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Mo, 4. Juli 2022, 8:34 Uhr

Trübe Stimmung an den Märkten


19.05.22 09:22
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Der deutsche Aktienmarkt litt unter den Vorgaben der US-Börsen, so die Analysten der Nord LB.

Trübe Nachrichten vom US-Einzelhandelssektor sowie negativ interpretierte Wirtschaftsdaten aus den USA hätten den Aufwärtsschwung nach dem starken Vortag erlahmen lassen.

An den US-Börsen habe Ausverkaufsstimmung geherrscht. Investoren hätten sich gesorgt, dass angesichts der hohen Inflation eine zu straffe Gangart der US-Notenbank die Konjunktur ausbremsen könnte.

TUI (ISIN DE000TUAG000/ WKN TUAG00) habe einen Bruttoerlös von rd. 425 Mio. EUR aus einer Barkapitalerhöhung erzielt. Diese solle zur Rückzahlung von staatlichen Corona-Hilfen verwendet werden. Der Konzern habe 162.291.441 neue Stammaktien zu einem Preis von 2,62 EUR je Aktie im Wege eines beschleunigten Platzierungsverfahrens platziert.

Der Euro habe den positiven Trend der letzten beiden Tage nicht fortsetzen können, er sei unter 1,05 USD gerutscht.

Die trübe Stimmung an den Finanzmärkten habe die Ölpreise belastet. Hinzu seien schwache Zahlen aus der US-Bauwirtschaft gekommen.

Wegen des russischen Kriegs in der Ukraine und der Störung des globalen Energiemarktes möchte die EU das europäische Energiesystem umgestalten und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen aus Russland schneller verringern. Mit dem gestrig vorgestellten "REPowerEU-Plan" plane die EU-Kommission ihre bereits ambitionierten Klima- und Energieziele aus dem Fit-for-55-Paket weiter zu verschärfen. So solle der Anteil erneuerbarer Energien u.a. mit einer speziellen EU-Solarstrategie, einer Solar-Dach-Initiative und einer Empfehlung für beschleunigte Genehmigungsverfahren bis 2030 auf 45% (zuvor 40%) steigen. Zusätzlich solle das verbindliche Energieeffizienzziel auf 13% (zuvor 9%) angehoben werden. Insgesamt möchte die EU-Kommission für ihren REPowerEU-Plan bis zu 300 Mrd. Euro in Form von Zuschüssen und Darlehen zur Verfügung stellen, um u.a. den Ausbau der Erdgas-, LNG- und Erdölinfrastruktur finanzieren zu können. Durch den Verzicht auf russische Importe fossiler Brennstoffe könnten in der EU jährlich fast 100 Mrd. Euro eingespart werden. (19.05.2022/ac/a/m)