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Di, 5. März 2024, 4:39 Uhr

Rosenbauer

WKN: 892502 / ISIN: AT0000922554

Rosenbauer: Schwächere Bilanz trübt verbesserte Ertragslage - Aktienanalyse


14.11.23 12:05
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Rosenbauer-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Markus Remis, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der Rosenbauer International AG (ISIN: AT0000922554, WKN: 892502, Ticker-Symbol: ROI, Wiener Börse-Symbol: ROS) unter die Lupe.

Rosenbauer habe sehr solide, weitgehend im Rahmen der Erwartungen liegende Q3-Ergebnisse präsentiert.

Im 3. Quartal habe sich das Umsatzwachstum aufgrund positiver Preiseffekte auf 15% (Q1-3 +10%) beschleunigt und zu einem Umsatz von EUR 239 Mio. geführt. Dies habe der Analystenerwartung von EUR 245 Mio. entsprochen. EBITDA und EBIT hätten mit EUR 18 Mio. bzw. EUR 10,4 Mio. um rund EUR 1,5 Mio. über den Analystenprognosen gelegen, während das Ergebnis vor Steuern mit EUR 1,8 Mio. exakt der Analystenschätzung entsprochen habe. Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr sei auf die höhere Produktivität (bessere Fahrgestellversorgung) und die Kostensenkungsinitiativen des Managements zurückzuführen.

Der operative Cashflow habe sich in Q1-3 auf EUR -152 Mio. belaufen, was einen negativen CF von etwa EUR -16 Mio. in Q3 impliziere. Die Nettoverschuldung sei daher auf EUR 484 Mio. (Verschuldungsgrad 282%) gestiegen, verglichen mit EUR 466 Mio. (Verschuldungsgrad 264%) in Q2 und EUR 320 Mio. (Verschuldungsgrad 172%) um Jahresende 22. Rosenbauer habe einen weiteren Anstieg des Working Capital-Bedarfs gemeldet, der durch den Anstieg der Vorräte getrieben worden sei. Infolgedessen sei die Eigenkapitalquote auf 14,3% von 15,8% im 3. Quartal und EUR 19,1% zum Jahresende 2022 gesunken.

Wie am 12. September angekündigt, prüfe das Unternehmen die Emission einer Hybridanleihe, um die Eigenkapitalbasis zu verbessern und weiteres Wachstum in den USA zu finanzieren. Der Analyst erinnere daran, dass die Financial Covenants, die im letzten Jahr ausgesetzt worden seien und zum Jahresende 2023 wieder erfüllt werden müssten (einen Schwellenwert von 20% für die Eigenkapitalquote und einen Faktor von 6x bei Nettoverschuldung/EBITDA bzw. 5x in den Folgejahren) vorsähen.

Beim Auftragsbestand habe Rosenbauer erneut eine überzeugende Entwicklung verzeichnet. Der Auftragseingang in Q3 von EUR 362 Mio. (Q3 22 mit dem niedrigsten Wert des Vorjahres) impliziere einen Auftragseingang in Q1-3 von fast EUR 1,03 Mrd., was einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,45x entspreche. Der Analyst gehe davon aus, das Preiserhöhungen der Haupttreiber gewesen seien. Der Auftragsbestand per Quartalsende habe bei EUR 1,76 Mrd. gelegen.

Das Umsatzziel von EUR 1,1 Mrd. kombiniert mit einer angestrebten EBIT-Marge von rund 3,5% impliziere ein EBIT rund um EUR 40 Mio. im GJ 23. Für Q4 erfordere dies einen Umsatz von ca. EUR 400 Mio. bzw. +20% im Vergleich zum Vorjahr. Dies würde ein Q4 EBIT von ca. EUR 27-28 Mio. bedeuten. Dies erscheine zwar im Jahresvergleich beträchtlich, aber weniger, wenn man weiter zurückblicke und berücksichtige, dass sich weitere Kostensenkungsmaßnahmen sowie höherpreisige Aufträge positiv auswirken sollten.

Zusammenfassend ist Markus Remis, Analyst der Raiffeisen Bank International AG, der Meinung, dass das dritte Quartal seine Annahme unterstreicht, dass sich die Talsohle in puncto Ertragskraft dieses Jahr hinter sich gelassen wird. Gleichzeitig trübe jedoch die weitere Verschlechterung der Bilanz- und Verschuldungskennzahlen das Gesamtbild. (Analyse vom 14.11.2023)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.

6. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person hat mit dem Emittenten eine Vereinbarung über die Erstellung von Anlageempfehlungen geschlossen.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Rosenbauer-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Rosenbauer-Aktie:
30,30 EUR +0,33% (14.11.2023, 08:40)

Wiener Börse-Aktienkurs Rosenbauer-Aktie:
30,50 EUR +1,33% (14.11.2023, 11:13)

ISIN Rosenbauer-Aktie:
AT0000922554

WKN Rosenbauer-Aktie:
892502

Ticker-Symbol Rosenbauer-Aktie:
ROI

Wiener Börse-Symbol Rosenbauer-Aktie:
ROS

Kurzprofil Rosenbauer International AG:

Rosenbauer (ISIN: AT0000922554, WKN: 892502, Ticker-Symbol: ROI, Wiener Börse-Symbol: ROS) ist ein international tätiger Konzern und verlässlicher Partner der Feuerwehren auf der ganzen Welt. Das Unternehmen entwickelt und produziert Fahrzeuge, Löschtechnik, Ausrüstung und digitale Lösungen für Berufs-, Betriebs-, Werk- und freiwillige Feuerwehren sowie Anlagen für den vorbeugenden Brandschutz. Produkte aus europäischer, US-amerikanischer und asiatischer Fertigung decken alle wichtigen Normenwelten ab. Mit einem Umsatz von 975,1 Mio. Euro, rund 4.100 Mitarbeitern (Stand: 31. Dezember 2021) und einem Vertriebs- und Servicenetzwerk in ungefähr 120 Ländern ist der Konzern der größte Feuerwehrausstatter der Welt.

Das börsennotierte Familienunternehmen besteht in der sechsten Generation und ist seit mehr als 150 Jahren im Dienste der Feuerwehren tätig. Kundenorientierung, Innovationskraft und Zuverlässigkeit sind die zentralen Stärken von Rosenbauer. (14.11.2023/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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