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Mo, 8. August 2022, 14:40 Uhr

Nordex

WKN: A0D655 / ISIN: DE000A0D6554

Nordex-Aktie: Kauflimit bei 25,70 EUR - Aktienanalyse


16.09.16 07:31
Der Aktionärsbrief

Düsseldorf (www.aktiencheck.de) - Nordex-Aktienanalyse von "Der Aktionärsbrief":

Die Aktienexperten von "Der Aktionärsbrief" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Herstellers von Windenergieanlagen Nordex SE (ISIN: DE000A0D6554, WKN: A0D655, Ticker-Symbol: NDX1, Nasdaq OTC-Symbol: NRDXF) unter die Lupe.

Vorstandschef Lars Bondo Krogsgaard habe Ende Juli 3.580 Aktien im Volumen von gut 89.000 EUR gekauft. Schon im März habe Krogsgaard, der in seiner Vita übrigens auch schon mal eine CEO-Position für die Siemens-Sparte Windkraft EMEA Onshore bekleidet habe, bei der Aktie zugegriffen, damals ebenfalls bei knapp unter 25 EUR je Aktie, Volumen etwa 99.000 EUR. Nachdem der frühere Cheflenker Dr. Zeschky das Unternehmen in der Turnaround-Phase geführt und ausgerichtet habe, habe Krogsgaard im Mai letzten Jahres das Ruder übernommen. Gleich im Oktober habe es den großen Paukenschlag gegeben: Man habe mit dem spanischen Infrastrukturspezialisten Acciona den Erwerb der Corporación Acciona Windpower (AWP) vereinbart. Das sei ein wichtiges Manöver und für Nordex eine hervorragende Ergänzung gewesen, denn:

Während bei Nordex der Blick eher auf Europa gerichtet sei, liege der Fokus von AWP eher im Bereich von Lateinamerika und generell auf Emerging Markets. Auch bediene Nordex eher mittlere und kleinere Kunden mit typischen Deal-Größen von 15 bis 30 MW, während AWP es mehr auf die dicken Fische abgesehen habe, denn hier liege die typische Deal-Größe bei einer Leistung von 100 MW. Auch auf der Produktseite ergänze man sich. Die möglichen Synergieeffekte per 2019 würden auf 95 Mio. EUR beziffert. Ziel der "erweiterten" Nordex sei ein Platz unter den Top 5 bei den Onshore-Anbietern bis zum Jahr 2018. Bis dahin stünden für den Umsatz 4,2 bis 4,5 Mrd. EUR auf dem Wunschzettel - und dies bei einer EBITDA-Marge von mehr als 10%. Das sei schon ambitioniert.

Im letzten Jahr habe Nordex (ohne AWP) einen Umsatz von rund 2,4 Mrd. EUR gemacht und eine EBITDA-Marge von etwa 7,5% herausgearbeitet. Acciona Windpower sei mit einem Umsatz von etwa 1,0 Mrd. EUR deutlich kleiner, aber margenstärker gewesen (EBITDA-Marge bei 8,8%). Für das laufende Jahr habe sich Nordex inkl. der spanischen Arrondierung ein Umsatzvolumen von 3,35 bis 3,45 Mrd. EUR vorgenommen. Dabei werde eine EBITDA-Marge in der Bandbreite von 8,3 bis 8,7% in Aussicht gestellt. Das sei allerdings bereits eine erhöhte Prognose, denn seinerzeit habe die Messlatte bei der EBITDA-Marge noch bei "über 7,5%" gehangen.

Natürlich berge der Zusammenschluss mit Acciona Windpower potenzielle Stolpersteine, wenn es um die Verzahnung und Integration gehe. Auch würden zwischenzeitlich natürlich Management-Kapazitäten gebunden. Aber in strategischer Hinsicht erscheine der Zusammenschluss höchst sinnvoll und dürfte sich langfristig auch auszahlen. Denn:

Größe und Skaleneffekte seien ein wichtiges Asset in der Branche. Schlanke Produktionskosten seien wichtig, um die Stromgestehungskosten weiter abzusenken, die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber sonstigen Stromerzeugungsverfahren zu verbessern und letztlich auch die Abhängigkeit von staatlichen Förderungen zu verkleinern. Der Trend in der EU sei, die Förderung stärker auf marktorientierte Anreizsysteme wie z.B. Auktionsverfahren zu verlagern. Auch unter diesem Blickwinkel seien Skaleneffekte und möglichst günstige Produktionskosten wichtig, um bei Bieterverfahren gut mithalten zu können.

Die Nordex-Aktie sei nicht ganz günstig, allerdings werde das relativiert durch ein starkes erwartetes Gewinnwachstum in den kommenden Jahren. Würden die Markt-Taxen greifen, dann könnte aus einem diesjährigen Gewinn von 1,26 EUR je Aktie im kommenden Jahr schon ein Ergebnis von 1,50 EUR und in 2018 sogar von 1,76 EUR werden. Das KGV für 2017 liege bei ca. 16,9.

Die Nordex-Aktie sei kein Schnellschuss, sondern eine Langfrist-Chance. Die Experten hätten das Papier von Nordex in den vergangenen Monaten bereits mehrfach zum Kauf empfohlen.

Wer immer noch nicht dabei ist, versucht es mit einem Kauflimit von 25,70 EUR, so die Aktienexperten von "Der Aktionärsbrief". Erstes Kursziel liege bei 30 EUR. Auf Sicht der nächsten sechs bis zwölf Monate könnten sich die Experten auch wieder Kurse um 33/34 EUR vorstellen. (Ausgabe 37 vom 15.09.2016)

Die vollständige Ausgabe des Aktionärsbriefes können Sie unter dem folgenden Link beziehen: www.bernecker.info

Börsenplätze Nordex-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Nordex-Aktie:
25,90 EUR -0,54% (15.09.2016, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs Nordex-Aktie:
26,068 EUR +0,07% (15.09.2016, 21:51)

ISIN Nordex-Aktie:
DE000A0D6554

WKN Nordex-Aktie:
A0D655

Ticker-Symbol Nordex-Aktie:
NDX1

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Nordex-Aktie:
NRDXF

Sektor:
Energie

Kurzprofil Nordex SE:

Die Nordex-Gruppe (ISIN: DE000A0D6554, WKN: A0D655, Ticker-Symbol: NDX1, Nasdaq OTC-Symbol: NRDXF) hat mehr als 20 GW Windenergieleistung in über 25 Märkten installiert. Nordex und Acciona Windpower erzielten im Jahr 2015 einen kombinierten Umsatz von EUR 3,4 Mrd. Das Unternehmen beschäftigt derzeit mehr als 5.000 Mitarbeiter. Zum Fertigungsverbund gehören Werke in Deutschland, Spanien, Brasilien, den USA und in Kürze auch in Indien. Das Produktprogramm konzentriert sich auf Onshore-Turbinen der 1,5- bis 3,6-MW- Klasse, die auf Marktanforderungen in entwickelten Märkten und Schwellenländern spezifiziert sind. (16.09.2016/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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