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So, 2. Oktober 2022, 19:17 Uhr

Rezession in Deutschland kaum noch zu verhindern


29.07.22 10:55
Merck Finck

München (www.aktiencheck.de) - Trotz des auch im Juni anhaltend guten Arbeitsmarktes steuert die deutsche Wirtschaft schweren Zeiten entgegen: "Die Gas-Krise treibt Deutschland wahrscheinlich in die Rezession", so Robert Greil, Chefstratege von Merck Finck a Quintet Private Bank.

Die direkten und indirekten Auswirkungen der Russland-Krise von höheren Energiepreisen bis zu den umfangreichen Einsparungen würden erst einmal den Abschwung noch verstärkende Inflationsgefahren bergen, bevor sich wahrscheinlich gegen Jahresende die desinflationären Effekte vermehrt durchsetzen würden. Greil rechne daher "vor allem für den Winter mit einem spürbaren Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung."

Kommende Woche dürften in der ersten Hälfte sowohl die finalen Einkaufsmanagerindices für Juli als auch möglicherweise die Einzelhandelsumsätze, allerdings noch für Juni, Abschwächungstendenzen zeigen. Das gelte für das wahrscheinlich den zweiten Monat in Folge deutsche Handelsbilanzdefizit für Juni und möglicherweise auch für die Auftrags- als Produktionszahlen der Industrie in der zweiten Wochenhälfte.

Während für den Euroraum die Einzelhandelsumsätze am Mittwoch publiziert würden, stünden in den USA am Montag und Mittwoch die Einkaufsmanagerberichte des Institute for Supply Management ("ISM") im Fokus. Das eigentliche US-Daten-Highlight warte nach den Auftragseingängen bei der Industrie (Mittwoch) dann am Freitag: der amerikanische Arbeitsmarktbericht für Juli. Und in China werde ab übermorgen mit Spannung eine Serie der Einkaufsmanagerindices für Juli (bis Mittwoch) erwartet. (29.07.2022/ac/a/m)