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Fr, 2. Dezember 2022, 21:07 Uhr

Profitieren vom kräftigen Aufschwung - Aktienquote erhöht


26.05.21 13:33
Merck Finck

München (www.aktiencheck.de) - Die Geschichte lehrt uns, dass sich nach Kriegen oder Pandemien die Wirtschaft stark erholt, so Robin Beugels, Head of Investment Management bei Merck Finck a Quintet Private Bank.

Genau das würden wir im Moment erleben. Dabei folge der globale Aufschwung dem Muster der Pandemie: An der Spitze der Erholung stünden die USA, dicht gefolgt von Großbritannien, und auch in der EU kämen wir allmählich aus dem Krisenmodus heraus. Die aufgestaute Verbrauchernachfrage komme - angekurbelt durch die Konjunkturprogramme - stärker als erwartet zum Tragen. Deshalb haben die Merck Finck ihre Wachstumsprognosen erneut angehoben.

Das sei nur einer der Gründe, warum die Merck Finck Aktien weiterhin für attraktiver halte als Anleihen. Ihr Engagement in globalen Aktien habe sie in allen Portfolios erhöht, wobei sie - dem Erholungszyklus folgend –- derzeit US-amerikanische Titel und britische Small Caps übergewichte.

Ein anderer Grund, warum die Merck Finck die langfristigen Aussichten für die Aktienmärkte optimistisch einschätze, sei die Profitabilität der Unternehmen. Sie rechtfertige auch die teils hohen Bewertungen. Für das erste Quartal hätten fast alle Unternehmen höhere Gewinne vermeldet als die Analysten erwartet hätten. Die Märkte hätten in den zyklischeren Sektoren - vor allem im Finanzsektor - positiv reagiert, aber die starken Ergebnisse im Technologiesektor seien nicht honoriert worden. Dies sei ein Zeichen dafür, dass der Markt vorerst im Rotationsmodus bleibe, da er sich von der Bewertung der Covid-Gewinner auf die Erholung der Covid-Verlierer verlagere.

Ihre Prognosen für die US-Inflation habe die Merck Finck leicht erhöht. Den drastischen Preisschub - ausgelöst durch Versorgungsengpässe bei gleichzeitig wieder anziehender Nachfrage – halten wir allerdings für vorübergehend. Insbesondere sehen wir keine Anzeichen dafür, dass die Löhne in die Höhe schnellen werden, was typischerweise mit einer längeren Phase höherer Inflation einhergeht. Deshalb gehen wir weiterhin davon aus, dass die Inflation im Laufe des Jahres wieder in Richtung des Zielwerts der US-Notenbank sinken wird.

Die FED werde also vermutlich die Zinsen für mindestens ein paar Jahre nicht anheben. Sie könnte jedoch ankündigen, dass sie ihr Programm zum Ankauf von Vermögenswerten auslaufen lassen werde - ein Prozess, der wahrscheinlich im Jahr 2022 beginnen werde. Die Merck Finck prognostiziere einen leichten Anstieg der Anleiherenditen, angeführt von den USA, eine leichte Versteilerung der Kurven sowie eine Aufwertung des US-Dollars und des britischen Pfunds gegenüber dem Euro.

Dementsprechend bleibe die Merck Finck in Anleihemärkten mit niedrigeren Renditen, wie EUR-Staatsanleihen, UK-Gilts und USD-Investment-Grade-Anleihen untergewichtet. Übergewichtet habe die Merck Finck hingegen höherrentierliche Anleihen, mit einer Präferenz für den asiatischen High-Yield-Sektor, und Schwellenländer-Staatsanleihen in harter Währung. (26.05.2021/ac/a/m)




 
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