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Sa, 10. Dezember 2022, 11:18 Uhr

thyssenkrupp

WKN: 750000 / ISIN: DE0007500001

ThyssenKrupp-Aktie: Gute Chance auf Trading-Erholung - Aktienanalyse


31.08.15 07:15
Frankfurter Börsenbrief

Detmold (www.aktiencheck.de) - ThyssenKrupp-Aktienanalyse vom "Frankfurter Börsenbrief":

Die Aktienexperten vom "Frankfurter Börsenbrief" raten in ihrer aktuellen Aktienanalyse bei der Aktie des Stahl- und Industriekonzerns ThyssenKrupp AG (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF) abzuwarten.

ThyssenKrupp - weder aus den Augen noch aus dem Sinn, auch wenn der Stop-Loss der Experten gegriffen habe. Der Rückkauf sei eine Timing-Frage. Maßgeblicher Hintergrund sei die Unternehmensstrategie mit der Zielrichtung eines diversifizierten Industriekonzerns mit deutlich höheren und auch stabileren Ergebnis-, Cash- und Wertbeiträgen. Schon jetzt wäre es ein Missverständnis, die Essener Industrie-Ikone als schnöden Stahlwert wahrzunehmen, auch wenn die Umbauarbeiten noch lange nicht beendet sein sollten:

Per Ende des jüngsten Geschäftsjahres habe das stahlproduzierende Geschäft am Umsatz der Geschäftssparten nur noch weniger als 30% ausgemacht, während das Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäft für mehr als 70% gestanden habe. ThyssenKrupp arbeite mit sechs Business-Einheiten, von denen eigentlich nur zwei wirklich interessant seien. Fange man "hinten" an: Steel Europe und Steel Americas hätten im letzten Jahr mit addiert etwa 10,9 Mrd. EUR Umsatz gerade mal für ein gutes Viertel am Gesamtumsatz gestanden - bei schwacher (Europa) oder sogar negativer ("Americas") Rentabilität. Das sei natürlich ein zyklischer Klotz am Bein mit typischerweise hoher Kapitalbindung und dem Risiko von Überkapazitäten.

"Material Services" (z.B. Rohwarenhandel, Vertrieb von Industriematerialien usw.) habe mit ca. 13,7 Mrd. EUR Umsatz für etwa ein Drittel des Umsatzes mit ebenfalls dünner Marge gestanden. Eine potenziell undichte Stelle im Dach sei die Sparte "Industrial Solutions" (petrotechnische und Zement-Produktionsanlagen sowie Ausrüstung für das Minengeschäft usw.). Im ersten Dreivierteljahr sei der Auftragseingang dieser Sparte um etwa 30% nach unten geknickt. Hier könnte es in den kommenden Quartalen durchaus auch noch hereinregnen. Umso wichtiger und interessanter:

"Components Technology" und "Elevator Technology" stünden für Automotive-/IndustrieKomponenten bzw. Aufzugssysteme, Rolltreppen usw. Dabei sei das Aufzugsgeschäft die eigentliche Perle im Portfolio. Bedauerlich, dass man diese Sparte als Aktionär nicht einzeln erwerben könne. Im vergangenen Jahr habe die Sparte für ca. 6,4 Mrd. EUR Umsatz mit einer zweistelligen EBIT-Marge gestanden. Im jüngsten Dreivierteljahr habe man beim Auftragseingang etwa 14% draufgepackt und damit den höchsten Anstiegswinkel unter den sechs Sparten geschafft. ThyssenKrupp habe eine hohe technologische Kompetenz in diesem Geschäft. Beispielweise habe man den Auftrag ergattert, im One World Trade Center 71 Aufzüge zu installieren.

Schön beim Elevator-Geschäft sei auch die Kombination von Einmalgeschäft und nachträglichem Wartungsgeschäft. Die Einheiten unter Verwaltung seien seit dem Jahr 2004/5 bis zum jüngsten Geschäftsjahr pro Jahr um durchschnittlich etwa 4,6% (auf etwa 1,2 Mio. Einheiten) gewachsen. Man spreche hier also über einen richtig schönen Wachstumsmarkt, der hervorragend in den Themenrahmen Demographie/alternde Gesellschaft und auch Urbanisierung passe. Der Umbau sei noch nicht fertig, aber die Blickrichtung stimme - und verändere das Gesicht sowie den Risikocharakter dieser deutschen Industrie-Ikone erheblich.

Ein wichtiger Schlüssel sei das Restrukturierungsprogramm "impact". Für den Zeitraum 2012/13 bis 2014/15 habe man hieraus einen EBIT-Effekt von kumuliert über 2,5 Mrd. EUR schaffen wollen. Inklusive der etwa 800 Mio. EUR im ersten Dreivierteljahr (laufenden Geschäftsjahr) habe man dieses Gesamtziel mit gut 2,4 Mrd. EUR schon beinahe in der Tasche gehabt. Das spreche für die Management-Mannschaft um Cheflenker Heinrich Hiesinger.

ThyssenKrupp habe nach dem Absturz eine gute Chance auf eine Trading-Erholung.

Für ein Langfrist-Investment bei der ThyssenKrupp-Aktie warten die Aktienexperten vom "Frankfurter Börsenbrief" jedoch zunächst ab. (Ausgabe 35 vom 29.08.2015)

Die vollständige Ausgabe des Frankfurter Börsenbriefes können Sie unter dem folgenden Link beziehen: www.frankfurter-boersenbriefe.de/a>

Börsenplätze ThyssenKrupp-Aktie:

Xetra-Aktienkurs ThyssenKrupp-Aktie:
19,50 EUR -0,54% (28.08.2015, 17:35)

Tradegate-Aktienkurs ThyssenKrupp-Aktie:
19,587 EUR -0,07% (28.08.2015, 22:25)

ISIN ThyssenKrupp-Aktie:
DE0007500001

WKN ThyssenKrupp-Aktie:
750000

Ticker-Symbol ThyssenKrupp-Aktie:
TKA

Nasdaq OTC Ticker-Symbol ThyssenKrupp-Aktie:
TYEKF

Kurzprofil ThyssenKrupp AG:

Die ThyssenKrupp AG (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, Nasdaq OTC-Symbol: TYEKF) ist ein diversifizierter Industriekonzern mit traditionell hoher Werkstoffkompetenz und einem wachsenden Anteil an Industriegüter- und Dienstleistungsgeschäften. Rund 155.000 Mitarbeiter arbeiten in knapp 80 Ländern mit Leidenschaft und Technologie-Know-how an hochwertigen Produkten sowie intelligenten industriellen Verfahren und Dienstleistungen für nachhaltigen Fortschritt. Ihre Qualifikation und ihr Engagement sind die Basis für den Erfolg der ThyssenKrupp AG. ThyssenKrupp erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013/2014 einen Umsatz von rund 41 Mrd. EUR.

Mit ihrer Ingenieurkompetenz in den Anwendungsfeldern Mechanik, Anlagenbau und Werkstoffe ermöglicht die ThyssenKrupp AG ihren Kunden, sich Vorteile im weltweiten Wettbewerb zu erarbeiten sowie innovative Produkte wirtschaftlich und ressourcenschonend herzustellen. Technischer Fortschritt und Innovationen sind für ThyssenKrupp Schlüsselfaktoren, um mit der Verbundkraft des Konzerns den Entwicklungstrends auf den globalen Absatzmärkten zu folgen, auf den Zukunftsmärkten zu wachsen sowie hohe und stabile Ergebnis-, Cash- und Wertbeiträge zu erwirtschaften. (31.08.2015/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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