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Di, 6. Dezember 2022, 3:54 Uhr

SAP

WKN: 716460 / ISIN: DE0007164600

SAP: Krieg belastet Margen, doch Cloud-Momentum weiterhin stark - Aktienanalyse


07.09.22 09:06
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - SAP-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Benedikt-Luka Antic und Sebastian Mathe, Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI), raten in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der SAP SE (ISIN: DE0007164600, WKN: 716460, Ticker-Symbol: SAP, NASDAQ OTC-Symbol: SAPGF) weiterhin zu kaufen.

Das Zahlenwerk des Q2 2022 von SAP sei durchwachsen ausgefallen. Während der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 13% (währungsbereinigt +5%) auf EUR 7,52 Mrd. (Konsens: EUR 7,32 Mrd.) angestiegen sei, habe sich das bereinigte Betriebsergebnis um 13% (währungsbereinigt -16%) auf EUR 1,68 Mrd. (Konsens: EUR 1,76 Mrd.) verschlechtert. Die operative Marge habe sich um 6,5 Prozentpunkte auf 22,4% verringert. Der Margendruck in Zusammenhang mit den aus dem Verlassen Russlands und Belarus entstehenden Kosten sei zwar vom Markt erwartet worden, allerdings in einem geringeren Ausmaß.

Die Wachstumsdynamik im Cloudgeschäft von SAP habe sich im zweiten Quartal 2022 angesichts steigender Wachstumsraten beim Current Cloud Backlog (vertraglich zugesicherte und in den kommenden zwölf Monaten zu realisierende Clouderlöse) und bei den Clouderlösen gegenüber dem Vorquartal weiter beschleunigt. Der Current Cloud Backlog sei um 34% auf EUR 10,4 Mrd. bzw. währungsbereinigt um 25% gestiegen. Der Current Cloud Backlog von SAP S/4HANA Cloud habe sich auf EUR 2,3 Mrd. verdoppelt bzw. sei währungsbereinigt um 87% angestiegen. Die gesamten Clouderlöse hätten sich um 34% auf EUR 3,1 Mrd. bzw. währungsbereinigt um 24% erhöht. Die Erlöse für SAP S/4HANA Cloud hätten sich um 84% auf EUR 472 Mio. bzw. währungsbereinigt um 72% erhöht. Die Cloud- und Softwareerlöse seien um 12% auf EUR 6,5 Mrd. beziehungsweise währungsbereinigt um 5% gestiegen.

Mehr als 650 Kunden hätten sich im abgelaufenen Quartal für SAP S/4HANA entschieden, womit sich die Kundenzahl nun auf insgesamt 20.000 beziffere. Dies entspreche einem Wachstum von 15% im Jahresvergleich.

Trotz der derzeitigen Belastungen habe SAP seine mittelfristigen Wachstumsziele bis zum Jahr 2025 bekräftigt, welche bereits im Q3 2020 verkündet worden seien. Diese würden unter anderem Cloud-Umsätze in Höhe von EUR 22 Mrd., eine Steigerung des Anteils der besser planbaren Umsätze auf rund 85% sowie ein zweistelliges Wachstum des operativen Gewinns bereits im Jahr 2023 beinhalten.

Nachdem dieses Jahr das erste Aktienrückkaufprogramm bereits am 29. April abgeschlossen worden sei (10.004.763 Aktien zum Durchschnittskurs von EUR 99,63, Gesamtsumme rund EUR 997 Mio.), habe SAP am 21. Juli bereits das Nächste in Höhe von EUR 500 Mio. angekündigt.

Der Anteil der besser planbaren Umsätze sei im Vergleich zum Vorjahresquartal um 4 Prozentpunkte auf starke 80% gestiegen.

Im Zuge des durchwachsenen Quartalsergebnisses sei der Ausblick des Konzerns teilweise nach unten revidiert worden: Während die Erwartungen für das Cloud- und Software-Geschäft unverändert geblieben seien, rechne das Management von SAP nunmehr mit einem bereinigten Betriebsergebnis in der Spanne von EUR 7,60 Mrd. bis EUR 7,90 Mrd. (zuvor: EUR 7,80 Mrd. bis EUR 8,25 Mrd.).

Das zweite Quartal 2022 sei für SAP durchwachsen ausgefallen. Einerseits habe das deutsche Softwareunternehmen einen soliden Umsatz erwirtschaftet, welcher durch eine kontinuierlich dynamische Entwicklung des Cloud-Geschäfts gestützt worden sei. Allerdings hätten sich das konzernübergreifende operative Ergebnis sowie die dazugehörige Marge aufgrund hoher Kosten in Zusammenhang mit dem Rückzug aus Russland und Belarus verschlechtert. Trotz dieses Dämpfers seien die Analysten weiterhin vom Investment-Case SAP überzeugt. Aufgrund der starken Kursrückgänge seit Jahresbeginn handle die Aktie momentan deutlich unter ihrem eigenen 10-Jahres Durchschnitt. Ausgehend davon, dass sich innerhalb der nächsten drei bis vier Quartale die Margen wieder erholen sollten, würden die Analysten damit einhergehend ebenfalls einen erneuten Bewertungsaufbau in Richtung historischem Mittel erwarten.

Benedikt-Luka Antic und Sebastian Mathe, Analysten der RBI, senken ihr Kursziel zwar auf EUR 105, bestätigen aber konsequenterweise ihre "Kauf"-Empfehlung für die SAP-Aktie. (Analyse vom 06.09.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze SAP-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs SAP-Aktie:
84,99 EUR +0,02% (07.09.2022, 08:51)

XETRA-Aktienkurs SAP-Aktie:
85,51 EUR +1,18% (06.09.2022, 17:35)

ISIN SAP-Aktie:
DE0007164600

WKN SAP-Aktie:
716460

Ticker-Symbol SAP-Aktie:
SAP

NASDAQ OTC-Symbol SAP-Aktie:
SAPGF

Kurzprofil SAP SE:

SAP (ISIN: DE0007164600, WKN: 716460, Ticker-Symbol: SAP, NASDAQ OTC-Symbol: SAPGF) entwickelt Softwarelösungen, die von kleinen, mittelständischen und großen Unternehmen genutzt werden. Mit Standardanwendungen, Branchenlösungen, Plattformen und Technologien kann jeder Geschäftsprozess abgebildet und gestaltet werden. Die Software sammelt und verarbeitet Daten auf einer einzigen Plattform, angefangen bei der Rohstoffbeschaffung über die Produktion bis hin zur Kundenzufriedenheit.

Die SAP-Lösungen können vor Ort am Benutzerstandort installiert werden oder der Zugriff erfolgt über die Cloud. Sie unterstützten Unternehmen dabei, die gesamte Wertschöpfungskette zu analysieren und effizient zu gestalten. Mit SAP-Lösungen können auch Prognosen erstellt werden, beispielsweise darüber, wann eine Maschine repariert werden muss oder wie sich der Umsatz im nächsten Halbjahr entwickeln wird.

Zudem hilft SAP Kunden, operative Daten und Experience-Daten, wie Kauferlebnis und Kundenfeedback, miteinander zu verknüpfen. Dadurch können Unternehmen ihre Kunden besser verstehen und auf ihre Anliegen reagieren. (07.09.2022/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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