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Rohöl: OPEC+ ringt sich zu Kompromiss durch


01.12.23 14:20
Helaba

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Saudi-Arabien drängt die Gruppe der Erdölexporteure zu geringerer Ölförderung, so die Analysten der Helaba.

USA 2023 vermutlich mit Rekordjahr bei Erdölexporten; Produktion übersteige das Vorpandemie-Hoch.

Die Rohölnotierungen seien in den letzten Wochen per saldo gesunken, nachdem infolge des Krieges im Gaza-Streifen zunächst ein kurzzeitiger Anstieg der Risikoprämie zu höheren Notierungen geführt habe. Letztlich sei es aber nicht zu einer Ausweitung des Konfliktes gekommen und so seien wichtige Erdölförderländer wie Saudi-Arabien oder der Iran offiziell nicht aktiv in das Kampfgeschehen involviert. Auch die "Öl-Waffe" als geopolitisches Druckmittel sei bisher nicht zum Einsatz gekommen. In der Konsequenz seien die Rohölpreise zurückgefallen, was wiederum innerhalb der OPEC+ für Unmut sorge.

Insbesondere Saudi-Arabien, das mit seiner immer wieder verlängerten, freiwilligen Fördermengenbegrenzung (1 Mio. Barrel/Tag unter der OPEC-Quote) versucht habe, den Ölpreis hochzuhalten, habe sich verärgert gezeigt und auf weitere Kürzungen gedrängt. Dagegen hätten sich andere OPEC-Staaten eher zurückhaltend oder ablehnend gezeigt. Die bereits für das letzte Wochenende geplante Zusammenkunft der OPEC+ sei daher auf diesen Donnerstag verschoben worden. Bei dem virtuellen Treffen habe sich Saudi-Arabien dann nur insofern durchgesetzt, dass ab Januar weitere freiwillige Förderkürzungen im Volumen von 900 Tsd. Barrel/Tag umgesetzt werden sollten. Saudi-Arabien verlängere seine Kürzung bis ins erste Quartal.

Nach dem OPEC+-Beschluss hätten die Ölpreise das im Wochenverlauf erreichte Niveau nicht halten können und seien unter Druck gekommen. Die "Freiwilligkeit" der beschlossenen Maßnahme zeige die Uneinigkeit des Kartells. Zudem bestünden Zweifel an der Macht des Kartells angesichts der aktuell schwachen konjunkturellen Entwicklung in Europa und der US-amerikanischen Rekordzahlen bei Ölförderung und -export. Die Analysten der Helaba würden zunächst an ihrer Prognose festhalten, dass die Ölnotierungen im Trend der kommenden Quartale mit einer wieder verbesserten wirtschaftlichen Perspektive leicht steigen würden. Ende 2024 sollte der Brent-Preis bei 91 US-Dollar pro Fass liegen. (01.12.2023/ac/a/m)




 
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