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Mi, 6. Juli 2022, 6:35 Uhr

Südzucker

WKN: 729700 / ISIN: DE0007297004

Südzucker: Defensive Beimischung in Krisenzeiten - Aktienanalyse


25.04.22 09:50
Der Anlegerbrief

Krefeld (www.aktiencheck.de) - Südzucker-Aktienanalyse von "Der Anlegerbrief":

Die Experten von "Der Anlegerbrief" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Zuckerproduzenten Südzucker AG (ISIN: DE0007297004, WKN: 729700, Ticker-Symbol: SZU, Nasdaq OTC-Symbol: SUEZF) unter die Lupe.

Mit den Anfang April veröffentlichten vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2021/22 (per 28.02.) habe Südzucker die vorangegangenen Zielanhebungen bestätigt: Bei einem Umsatz von 7,6 Mrd. Euro (GJ 2020/21: 6,7 Mrd. Euro) sei das EBITDA auf rund 690 Mio. Euro (GJ 2020/21: 598 Mio. Euro) gestiegen. Garniert worden sei die Zahlenbekanntgabe mit einer Verdopplung der Dividende auf 0,40 Euro je Aktie. Auch der Start ins Geschäftsjahr 2022/23 inklusive Ausblick habe trotz Krieg in der Ukraine zu gefallen wissen. Das defensive Papier besitze so Joker-Potenzial.

Für 2022/23 habe das Management noch vor der Bilanzpressekonferenz im Mai eine Guidance präsentiert - trotz der Unabwägbarkeiten wegen der geopolitischen Gemengelage. Auf Basis des starken Auftaktquartals (März bis Mai) solle der Umsatz im Gesamtjahr in einer Range von 8,7 bis 9,1 Mrd. Euro (GJ 2021/22: 7,6 Mrd. Euro) liegen. Das entspreche einem Erlösplus von rund 14 bis 20%. Beim EBITDA solle die Range bei 660 bis 760 Mio. Euro liegen - oder -4 bis +10%. Und genau hier liege der Hase im Pfeffer: Gestiegene Volatilitäten auf den Absatzmärkten und Preissteigerungen auf den Beschaffungsmärkten sowie höhere Energiekosten durch den Krieg in der Ukraine würden möglicherweise kräftig auf die Marge drücken. Bei ihren Schätzungen würden die Experten daher die EBITDA-Marge 2022/23 auf 8% (zuvor: 9%) zurücknehmen.

Wertberichtigungen im Jahr 2021/22 abgearbeitet: Der aktuelle Druck auf die Margen könnte sich bei einer Entspannung in der Ukraine zumindest wieder etwas relativieren. Entscheidend sei, dass die grundsätzlichen Parameter in die richtige Richtung zeigen würden: Zucker werde in der Nahrungsmittelindustrie gesucht und der Zuckerpreis sei momentan recht stabil. Hinzu komme, dass Südzucker mit Elan die internen Baustellen sukzessive behebe. Im Zuckersegment habe die Entwicklung zuletzt wieder nach oben gezeigt und auch die Abschreibungen auf At-Equity bewertete Unternehmen sollten nach Schätzung der Experten 2022/23 deutlich unter 2021/22 liegen. In Summe dürfte das Ergebnis daher trotz Margenreduktion spürbar zulegen.

In der kriegsbedingten Unsicherheit hätten defensive Titel an der Börse wieder Konjunktur. Südzucker sei mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,75 (per 30.11.21) günstig bewertet, zudem gebe es im Juli eine satte Dividendenerhöhung. Das wiege die sinkenden Margen wegen steigender Energie- und Materialkosten mehr als auf.

Die Experten von "Der Anlegerbrief" raten zur Depotbeimischung. (Ausgabe 15 vom 23.04.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Südzucker-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Südzucker-Aktie:
13,04 EUR -0,53% (25.04.2022, 09:53)

Tradegate-Aktienkurs Südzucker-Aktie:
13,08 EUR +0,77% (25.04.2022, 10:08)

ISIN Südzucker-Aktie:
DE0007297004

WKN Südzucker-Aktie:
729700

Ticker-Symbol Südzucker-Aktie:
SZU

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Südzucker-Aktie:
SUEZF

Kurzprofil Südzucker AG:

Die Südzucker AG (ISIN: DE0007297004, WKN: 729700, Ticker-Symbol: SZU, Nasdaq OTC-Symbol: SUEZF) ist mit den Segmenten Zucker, Spezialitäten, CropEnergies und Frucht ein bedeutendes Unternehmen der Ernährungsindustrie. Im traditionellen Zuckerbereich ist die Gruppe in Europa größter Anbieter von Zuckerprodukten mit 23 Zuckerfabriken und zwei Raffinerien - von Frankreich im Westen über Belgien, Deutschland, Österreich bis hin zu den Ländern Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Ungarn, Bosnien und Moldau im Osten.

Das Segment Spezialitäten mit den Bereichen funktionelle Inhaltsstoffe für Lebensmittel und Futtermittel (BENEO), Tiefkühl-/Kühlprodukte (Freiberger), Stärke und Portionsartikel (PortionPack Europe) ist auf dynamischen Wachstumsmärkten tätig. Das Segment CropEnergies umfasst die Ethanolaktivitäten in Deutschland, Belgien, Frankreich und Großbritannien. Mit dem Segment Frucht ist die Unternehmensgruppe weltweit tätig, im Bereich Fruchtzubereitungen Weltmarktführer und bei Fruchtsaftkonzentraten in Europa in führender Position.

Mit rund 17.900 Mitarbeitern erzielte der Konzern 2020/21 einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro. (25.04.2022/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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