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Mi, 8. Februar 2023, 11:18 Uhr

US-Pläne: Kommt die internationale Regulierung für Kryptowährungen?


03.09.21 12:05
LYNX Broker

Berlin (www.aktiencheck.de) - Der Vorsitzende der SEC, Gary Gensler, hat bei der EU eine internationale Zusammenarbeit bei der Regulierung des Kryptohandels angeregt, um Betrug und dem Missbrauch der Kryptowährungen einen Riegel vorzuschieben, so die Experten von LYNX Broker.

Aber wie solle eine solche Regulierung umgesetzt werden - vor allem auf internationaler Ebene? Und sei die SEC hier überhaupt zuständig? Diese Fragen müssten dringend beantwortet werden, wenn eine sinnvolle Regulierung des Handels mit Kryptowährungen international Erfolg haben solle.

Kryptowährungen seien weltweit auf dem Vormarsch und würden immer mehr zum ganz normalen Anlageprodukt und ihr prominentester Vertreter, der Bitcoin, werde von einigen Enthusiasten bereits als Alternative zum sicheren Hafen Gold gehandelt. Doch im Gegensatz zum Handel mit Gold seien Kryptowährungen ein rein virtuelles Produkt und damit mit Risiken und Unsicherheiten behaftet. Das würden auch die Aufsichtsbehörden wie die U.S. Securities and Exchange Commission SEC wissen, doch sie stünden vor einem Problem, wie Sascha Sadowski, Marktexperte beim Online-Broker LYNX erkläre.

"Kryptowährungen sind eine weltweite Angelegenheit, die ein Land allein nicht regulieren kann. Dafür sind Geldströme heute zu schnell über Ländergrenzen hinweg unterwegs und im Fall der Kryptowährungen auch zu schwer nachzuverfolgen. Der Vorsitzende der SEC, Gary Gensler, hat darum bei der EU eine internationale Zusammenarbeit in diesem Bereich angeregt, um Betrug und dem Missbrauch der Kryptos, beispielsweise als Lösegeld bei Ransomware-Erpressung, einen Riegel vorzuschieben", führe Sadowski aus. Tatsächlich habe sich Gensler für neue, international gültige Rahmenbedingungen für die Kryptowährungsbranche ausgesprochen, um diese sicherer und tragfähiger für die Zukunft zu machen. Dabei habe er auch betont, dass Innovationen in der Finanzwelt zumeist nicht lange gedeihen würden, wenn die Politik ihnen keine Rahmenbedingungen schaffe.

Für Sadowski stelle sich dabei eine große Frage: "Wie soll eine solche Regulierung umgesetzt werden? Nach Aussage von Gensler stehen hinter vielen Krypto-Token Unternehmer, an deren Handeln der Erfolg oder Misserfolg der Kryptowährung geknüpft ist. Damit würde das Investment in ein solches Token als Wertpapierkauf gelten und unter die entsprechenden Regularien fallen. Aber das gilt nicht für alle Token. Wie also sollen Krypto-Börsen reguliert werden, die beides anbieten? Ist die SEC hier überhaupt zuständig? Diese Fragen müssen dringend beantwortet werden, wenn eine sinnvolle Regulierung des Handels mit Kryptowährungen international Erfolg haben soll."

Eine Entscheidung hierzu habe der Oberste Gerichtshof der USA bereits gefällt: Finanzinstrumente, die als Anlageverträge gelten würden, unterlägen den Vorschriften und der Aufsicht der SEC - und diese scheine bereit zu sein, sich dieser Herausforderung zu stellen. Für Gensler und seine Behörde gelte es nun, die Lücken im bestehenden Regelwerk zu füllen und für eine Lösung auf internationaler Ebene zu werben. (03.09.2021/ac/a/m)




 
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