Suchen
Login
Anzeige:
Mo, 28. November 2022, 20:46 Uhr

Porsche Automobil Holding Vz

WKN: PAH003 / ISIN: DE000PAH0038

Porsche: Alles was Sie vor dem Börsengang wissen müssen - Aktiennews


27.09.22 15:15
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Porsche: Alles was Sie vor dem Börsengang wissen müssen - Aktiennews

Die Porsche AG - der berühmte Hersteller des kultigen Modells 911 - geht an die Börse, so die Experten von XTB.

Der geplante Börsengang solle bereits am 29. September stattfinden.

Der Börsengang werde ein symbolisches Element enthalten. Laut der Website werde es sich um 911 Millionen Aktien der Porsche AG handeln (als Hommage an das berühmteste Modell des Konzerns). Der Pool werde 50/50 aufgeteilt, d.h. 455,5 Millionen Vorzugsaktien und 455,5 Millionen Stammaktien.

Die Zeichnungsfrist habe am 20. September begonnen. Die Nachricht sei gut für die Aktien von Volkswagen (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) und Porsche SE (ISIN: DE000PAH0038, WKN: PAH003, Ticker-Symbol: PAH3, NASDAQ OTC-Symbol: POAHF) gewesen. Volkswagen rechne mit einem Erlös von mehr als 19 Milliarden Euro aus dem Börsengang und dem Verkauf der Stammaktien.

Ein paar bemerkenswerte Nachrichten sollten hervorgehoben werden:

- Die Porsche SE (PAH3.DE) und die Porsche AG, die von dem Börsengang betroffen sei, seien nicht dasselbe Unternehmen. Die Porsche SE sei bereits ein börsennotiertes Unternehmen, das von den Familien Porsche und Piëch kontrolliert werde und der größte Aktionär von Volkswagen sei. Die Porsche AG sei ein zum Volkswagen-Konzern gehörender Sportwagenhersteller, dessen Aktien von dem Börsengang betroffen seien.

- Der Börsengang umfasse 25% stimmrechtslose Vorzugsaktien. Die Hälfte dieses Pools werde von der Porsche SE mit einem Aufschlag von 7,5% auf den IPO-Preis erworben. Die verbleibenden 12,5% der Vorzugsaktien würden den Anlegern angeboten.

- Die Zeichnung der Aktien habe am Dienstag, den 20. September begonnen.

- Die Vorzugsaktien des Herstellers sollten den Anlegern in einer Preisspanne von 76,50 Euro bis 82,50 Euro angeboten werden.

- Die Stammaktien würden nicht börsennotiert und würden in den Händen von Volkswagen verbleiben, das damit auch nach dem Börsengang der Porsche AG Mehrheitsaktionär des Unternehmens bleiben werde.

- Wie Bloomberg berichte, erwarte der Volkswagen-Konzern (VW.DE), dass die Bewertung des Unternehmens 75 Milliarden Euro erreichen werde, was fast 80% der Bewertung von Volkswagen entsprechen würde.

- Die Stammaktien würden stimmberechtigt sein, während die Vorzugsaktien stumm (ohne Stimmrecht) bleiben würden. Das bedeute, dass diejenigen, die nach dem Börsengang investieren würden, zwar Aktien der Porsche AG halten würden, aber kein Mitspracherecht bei der Führung des Unternehmens haben würden.

- Die Porsche AG werde sowohl von Volkswagen als auch von der Porsche SE maßgeblich kontrolliert werden, und ihr Streubesitz werde nur einen Bruchteil aller Aktien umfassen und keine Stimmrechte bieten. Dies werde es jedem Investor erschweren, eine bedeutende Beteiligung am Unternehmen aufzubauen oder auf Veränderungen zu drängen. Dies wiederum könne das Risiko von Schwankungen durch spekulative Bewegungen von Kleinanlegern verringern.

Warum habe Volkswagen beschlossen, Porsche an die Börse zu bringen?

Obwohl Volkswagen in der ganzen Welt bekannt sei, bestehe das Unternehmen aus einer Reihe von Marken, die von Billigautos wie Skoda bis zu Premiummarken wie Lamborghini, Ducati, Audi und Bentley reichen würden. Unter diesen Marken sei die Porsche AG eine der erfolgreichsten, die sich auf Qualität konzentriere und das obere Ende des Marktes bediene. Obwohl Porsche nur 3,5% aller Auslieferungen von Volkswagen im Jahr 2021 ausgemacht habe, habe die Marke 12% des Gesamtumsatzes und 26% des Betriebsergebnisses des Unternehmens erwirtschaftet.

Wie viel sei die Porsche AG wert?

Kurz nachdem Volkswagen seine Pläne für einen Börsengang bekannt gegeben habe, habe die Bewertung der Porsche AG bei rund 90 Milliarden Euro gelegen. Heute sei der Wert auf etwa 65 bis 85 Milliarden Euro gesunken, da sich die Marktbedingungen deutlich verändert hätten. Volkswagen selbst strebe eine Bewertung im Bereich von 70,1 bis 75,1 Milliarden Euro an. Das ändere nichts an der Tatsache, dass dies immer noch einer der größten Werte in der deutschen Geschichte sein werde. Wie sei die Bewertung der Porsche AG im Vergleich zu ihren Konkurrenten?

Selbst wenn man das obere Ende der Schätzungen für die Bewertung annehme, wäre die Bewertung von Porsche immer noch niedriger als die des Luxusautoherstellers Ferrari gemäß den Benchmarks.

Eine Bewertung von Porsche im Bereich von 65 bis 85 Milliarden Euro würde einem für 2023 prognostizierten EV/EBITDA-Verhältnis von 8,5 bis 11,3 und einem KGV von 12,6 bis 16,5 entsprechen, so eine Person, die mit der Abwicklung des IPO-Prozesses befasst sei.

Im Vergleich dazu werde Mercedes mit einem prognostizierten EV/EBITDA-Verhältnis für 2023 von 1,46, BMW mit 6,26 und Ferrari mit 18,13 bewertet.

In ähnlicher Weise liege das prognostizierte KGV für 2023 für Mercedes bei 4,80, für BMW bei 4,96 und für Ferrari bei 32,27.

Volkswagen wolle 49% des gesamten Bruttoerlöses aus dem Börsengang in Form einer Sonderdividende an die Aktionäre ausschütten und den Rest für Investitionen in das Unternehmen und die Umsetzung einer neuen Strategie verwenden.

Laut HSBC könnte eine Bewertung von 70-75 Milliarden Euro exorbitant sein (dies entspräche fast 80% der Bewertung von Volkswagen als Ganzes). Analysten zufolge sei ein Wert zwischen 44,5 und 56,9 Milliarden Euro plausibler.

Wie stehe es um die Finanzen von Porsche?

Das Unternehmen habe seinen Umsatz und Gewinn in mindestens drei aufeinander folgenden Jahren gesteigert und im Jahr 2021 mehr als 30 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 5 Milliarden Euro Betriebsgewinn (EBIT) erwirtschaftet. Das Unternehmen verzeichne ein stetiges Umsatzwachstum mit einer steigenden operativen Marge, die auch deutlich über der von den Wettbewerbern liege.

Absatz der einzelnen Porsche-Modelle

Die Porsche AG verfüge derzeit über sechs Kernmodelle. Dazu würden die Sportwagen 718 und 911, der Elektrosportwagen Taycan, die Luxuslimousine Panamera sowie die Geländewagen Macan und Cayenne gehören.

Das Unternehmen verzeichne ein stetiges Produktionswachstum. Im Jahr 2021 habe Porsche mehr als 300.000 Fahrzeuge ausgeliefert, ein neuer Rekord für das Unternehmen, nachdem die Produktion in den letzten Jahren stetig gestiegen sei.

Zusammenfassung

Die Bewertung der Porsche AG erscheine im Vergleich zu ihren Wettbewerbern attraktiv, insbesondere im Vergleich zu Ferrari. Das Unternehmen habe seinen Umsatz und seine operative Gewinnmarge im Vergleich zum Vorjahr steigern können, was angesichts des schwierigen Marktumfelds keine geringe Leistung sei. Ein potenzieller Risikofaktor könnte die Bewertung sein, die mit fast 80% der Bewertung von Volkswagen als Ganzes überhöht erscheine. Das Premium-Sportwagensegment, in dem die Porsche AG gut etabliert sei, scheine relativ immun gegen die Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs und der steigenden Inflation zu sein, sodass die Aktien des Unternehmens langfristig ein Aufwärtspotenzial haben könnten. Sie würden am Tag des Börsengangs im Rahmen des XTB-Angebots erhältlich sein.

Börsenplätze Porsche-Vorzugsaktie:

Tradegate-Aktienkurs Porsche-Vorzugsaktie:
70,10 EUR -0,09% (27.09.2022, 14:54)

XETRA-Aktienkurs Porsche-Vorzugsaktie:
70,18 EUR +0,31% (27.09.2022, 14:40)

ISIN Porsche-Vorzugsaktie:
DE000PAH0038

WKN Porsche-Vorzugsaktie:
PAH003

Ticker-Symbol Porsche-Vorzugsaktie:
PAH3

NASDAQ OTC-Symbol Porsche-Vorzugsaktie:
POAHF

Kurzprofil Porsche Automobil Holding SE:

Die Porsche Automobil Holding SE ("Porsche SE") (ISIN: DE000PAH0038, WKN: PAH003, Ticker-Symbol: PAH3, NASDAQ OTC-Symbol: POAHF) ist eine börsennotierte Holdinggesellschaft. Sie hält insbesondere die Mehrheit der Stammaktien am Volkswagen Konzern, einem der weltweit führenden Automobilhersteller. Der Volkswagen Konzern besteht aus zwölf Marken aus sieben europäischen Staaten: Volkswagen Pkw, Audi, SEAT, ŠKODA, Bentley, Bugatti, Lamborghini, Porsche, Ducati, Volkswagen Nutzfahrzeuge, Scania und MAN.

Neben diesem Kerninvestment plant die Porsche SE, weitere strategische Beteiligungen entlang der automobilen Wertschöpfungskette zu erwerben. Diese umfasst die gesamte Bandbreite von Basistechnologien zur Unterstützung des Entwicklungs- und Produktionsprozesses bis hin zu fahrzeug- und mobilitätsbezogenen Dienstleistungen. (27.09.2022/ac/a/d)





 
Werte im Artikel
135,22 minus
-1,04%
58,04 minus
-1,09%
19:25 , Aktiennews
Porsche Automobil Holding Aktie: So dürfte es jet [...]
Der Kurs der Aktie Porsche Automobil steht am 25.11.2022, 10:00 Uhr an der heimatlichen Börse Xetra bei 58.47 EUR. ...
19:01 , Aktiennews
Porsche Automobil Aktie: Aufschrei, garantiert!
Der Kurs der Aktie Porsche Automobil steht am 25.11.2022, 10:00 Uhr an der heimatlichen Börse Xetra bei 58.47 EUR. ...
11:21 , Aktiennews
Porsche Automobil Holding Aktie: Anleger aufgepas [...]
Der Kurs der Aktie Porsche Automobil steht am 25.11.2022, 10:00 Uhr an der heimatlichen Börse Xetra bei 58.47 EUR. ...