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Fr, 27. Januar 2023, 10:12 Uhr

Rohstoffmarkt: Bewegung im Minensektor


03.07.18 16:50
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Der Rohstoffsektor erlebte im Juni einen durchwachsenen Monat und sendete widersprüchliche Signale, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Gold habe den Monat mit einem Minus von 3 Prozent bei 1.237 US-Dollar pro Feinunze beendet, was ein neues Jahrestief bedeute. Silber habe in einem bis dahin positiven Monat in den letzten zehn Tagen einige Rücksetzer hinnehmen müssen. Am Ende habe das weiße Metall bei 16,11 USD pro Feinunze geschlossen, was einem Minus von 1,8 Prozent entspreche. "Lange sah es im Juni für Gold und Silber nach einem Ausbruch nach oben aus. Die zweite Monatshälfte hat diese Entwicklung aber wieder zunichte gemacht", sage Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

Platin und Palladium hätten auch im Juni an ihren mittelfristigen Abwärtstrend angeknüpft. Platin habe auf Monatssicht 5,5 Prozent verloren und bei 852 USD knapp über einem neuen Jahrestief geschlossen. Palladium habe den Juni bei 955 USD beendet - ein Minus von 4,3 Prozent. Es bleibe damit aber von seinem Jahrestiefstständen um 900 USD noch ein Stück weit entfernt. "Die Volatilität bei Palladium bleibt etwas höher als bei Platin. Insgesamt sehen wir aber wenig neue Impulse bei den Industriemetallen", sage Siegel.

Die Aktien der Minengesellschaften hätten im Vergleich zu den Edelmetallen im Juni weniger stark nach unten tendiert. "Es wird bei fallenden Preisen weniger wahrgenommen, aber die Aktien der Minengesellschaften bauen eine relative Stärke zu den physischen Edelmetallpreisen auf. Das ist ein positives Zeichen für die weitere Entwicklung", sage Siegel. Zudem seien im vergangenen Monat drei wichtige Übernahmeangebote zu beobachten gewesen. Die nordamerikanische Arizona Mining, die ein Zink- und Silberprojekt entwickle, solle für rund 1,9 Milliarden Kanadische Dollar (CAD) von South 32 Ltd. übernommen werden. Hinzugekommen seien Angebote für das kanadische Dalradian Ressources von Orion Mine Finance im Volumen von etwa 500 Millionen CAD sowie von Fortescue Metals für Atlas Iron im Volumen von etwa 300 Millionen USD. "Der Umfang dieser Übernahmeangebote verdeutlicht, dass wieder mehr Bewegung in den Markt kommt", sage Siegel.

Die Basismetalle hätten zu Monatsende alle im negativen Bereich notiert. Zink (-7,6 Prozent), Kupfer (-5 Prozent), Blei (-3,8 Prozent) und Nickel (-3,9 Prozent) habe Verluste hinnehmen müssen. Auch das jüngst so starke Aluminium (-7,8 Prozent) habe im Minus geschlossen. "Grundsätzlich bleibt die Korrelation zwischen dem energieintensiven Aluminium und dem Ölpreis erhalten. Es ist gut möglich, dass das Metall wieder zum kletternden Ölpreis aufholt", sage Siegel.

Brent-Öl habe erneut einen starken Monat erlebt und nähere sich der Marke von 80 US-Dollar pro Barrel. Auf Monatssicht habe das schwarze Gold um 5,5 Prozent zugelegt und bei 79,44 USD notiert. "Während von den Metallen eher negative Signale ausgehen, was die Weltkonjunktur angeht, deutet die Ölpreisentwicklung auf das Gegenteil hin. Anleger sollten aufmerksam verfolgen, in welche Richtung das Pendel in den kommenden Wochen schwingt", sage Siegel abschließend. (Ausgabe vom 02.07.2018) (03.07.2018/ac/a/m)




 
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