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Do, 1. Dezember 2022, 8:11 Uhr

US-Markt verbucht die schwächste Handelswoche seit Mitte Juni


19.09.22 10:35
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Mit den Schlusskursen am Freitag trat das ein, was sich bereits zur Wochenmitte ankündigte: Nämlich, dass der US-Markt die schwächste Handelswoche seit Mitte Juni verbuchte, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG (RBI).

Bis auf den Umstand, dass die Weltbank aufgrund der steigenden Zinsen vor einer globalen Rezession gewarnt habe, habe es am Freitag aber kaum marktrelevante Impulse gegeben. Im Fokus hätten daher technische Faktoren gestanden, wie der große Verfallstag von Futures und Optionen sowie die Änderung der Zusammensetzung bekannter Indices. Beispielsweise rutsche der Kochboxen Hersteller HelloFresh (ISIN DE000A161408/ WKN A16140) aus dem DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) in den MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) und gebe seinen Platz im deutschen Leitindex an Siemens Energy (ISIN DE000ENER6Y0/ WKN ENER6Y) weiter.

In Summe aber würden die Märkte im "Risk-off"-Modus bleiben. Während am heutigen Datenkalender keine Highlights zu finden seien, blicke der Markt mit Argusaugen auf das bevorstehende FED-Meeting am Mittwoch. Nach den jüngsten Inflationsdaten erscheine eine erneute Erhöhung um 75 Basispunkte als die wahrscheinlichste Option.

Ebenfalls auf der Agenda - allerdings erst gegen Ende der Woche - stünden die Schnellschätzungen der Einkaufsmanagerindices (PMI). In den USA gebe der beispiellose Unterschied zwischen der ISM und der S&P Umfrage für den Dienstleistungsbereich Rätsel auf. Es werde sich zeigen, ob der anstehende S&P PMI mit einem Satz nach oben die riesige Lücke verkleinere und Abschwungssorgen verringere.

So richtig spannend werde es daher erst in der zweiten Wochenhälfte, sodass es nicht auszuschließen sei, dass Marktteilnehmer bis dahin eine abwartendere Haltung einnähmen.

In Asien setze sich heute der negative Trend von letzter Woche fort. Die Mehrheit der dortigen Aktienbörsen handele mit deutlichen Abschlägen. In Europa würden die vorbörslichen Indikationen auf einen Handelsstart knapp über den Freitagsschlusskursen hindeuten.

Am Rohstoffmarkt habe es zuletzt keine allzu großen Auffälligkeiten gegeben. Der Goldpreis habe in USD gemessen nach seinem jüngsten Kurssturz etwas an Boden gutmachen können. Auch der Ölpreis habe fester gehandelt. Weiter bergab gegangen sei es hingegen übers Wochenende am Kryptomarkt. Der Bitcoin habe es weiterhin nicht geschafft, die Marke von USD 20.000 zurückzuerobern. Und auch die zweithöchst kapitalisierte Währung ETH vermochte sich bisher nicht wirklich nach dem umfangreichen Update zu stabilisieren, so die Analysten der RBI. (19.09.2022/ac/a/m)





 
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