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So, 25. Februar 2024, 10:47 Uhr

Uniqa Versicherungen AG

WKN: 928900 / ISIN: AT0000821103

UNIQA: Wetterbedingte Schäden belasten das Q3-Ergebnis - Aktienanalyse


23.11.23 17:45
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - UNIQA-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Rok Stibrič, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie der UNIQA Insurance Group AG (ISIN: AT0000821103, WKN: 928900, Ticker-Symbol: UN9, Wiener Börse-Symbol: UQA) unter die Lupe.

Die Gesamtprämieneinnahmen aus dem Versicherungsgeschäft seien in Q3 auf EUR 1.511 Mio. (+6,7% gegenüber dem Vorjahr) gestiegen, angetrieben durch eine robuste Entwicklung im Segment Schaden- und Unfallversicherung. Dieses sei mit +8,5% solide aber etwas langsamer als in den letzten Quartalen gewachsen, als noch zweistellige Zuwachsraten verzeichnet worden seien. Dabei sei festzuhalten, dass die Indexierung der Versicherungsprämien an den Verbraucherpreisindex den nachlassenden Inflationsdruck in den Kernmärkten widerspiegele.

In Übereinstimmung mit der Warnung des Managements während der Telefonkonferenz zu den H1-23-Ergebnissen hätten die Aufwendungen für Versicherungsleistungen in Höhe von EUR 1.374 Mio. (+16,1%) aufgrund von Schäden im Zusammenhang mit den schweren Unwetterereignissen in Österreich in den Sommermonaten Juli und August über dem normalisierten Durchschnittsniveau gelegen. Rund EUR 85 Mio. an Schäden stünden in direktem Zusammenhang mit diesen Ereignissen und seien in Q3 verbucht worden. Das Unternehmen habe den Großteil dieser Schäden selbst beglichen, da die Schadenwerte (Beträge im zweistelligen Tausend-Euro-Bereich) zu niedrig gewesen seien, um sie an die Rückversicherung weiterzugeben, aber das schiere Volumen der Schäden sei außergewöhnlich hoch gewesen.

Die Nettokapitalerträge seien in Q3 auf EUR 116 Mio. (-23%) zurückgegangen, da das Unternehmen taktisch einige Anlageverluste verbucht habe. Im Gegensatz dazu seien die meisten Verluste im GJ22 in der ersten Jahreshälfte verbucht worden, sodass dieser Rückgang des Nettoanlageergebnisses weitgehend auf einen anderen Basiseffekt zurückzuführen gewesen sei. Die höheren Zinssätze seien weiterhin die Haupttriebkraft für das Anlageportfolio gewesen. Angesichts des allgemeinen makroökonomischen Umfeldes in den Kernmärkten und der durchschnittlichen Neuanlagerendite von UNIQA für festverzinsliche Anlagen, die mit 4,5% gegenüber dem Vorquartal unverändert blieb, scheinen die Renditen ihren Höhepunkt erreicht zu haben, so der Analyst der RBI. Die Rendite des Österreich-Portfolios sei leicht um 20 Basispunkte auf 3,8% gestiegen, was durch einen Rückgang um 50 Basispunkte auf 6,3% bei den internationalen Portfolios kompensiert worden sei.

Nach der mit Renaissance Life getroffenen Vereinbarung verlaufe der Ausstieg aus Russland planmäßig und werde, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen, voraussichtlich im ersten Halbjahr 2024 abgeschlossen. In Q3 sei das RU-Geschäft unter den aufgegebenen Geschäftsbereichen ausgewiesen worden, die insgesamt EUR -19 Mio. ausgemacht hätten, wovon EUR -4 Mio. auf das laufende operative Ergebnis und EUR -15 Mio. auf die Auswirkungen der Entkonsolidierung entfallen würden.

Die Solvabilitätsquote sei mit 244% zum 30. Juni 2023 gegenüber dem Vorquartal unverändert geblieben und liege weiterhin über allen aufsichtsrechtlich geforderten Schwellwerten, was die sehr starke Kapitalausstattung von UNIQA bestätige. Wenige Wochen vor dem Jahresende 2023 strebe UNIQA nun ein Gewinn vor Steuern in der Größenordnung des Durchschnitts der letzten beiden Jahre an, was rund EUR 400 Mio. entspreche. Das bedeute, dass man für das Q4 einen Gewinn vor Steuern von ca. EUR 100 Mio. erwarten könne, was nach Erachten des Analysten durchaus erreichbar scheine.

Die letzte Empfehlung für die UNIQA-Aktie lautete "halten", so Rok Stibrič, Analyst der Raiffeisen Bank International AG. (Analyse vom 25.08.2023)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

1. RBI oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person ist im Besitz einer Nettoverkaufs- oder - kaufposition, die die Schwelle von 0,5% des gesamten emittierten Aktienkapitals des Emittenten überschreitet; im Falle des Überschreitens erfolgt eine Erklärung dahingehend, ob es sich bei der Nettoposition um eine Verkaufs- oder Kaufposition handelt.

3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze UNIQA-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs UNIQA-Aktie:
7,79 EUR -0,26% (23.11.2023, 14:17)

Wiener Börse-Aktienkurs UNIQA-Aktie:
7,80 EUR 0,00% (23.11.2023, 17:16)

ISIN UNIQA-Aktie:
AT0000821103

WKN UNIQA-Aktie:
928900

Ticker-Symbol UNIQA-Aktie:
UN9

Wiener Börse-Symbol UNIQA-Aktie:
UQA

Kurzprofil UNIQA Insurance Group AG:

Die UNIQA Insurance Group AG (ISIN: AT0000821103, WKN: 928900, Ticker-Symbol: UN9, Wiener Börse-Symbol: UQA) zählt zu den führenden Versicherungsgruppen in Österreich und Zentral- und Osteuropa. Die Gesellschaft betreibt das indirekte Geschäft für den Konzern (UNIQA Insurance Group) und agiert als Verwaltungs- und Vertriebsorganisation für die operativen Versicherungsgesellschaften. Des Weiteren ist die UNIQA Group als zentraler Rückversicherer der Konzerngesellschaften tätig. Die UNIQA Group betreibt in der Erstversicherung die Lebens-, Renten- und Krankenversicherung sowie nahezu alle Zweige der Schaden- und Unfallversicherung.

Die AG ist im Jahr 1999 aus dem Zusammenschluss der traditionsreichen österreichischen Häuser Bundesländer-Versicherung und Austria Collegialität entstanden. Derzeit konzentriert sich die Gesellschaft auf das Versicherungsgeschäft in seinen Kernmärkten Österreich und Zentral- und Osteuropa. (23.11.2023/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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