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Di, 31. Januar 2023, 9:07 Uhr

Rücksetzer im Rohstoffsektor


02.03.18 11:57
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Im Februar musste der Rohstoffsektor auf breiter Front Verluste hinnehmen, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Dabei seien die Rohstoffmärkte vor allem von der US-amerikanischen Zentralbank FED beeinflusst worden. Sie hätten sowohl nach der Veröffentlichung des FED-Protokolls Mitte Februar sowie nach der Rede des neuen FED-Vorsitzenden Jerome Powell am Ende des Monats nach unten korrigiert. Dies habe ebenso den Goldpreis betroffen, der den Monat mit -2,1 Prozent bei 1.320 US-Dollar pro Feinunze abgeschlossen habe. Der kleine Bruder Silber habe seinen Negativtrend der letzten Monate fortgesetzt und den Februar mit -4,8 Prozent bei 16,41 USD beendet.

"Wir befinden uns nach wie vor in einer Seitwärtsbewegung, allerdings nimmt die Volatilität zu. Das war im vergangenen Monat an den Ausschlägen im Zusammenhang mit der FED zu beobachten. Es zeigt sich, dass Zentralbankaussagen nach wie vor Einfluss auf die Preisentwicklung bei Edelmetallen und insbesondere bei Gold ausüben", sage Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH. "Dennoch zeigt abgesehen von kurzfristigen Bewegungen der generelle Trend für Gold nach oben. Ein Umfeld aus steigenden Zinsen spricht trotz der aktuellen Rückschläge eher für Gold als für andere Vermögenswerte wie Anleihen und Aktien", sage Siegel.

Monatssieger sei Palladium gewesen, das bei 1.045 USD als einziger Rohstoff den Monat mit +0,3 Prozent positiv abgeschlossen habe. Das Industriemetall habe sich dabei von einem Rücksetzer erholen können, der es auf ein zwischenzeitliches Viermonatstief von 960 USD gedrückt habe. Platin sei zu Mitte des Monats auf 965 USD und damit auf seinen tiefsten Stand in diesem Jahr gefallen. Trotz einer anschließenden Erholungsbewegung, die in einen Monatsschlusskurs von 985 USD gemündet habe, habe Platin auf Monatssicht 3,0 Prozent verloren. "Vorübergehend hatten Palladium und Platin wieder Parität erreicht. Allerdings konnte sich Palladium hiervon im weiteren Verlauf wieder deutlich absetzen", sage Siegel.

Die Aktien der Minengesellschaften hätten sich im Februar stabil gezeigt. "Die relative Schwäche, die zum Beispiel Silber im Moment zeigt, ist bei den Minenaktien seit einigen Wochen nicht mehr zu beobachten", sage Siegel. Nichtsdestotrotz sei das spekulative Interesse im Markt weiterhin gering. "Es ist daher noch zu früh, um von einer generellen Trendwende zu sprechen", ergänze Siegel.

Die Basismetalle hätten den Februar allesamt im Minus geschlossen. Nickel (-1,6 Prozent), Kupfer (-2,6 Prozent) und Zink (-3,6 Prozent) seien zurückgegangen, Aluminium (-4,2 Prozent) habe noch stärker nachgegeben. "Aluminium ist ein sehr energieabhängiges Metall und korreliert mit den Energiepreisen. Wenn diese rückläufig sind, was angesichts der Ölpreisentwicklung in diesem Monat der Fall war, so fällt normalerweise auch der Aluminiumpreis. Das könnte eine Erklärung für den kurzfristigen Rücksetzer bei Aluminium sein", sage Siegel. Monatsverlierer sei indes Blei (-7,1 Prozent) gewesen, das mit 2.496 USD einen neuen Jahrestiefstkurs habe hinnehmen müssen.

Brent-Öl habe den Monat bei 65,78 USD pro Barrel beendet, was einem Monatsminus von 4,6 Prozent entspreche. Zwar rangiere das schwarze Gold damit weiterhin unter der psychologisch wichtigen Marke von 70 USD, liege aber auf Dreimonats- und Jahressicht nach wie vor deutlich im Plus. "Trotz Rekordproduktion in den USA zeigt sich bislang keine nachhaltige Belastung der Ölpreisentwicklung. Ob sich langfristig nicht doch eine dämpfende Wirkung einstellt, sollte aber aufmerksam verfolgt werden", sage Siegel abschließend. (Ausgabe vom 01.03.2018) (02.03.2018/ac/a/m)





 
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