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Sa, 28. Januar 2023, 14:56 Uhr

Mondelez International

WKN: A1J4U0 / ISIN: US6092071058

Mondelez: Weder Fisch noch Fleisch - Aktienanalyse


07.11.22 17:59
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Mondelez-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Manuel Schleifer, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, rät in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie von Mondelez International Inc. (ISIN: US6092071058, WKN: A1J4U0, Ticker-Symbol: KTF, NASDAQ-Symbol: MDLZ) weiterhin zu verkaufen.

Die Umsatzerlöse in Q3 seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,1% auf USD 7,76 Mrd. gestiegen. 11,4% seien davon auf Preissteigerungen zurückzuführen. Mondelez reihe sich damit nahtlos in die Liste von Nahrungsmittelproduzenten ein, welche die Preise ihrer Produkte teils kräftig erhöht hätten, um die Kosteninflation auszugleichen. Besonders hervorzuheben seien dabei die Wachstumsraten in den Schwellenländern, welche mit +31,6% jene der etablierten Region klar hätten übertreffen können. Gänzlich ohne Spuren sei der Anstieg von Arbeits-, Rohstoff- und Logistikkosten aber nicht verlaufen: Der verwässerte Gewinn pro Aktie sei im letzten Quartal auf berichteter Basis um 57,7% niedriger ausgefallen als in der Vergleichsperiode.

Ausblick: Mondelez erwarte für das Gesamtjahr 2022 einen Anstieg des organischen Nettoumsatzes um mehr als 10%. Verglichen mit der vorherigen Schätzung von mehr als 8% sei die Prognose damit (abermals) deutlich angehoben worden. Beim adjustierten Gewinn rechne man im Konzern nun mit einem Wachstum bei konstanten Wechselkursen von +10%, was ebenfalls einer Anhebung der Guidance entspreche.

Sowohl operative Margen als auch Eigenkapitalrentabilität würden seit gut vier Jahren einen steigenden Trend aufweisen. Während die EBIT-Marge zuletzt auf 15% geklettert sei, hinke die Eigenkapitalrentabilität mit ebenfalls 15% im Peer-Group-Vergleich aber bereits des Längeren hinterher.

Da Mondelez einen verhältnismäßig großen Anteil der Gewinne im Unternehmen behalte und nicht in Form von Dividenden ausschütte, weise der US-Konzern eine relativ niedrige Dividendenrendite von 2,4% aus.

In seinem jüngsten Zahlenwerk weise Mondelez darauf hin, in Summe USD 0,8 Mrd. in Form von Bardividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre ausgeschüttet zu haben.

Aktien aus dem Segment des defensiven Konsums würden normalerweise mit einer geringen Sensitivität zu Bewegungen des breiten Aktienmarktes punkten. Mit einem Beta (5 Jahre) von 0,72 weise Mondelez aber ein verhältnismäßig hohes Marktrisiko auf. Dies sei vor allem in Bullenmärkten von Vorteil, in Abwärtsphasen verliere die Aktie aber im Durchschnitt mehr als andere defensive Werte.

Die Aktie bewege sich im Hinblick auf die Bewertung im überbewerteten Bereich. Im Vergleich zur eigenen Historie handle Mondelez derzeit rund 8% über den Median-Multiples der letzten zehn Jahre. Relativ zum Gesamtmarkt wäre eine historische Prämie von 11% gerechtfertigt, derzeit liege diese bei 25%. Die Aktie könne aus Bewertungssicht daher als überbewertet eingestuft werden.

Bei Mondelez handle es sich um ein unaufgeregtes Unternehmen mit einem transparenten Geschäftsmodell und stabilen Fundamentaldaten. Unaufgeregt dahingehend, dass Mondelez in beinahe allen Bereichen beim Peer-Group-Vergleich im Mittelfeld liege. Sowohl bei den Wachstumsraten als auch der Dividendenrendite gebe es bessere Kandidaten. Es könnte argumentiert werden, dass Mondelez also das Beste aus beiden Welten darstelle. Wer aber wirklich ein Investment in der Nahrungsmittelbranche anstrebe, werde in der Peer Group glücklicher werden. Im Vergleich zur eigenen Historie sei die Aktie auch nicht als sonderlich attraktiv einzustufen. Da sowohl die Konsensschätzungen für das Wachstum zurückgegangen seien, als auch die Erwartungen für die Markt-Multiples niedrig ausfallen würden, sähen die Modelle der RBI derzeit kein Aufwärtspotenzial. Trotz zwischenzeitlich hoher Volatilität handle die Aktie beinahe punktgenau auf dem gleichen Niveau wie bei der letzten Aktieninfo der RBI.

Manuel Schleifer, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, belässt daher sowohl das Kursziel von USD 60,00 als auch die Empfehlung "Verkauf" aufrecht. Ersteres ergebe sich mittels eines relativen Bewertungsansatzes, welcher auf KGV-Basis auch eine Prämie zum breiten Aktienmarkt widerspiegele. (Analyse vom 07.11.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Mondelez-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Mondelez-Aktie:
64,05 EUR +1,06% (07.11.2022, 17:33)

NASDAQ-Aktienkurs Mondelez-Aktie:
64,03 USD +1,28% (07.11.2022, 17:34)

ISIN Mondelez-Aktie:
US6092071058

WKN Mondelez-Aktie:
A1J4U0

Ticker-Symbol Mondelez-Aktie:
KTF

NASDAQ-Symbol Mondelez-Aktie:
MDLZ

Kurzprofil Mondelez International:

Mondelez International (ISIN: US6092071058, WKN: A1J4U0, Ticker-Symbol: KTF, NASDAQ-Symbol: MDLZ) ist einer der weltweit größten Lebensmittelhersteller. Mondelez vertreibt Schokolade, Kaffee, Nüsse, Kaugummi sowie Kekse und andere Süßwaren. Das Markenspektrum der Gesellschaft ist groß und in über 150 Ländern auf dem Globus etabliert. Die bekanntesten Brands sind Philadelphia, Belvita, Milka, Oreo oder Trident. Der Konzern vermarktet seine Produkte über ein eigenes Vertriebsnetz auf der ganzen Welt und beliefert neben großen Zwischenhändlern auch Supermarktketten. Das verfügbare Sortiment unterscheidet sich von Land zu Land und ist mitunter auf unterschiedliche Produktbereiche spezialisiert. Mondelez International entstand 2012 im Rahmen des Spin-Offs der nordamerikanischen Geschäftsaktivitäten der damaligen Kraft Foods, Inc. (07.11.2022/ac/a/n)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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