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Do, 11. August 2022, 12:53 Uhr

Inflation

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Neues Inflationsumfeld sorgt auch am Aktienmarkt für neue Rahmenbedingungen


28.06.22 14:24
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Das neue Inflations- und geldpolitische Umfeld hinterließ im ersten Halbjahr 2022 auch an den Aktienmärkten deutliche Spuren, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Durch die mittlerweile beträchtlichen Kursrückgänge seien aber sowohl im Hinblick auf die geopolitischen und konjunkturellen Risiken sowie durch das veränderte Renditeniveau viele negative Nachrichten eingepreist. Als Trigger für eine Erholungsbewegung an den Aktienmärkten könnte sich dabei dann auch das Erreichen der Spitze in den Gesamtinflationsraten und die Rückkehr zu moderateren Zinsschritten seitens der FED im Herbst darstellen.

Im Hinblick auf die Gewinnentwicklung der Unternehmen zeige sich bislang eine recht hohe Resilienz gegenüber all den aktuellen Widrigkeiten. Auch wenn man hier perspektivisch über höhere Refinanzierungs- und Arbeitskosten Margendruck aufkommen sehe, so sei weiterhin davon auszugehen, dass die Unternehmen die gestiegenen Kosten auf aggregierter Basis gut an die Konsumenten weitergeben könnten.

Die Aktienmarktkorrektur habe die Bewertungslevels auf deutlich moderatere Niveaus gebracht, welche nach unten zusehends als Markstabilisator wirken dürften. Gleichzeitig würden die geänderten Rahmenbedingungen ebenfalls dafür sorgen, dass bewertungstechnisch in den nächsten zwölf Monaten die Bäume nicht in den Himmel wachsen würden. Ein starkes Argument für die von den Analysten erwartete Aktien-Erholungsbewegung stelle das derzeitige Stimmungsbild dar. Sentimentumfragen und Positionierung seien so pessimistisch/defensiv, wie dies oft bei Bodenbildungsphasen der Fall gewesen sei. In Summe würden sie daher in der zweiten Jahreshälfte eine Erholungsbewegung bei Aktien erwarten.

US-Aktien würden die Analysten hier eine stärkere Erholung als ihren europäischen Pendants oder dem heimischen ATX zutrauen, da die konjunkturellen Risiken in Europa aufgrund der geopolitischen Spannungen und deren Auswirkungen deutlich ausgeprägter seien. Auch gestalte sich die geldpolitische Normalisierung in Europa komplexer mit vielfältigen Auswirkungen auf die Finanzmärkte und Risikoprämien. Für chinesische Aktien würden sie hier ebenfalls überdurchschnittliche Anstiege sehen, da ein weiterer Teil der letztjährigen Unsicherheit bzgl. der harschen Regulierung ausgepreist werden dürfte.

Im Hinblick auf die Investmentstile dürfte das von den Analysten skizzierte Bild zumindest temporär wieder Growth über Value in die Karten spielen, wenn auch hier eine sehr differenzierte Vorgehensweise von Sektor zu Sektor zu wählen sei. Die von ihnen formulierte positive Meinung mit spekulativen Elementen für das zweite Halbjahr dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Aktienmarktumfeld für 2023 dann durchaus wieder ein komplexes werden dürfte, schließlich würden das Ende des Niedriginflations- und -zinsumfelds, der Fokus auf das Inflationsmandat bei großen Notenbanken sowie damit verbundene fundamentale Änderungen in Bezug auf den Marktsteuerungsfokus bei Notenbanken durchaus längere Anpassungsprozesse für die Anlagekategorie Aktien provozieren. (28.06.2022/ac/a/m)





 
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