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Netflix

WKN: 552484 / ISIN: US64110L1061

Sind Memecoins der Beweis, dass Kryptowährungen reguliert werden sollten?


05.11.21 13:05
LYNX Broker

Berlin (www.aktiencheck.de) - Für Netflix (ISIN: US64110L1061, WKN 552484, Ticker-Symbol: NFC, NASDAQ-Symbol: NFLX) ist die Serie Squid Game einer der größten Erfolge dieses Jahres, so die Experten vom Online-Broker LYNX im aktuellen Marktkommentar.

Für Anleger, die auf das gleichnamige Token gesetzt hätten, sei $SQUID hingegen zu einem Desaster geworden. Dabei handle es sich um eine sogenannte Play-to-Earn-Kryptowährung, das heiße, die Investoren würden Coins kaufen, um auf einer zugehörigen Plattform verschiedene Spiele spielen zu können. Nach dem Launch der Kryptowährung am 27. Oktober seien zahlreiche Investoren auf den Zug aufgesprungen und hätten ihr Geld in $SQUID gesteckt. In der Folge seien die Kurse auf bis zu 2.856 US-Dollar gestiegen - nur um direkt danach um mehr als 99 Prozent abzustürzen. Der Grund für diesen rasanten Sinkflug: Es habe sich bei $SQUID ganz offensichtlich um einen Betrug gehandelt, an dem niemand außer den Hintermännern etwas habe verdienen können.

Weniger dramatisch und ohne kriminelle Energie, aber ebenfalls hochvolatil würden sich auch andere sogenannte Meme-Coins wie der Shiba Inu oder der Doge Coin verhalten und vielen Marktbeobachtern stelle sich mittlerweile die Frage, wann der Gesetzgeber einschreiten werde, um den Handel mit Kryptowährungen zu regulieren.

"Tatsächlich werden aktuell Schritte unternommen, um zumindest Teile des Kryptohandels zu regulieren. So veröffentliche die US-Regierung Anfang dieser Woche ihre lang erwarteten Empfehlungen für den Umgang mit sogenannten Stablecoins", erkläre Sascha Sadowski, Marktexperte beim Online-Broker LYNX. Bei Stablecoins handle es sich um Kryptowährungen, deren Wert an eine Fiat-Währung oder Wertpapiere geknüpft sei. "Die behördenübergreifenden Empfehlungen sollen die Risiken für das Finanzsystem verringern. Dazu soll der Kongress Regeln erarbeiten, die den Emittenten beispielsweise auferlegen, sich der Bankenaufsicht zu unterwerfen. Solche Vorstöße sorgen in der Krypto-Branche natürlich für geteiltes Echo, allerdings weiß man dort auch, dass eine Regulierung kommen wird und versucht nun, bei der Ausgestaltung möglichst viele eigene Ideen einzubringen."

So habe Jeremy Allaire, CEO und Mitgründer des Digital Currency-Unternehmens Circle in einem Statement geäußert: "Wir unterstützen voll und ganz die Forderung an den Kongress, zu handeln und eine bundesstaatliche Bankenaufsicht für die Ausgabe von Stablecoins einzurichten." So würde die Akzeptanz von Stablecoins erhöht und der Grundstein für ihre Einführung als grundlegende Infrastruktur für Finanz- und Wirtschaftsaktivitäten gelegt werden.

"Für manch einen in der Kryptoszene kommt eine Regulierung einer Art Machtübernahme durch die Regierung gleich, aber man muss auch bedenken, wohin sich Kryptowährungen in Zukunft entwickeln. Bereits jetzt gibt es tausende Finanzprodukte wie ETFs, die auf unterschiedlichen Kryptowährungen basieren und immer mehr Menschen nutzen Krypto-Coins, um damit zu handeln und andere Transaktionen durchzuführen. Das ist einerseits großartig, andererseits aber auch ein wenig beängstigend, denn mit der zunehmenden Verbreitung besonders des Stablecoin als Anlageprodukt und reguläres Zahlungsmittel steigt auch das Risiko und damit der Druck, den Markt zu regulieren", erkläre Sadowski. "Da ist es nur natürlich, dass der Gesetzgeber sich zu Wort meldet und proaktiv versucht, Regeln zu etablieren, anstatt am Ende nur auf die Realität zu reagieren."

Tatsächlich mache der Markt für Stablecoins Schätzungen zufolge rund 135 Milliarden US-Dollar des 2,5 Billionen US-Dollar großen Kryptomarktes aus. "Je stärker der Markt sich entwickelt desto mehr wird der Staat - und viele Marktteilnehmer - darauf drängen, gewisse Regeln einzuführen, ganz besonders in einem Bereich, in dem sich langsam, aber sicher eine Konkurrenz zum traditionellen Geldsystem entwickelt. Nur so können Betrugsmaschen wie der $SQUID in Zukunft vielleicht verhindert werden." (05.11.2021/ac/a/m)





 
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