Suchen
Login
Anzeige:
Do, 29. Februar 2024, 15:47 Uhr

Starke US-Konjunkturdaten stützen Aktienmärkte in Europa


23.11.23 10:14
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Die europäischen Aktienmärkte haben sich am Mittwoch nach der jüngsten Verschnaufpause wieder überwiegend positiver präsentiert, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Die vorläufigen Zahlen zum Verbrauchervertrauen in der Eurozone würden auf eine leichte Stimmungsaufhellung hindeuten, wenn auch auf niedrigem Niveau. Nachdem sich das Konsumklima seit Juli kontinuierlich verschlechtert habe, stelle die Veröffentlichung im November einen ersten kleinen Wendepunkt dar. Mit einem Wert von -16,9 habe man sich gegenüber dem Oktoberwert von -17,9 verbessert. Im Vorfeld sei man noch von einem unveränderten Niveau des Verbrauchervertrauens ausgegangen. Der deutsche Aktienmarkt habe an seine Gewinne seit Monatsbeginn anknüpfen können. Dabei sei der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) am Nachmittag dank einer freundlichen Eröffnung der US-Börsen auf den höchsten Stand seit fast drei Monaten gestiegen. Der Sprung über die Hürde von 16.000 Punkten wurde allerdings knapp verpasst. Gute zwei Punkte hätten zu der psychologisch wichtigen Marke gefehlt. Der österreichische ATX (ISIN: AT0000999982, WKN: 969191) habe sich jedoch unbeeindruckt von dem rundum positiven Grundton in Europa und USA gezeigt und unverändert zum Vortag notiert. Auf weitere Unterstützung aus Übersee könne der europäische Aktienmarkt in den nächsten Tagen weniger hoffen: In den USA würden die Börsen heute wegen Thanksgiving geschlossen bleiben, am Freitag ende der verkürzte Handel bereits um 19:00 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Die stützende Wirkung für Europa sei vor allem von überwiegend starken US-Konjunkturdaten ausgegangen. Das Sitzungsprotokoll der FED vom Dienstag habe erkennen lassen, dass ein Ende des Zinserhöhungszyklus noch lange nicht beschlossene Sache sei. Dazu hätten auch die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten gepasst. Konkret sei die Veröffentlichung der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe von Personen, die in der vergangenen Woche erstmals Arbeitslosenhilfe beantragt hätten, im Fokus gestanden. Diese hätten mit 209.000 deutlich unter den Erwartungen von 226.000 und um 22.000 unter dem Niveau der Vorwoche gelegen. Zudem habe sich die Stimmung der US-Verbraucher im November weniger stark eingetrübt als befürchtet. Diese robuste Konjunkturentwicklung in den USA bei weiterhin hohen Preisen deute darauf hin, dass die US-Notenbank die Zinsen weiter hochhalten könnte. Auf die Aktienkurse habe sich diese Tatsache jedoch nicht belastend ausgewirkt, wie ein Blick auf die Kurstafel erahnen lasse. Anleger würden nach wie vor auf langfristige Zinssenkungen setzen.

Die asiatischen Börsen würden sich am heutigen Donnerstag uneinheitlich zeigen. Die Spanne reiche von einem leichten Minus beim Hongkonger Hang Seng (ISIN: HK0000004330, WKN: 145734) bis zu einem signifikanten Plus beim TOPIX aus Japan. Auf der Datenseite dürften die Impulse heute einmal mehr von der Makroseite kommen - mit den vorläufigen Einkaufsmanagerindices für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor für die Eurozone und Deutschland stünden heute gleich mehrere Veröffentlichungen auf der Agenda.

Der Ölpreis wie auch Ölaktien hätten empfindlich auf die Verschiebung des geplanten OPEC+-Treffens in Wien reagiert. Unstimmigkeiten über die Förderpolitik hätten das Ölkartell veranlasst, das für Sonntag anberaumte Treffen auf Donnerstag nächste Woche zu verschieben. Die Nordseesorte habe 0,65% verloren, der europäische Ölsektor 1,35%. Der Goldpreis habe gestern den ersten kleinen Rückschlag in einer ansonsten guten Woche hinnehmen müssen und bewege sich derzeit wieder in Richtung USD 2.000. Bitcoin sei hingegen stärker gefragt gewesen und habe gestern Abend, wenn auch kurzzeitig, die Marke von USD 37.800 durchbrochen. (23.11.2023/ac/a/m)




 
Werte im Artikel
17.715 plus
+0,65%
5.627 plus
+0,58%
3.353 minus
-0,71%