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Mo, 28. November 2022, 19:08 Uhr

Raiffeisen Bank

WKN: A0D9SU / ISIN: AT0000606306

Raiffeisen Bank International: Ausblick für 2022 nach Q2 nach oben revidiert - Aktienanalyse


13.09.22 10:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Raiffeisen Bank International-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Bernd Maurer und Jovan Sikimic, Analysten der Raiffeisen Bank International AG, nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Raiffeisen Bank International (RBI) (ISIN: AT0000606306, WKN: A0D9SU, Ticker-Symbol: RAW, Wien: RBI, Nasdaq OTC-Symbol: RAIFF) unter die Lupe.

Der konsolidierte Nettogewinn von EUR 1.270 Mio. habe 49% über den Konsenserwartungen gelegen, was hauptsächlich auf ein deutlich besseres Nettozinsergebnis (Zinserhöhungen in CE und SEE, Aufwertung des RUB), höhere Provisionserträge (anhaltend starke Kundenaktivität und das Devisengeschäft in Russland) und etwas niedrigere Risikokosten (76 Basispunkte) zurückzuführen sei. Der positive Einmaleffekt aus dem Verkauf der Tochtergesellschaft in Bulgarien in Höhe von EUR 435 Mio. sei bereits im Vorfeld angekündigt worden.

Die Quote für das harte Kernkapital (CET1) habe sich im Quartalsvergleich um 116 Basispunkte auf 13,4% erhöht, nachdem der Gewinn aus dem Verkauf der Bulgarien-Tochter (+75 Basispunkte), die Gewinne des ersten Halbjahres (+53 Basispunkte, o/w -30 Basispunkte obligatorische Dividendenabgrenzungen) und der Währungseffekt (+19 Basispunkte) berücksichtigt worden seien. Die Bank weise darauf hin, dass die CET 1-Quote selbst im Fall einer Dekonsolidierung Russlands (mit -5 Basispunkten) über 13% bleiben würde.

NPE-Quote (non-performing exposure für notleidende Kredite) sei stabil bei 1,6% bei einer NPE-Abdeckungsquote von 60,7% geblieben. Das Preis/Buchwertverhältnis (0,3x) liege deutlich unter dem Zehn-Jahresdurchschnitt (0,6x).

Der Ausblick für 2022 sei nach oben revidiert worden: 1) Stabile Kreditvolumina in H2 22 mit selektivem Wachstum in den Kernmärkten CE und SEE. 2) Das Nettozinsergebnis werde bei EUR 4,3 bis 4,7 Mrd. und das Provisionsergebnis bei mindestens EUR 2,7 Mrd. erwartet; ohne RU/UA dürften beide um rund 20% bzw. 10% ggü. dem Vorjahr wachsen. 3) Die Risikokosten würden "bis zu 100 Basispunkten" betragen. 4) Die operativen Kosten würden in einer Spanne von EUR 3,3 bis 3,5 Mrd. inkl. Integrationskosten erwartet, während die Cost/Income-Ratio bei ca. 45% gesehen werde. 5) Die Eigenkapitalrentabilität (ROE) werde bei 15% erwartet, gegenüber einer vorherigen Spanne von 8 bis 10% und 6) die CET1- Quote sollte über dem Zielwert von 13% liegen.

Wegen aktueller Unsicherheiten seien mittelfristige ROE- und Ausschüttungsziele ausgesetzt worden.

Die Entscheidung für die Gewinnverteilung aus dem Geschäftsjahr 2022 sollte gegen Ende 2022 fallen.

Das Engagement in den gasversorgungsgefährdeten Branchen belaufe sich auf EUR 15,1 Mrd. und in einem Gasversorgungsschock-Szenario (Preis bei EUR 250 /MWh) würde der potenzielle RWA-Anstieg, laut Unternehmensangaben, EUR 2,7 Mrd. betragen. Nach den Q2-Zahlen habe das Management darauf hingewiesen, dass zusätzliche Risikokosten aus diesem Szenario durch die aktuelle Risikokostenprognose abgedeckt würden (EUR 234 Mio. seien bereits an Reserven/Overlays für Energie- und Inflationsrisiken vorhanden).

In Russland sei ein Nettogewinn von EUR 534 Mio. erzielt worden, deutlich mehr als in Q1/22 (EUR 96 Mio.), was hauptsächlich auf die starke Aufwertung des RUB zurückzuführen gewesen sei. In Bezug auf Russland und das Cross-border Geschäft habe die RBI den signifikanten Anstieg der risikogewichteten Aktiva (RWA) von EUR 19,8 Mrd. in Q1 auf EUR 27,1 Mrd. bekannt gegeben, wovon der Löwenanteil auf Währungseffekte (EUR 7,3 Mrd.) zurückzuführen sei. Das bereinigte Kreditvolumen sei jedoch um 22% ggü. dem Vorquartal zurückgegangen, was den angedeuteten "De-risking" Modus wiederspiegle. Die RBI habe bestätigt, dass sie alle strategischen Optionen für die Zukunft der Raiffeisenbank in Russland prüfe (u.a. Ausstieg, Verkauf, Verzicht auf Kontrolle).

In der Ukraine habe die RBI einen niedrigeren Nettoverlust von EUR 28 Mio. gegenüber EUR 41 Mio. in Q1 verzeichnet. Steigende Rückstellungen für in Polen begebene CHF Hypothekarkredite (EUR 138 Mio. im H1), die sich mittlerweile auf rund 25% des aktiven Kreditvolumens belaufen würden (RBI liege unter dem Durchschnitt der meistbetroffenen PL Banken. die bei über 30% lägen).

In Tschechien werde zurzeit eine Einführung einer 40 bis 60%-igen Übergewinnsteuer für die Jahre 2022-24 (zusätzlich erwirtschafteter Gewinn über dem gleitenden Fünf-Jahresdurchschnitt) diskutiert.

Auf Basis derzeitiger Konsensschätzungen (Quelle: Bloomberg) sei die Aktie mit einem KGV von 3,1x für 2022e bzw. 4,6x für 2023e und einem Kurs/Buchwertverhältnis von 0,3x für 2022e bewertet. Diese Zahlen seien allerdings im Kontext der Ungewissheit über die weitere Entwicklung der Geschäftstätigkeit in Russland zu sehen. Die erwartete Dividende für das Geschäftsjahr 2022 entspreche bei aktuellem Kurs einer Rendite von 2,6%. Von 18 Analysten hätten gemäß Bloomberg derzeit sieben die Aktie mit "Kauf/Übergewichten", fünf mit "Halten" und sechs mit "Verkauf/Untergewichten" eingestuft. Das durchschnittliche Kursziel liege aktuell bei EUR 15,60. (Analyse vom 13.09.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity.

Börsenplätze Raiffeisen Bank International-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Raiffeisen Bank International-Aktie:
13,36 EUR +0,68% (13.09.2022, 10:15)

Wiener Börse Aktienkurs Raiffeisen Bank International-Aktie:
13,30 EUR -0,15% (13.09.2022, 10:28)

ISIN Raiffeisen Bank International-Aktie:
AT0000606306

WKN Raiffeisen Bank International-Aktie:
A0D9SU

Ticker-Symbol Raiffeisen Bank International-Aktie:
RAW

Wien Ticker-Symbol Raiffeisen Bank International-Aktie:
RBI

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Raiffeisen Bank International-Aktie:
RAIFF

Kurzprofil Raiffeisen Bank International AG:

Die Raiffeisen Bank International AG (RBI) (ISIN: AT0000606306, WKN: A0D9SU, Ticker-Symbol: RAW, Wien: RBI, Nasdaq OTC-Symbol: RAIFF) betrachtet Österreich, wo sie eine führende Kommerz- und Investmentbank ist, sowie Zentral- und Osteuropa (CEE) als ihren Heimatmarkt.13 Märkte der Region werden durch Tochterbanken abgedeckt.

Darüber hinaus umfasst die Gruppe zahlreiche weitere Finanzdienstleister, etwa in den Bereichen Leasing, Asset Management sowie M&A. Zur Unterstützung ihrer Geschäftsaktivitäten unterhält die RBI an ausgewählten Standorten in Asien und Westeuropa Repräsentanzen und Serviceniederlassungen.

Rund 45.000 Mitarbeiter betreuen 17,2 Millionen Kunden in rund 1.900 Geschäftsstellen, den weitaus größten Teil davon in CEE. Die Aktien der RBI notieren seit 2005 an der Wiener Börse. Die RBI ist mit einer Bilanzsumme von EUR 166 Milliarden (per 31. Dezember 2020) die zweitgrößte Bank Österreichs.

Die österreichischen Raiffeisenlandesbanken halten rund 58,8 Prozent der Aktien, der Rest von rund 41,2 Prozent befindet sich im Streubesitz. (13.09.2022/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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