des operativen Konzerngewinns für die Microsoft-Aktie bezahlen. 2013 sei es nicht einmal das Zehnfache gewesen. Das zeige: Die Geschäftsentwicklung bei Microsoft sei zwar eine gute bis sehr gute, vor allem jedoch sind es die gestiegenen Erwartungen an den Konzern, die den Aktienkurs derart in die Höhe getrieben hätten. Und wohl auch die Tatsache, dass Microsoft mit 1,84 USD pro Jahr eine für US-Aktien und ganz besonders für solche aus dem Tech-Sektor vergleichsweise hohe Dividende zahle.

Nicht zu vergessen wohl auch der in Sachen Chartbild beneidenswert stetige Aufwärtstrend. Die gestiegenen Erwartungen müsse Microsoft nun aber auch erfüllen. Wie schwer das auf lange Sicht werden könne, hätten die jüngsten Ergebnisse von Amazon, Alphabet und Co. klar aufgezeigt. Gerade jetzt, da an der Wall-Street die Angst noch länger umgehen könnte, so die Experten der "BÖRSE am Sonntag". (Ausgabe 44 vom 04.11.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Microsoft-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Microsoft-Aktie:
93,11 EUR +0,13% (05.11.2018, 09:09)

Tradegate-Aktienkurs Microsoft-Aktie:
93,10 EUR -0,28% (05.11.2018, 09:14)

NASDAQ-Aktienkurs Microsoft-Aktie:
106,16 USD +0,23% (02.11.2018)

ISIN Microsoft-Aktie:
US5949181045

WKN Microsoft-Aktie:
870747

Ticker Symbol Microsoft-Aktie Deutschland:
MSF

NASDAQ-Ticker-Symbol Microsoft-Aktie:
MSFT

Kurzprofil Microsoft Corp.:

Die Microsoft Corp. (ISIN: US5949181045, WKN: 870747, Ticker-Symbol: MSF, NASDAQ-Ticker-Symbol: MSFT) ist der weltgrößte Softwarehersteller. Die Microsoft Corp. ist mit seinem Vorzeigeprodukt Windows der führende Hersteller von PC-Betriebssystemen.

Inzwischen ist Microsoft Corp. auch Hardware-Hersteller von Produkten wie der Spielkonsole XBOX oder dem Tablet Surface. Durch die Übernahme der Handy-Sparte von Nokia ist Microsoft Corp. zudem zu einem der führenden Smartphone-Hersteller der Welt aufgestiegen.

Hauptsitz der Microsoft Corp. ist Redmond, Washington, USA. (05.11.2018/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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