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Mi, 30. November 2022, 21:22 Uhr

Inflation

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Umschwung an europäischen Börsen nach US-Inflationsdaten


14.09.22 11:09
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Die Börsen in Europa drehten gestern nach einer zunächst freundlichen Entwicklung am Nachmittag dann ins Minus, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Maßgeblich für den Umschwung seien Inflationsdaten aus Übersee gewesen. Mit 8,3% sei die Teuerung im Monat August höher ausgefallen als von Ökonomen im Schnitt erwartet (8,1%) und verharre trotz Rückgang von 8,5% im Juli hartnäckig auf einem hohen Niveau. Dies dürfte die US-Notenbank bestärken, an ihrem hohen Zinserhöhungstempo festzuhalten. Einen großen Zinsschritt von 75 Basispunkten (auf 3,0% bis 3,25%) auf der nächsten FED-Zinssitzung (20./21. September) würden nun 88% der Marktteilnehmer für wahrscheinlich halten, 12% würden gar mit 100 Basispunkten rechnen. Sektorseitig hätten in Europa alle bis auf den Versorgersektor (+0,5%) im Minus gelegen.

Die Märkte würden derweil noch einen weiteren 75-Basispunkte-Zinsschritt in diesem Jahr auf dann 3,75% bis 4,0% einpreisen, womit man klar über dem neutralen Zinsniveau liegen würde. Auch in den USA sei die beflügelte Zinsfantasie gestern mit deutlichen Kursverlusten einhergegangen. Die wichtigsten Leitindizes hätten im tiefroten Bereich geschlossen. Die Renditen von zehnjährigen US-Staatsanleihen seien um acht Basispunkte auf 3,42% geklettert.

Deutliche Verluste habe im Lichte der gestiegenen Zinsängste bzw. auch als Folge des festeren US-Dollars Gold hinnehmen müssen. Die Feinunze habe sich gestern um 1,6% ermäßigt und notiere heute Morgen bei knapp über USD 1.700. Auch die Gemeinschaftswährung Euro habe sich gegenüber dem US-Dollar merklich abgeschwächt und notiere wieder knapp unter der Parität. Bitcoin sei um mehr als neun Prozent auf knapp über USD 20.000 gefallen. Am Gasmarkt seien erratische Preissprünge gestern ausgeblieben. So habe der Dutch TTF Gas Future (Lieferung 2023) gestern an der EEX in Leipzig mit EUR 185,75/MWh etwas unter dem Schlussstand vom Freitag (EUR 189,0/MWh) notiert. Nach unten sei es auch mit den Ölpreisen gegangen, wenngleich sich die Verluste in Grenzen gehalten hätten. Unterstützung habe hier die OPEC mit dem Festhalten an ihren Prognosen geboten. Demnach erwarte das Kartell für 2022 weiterhin ein Nachfragewachstum von 3,1 Mio. Fass pro Tag und für 2023 einen Zuwachs von 2,7 Mio. Fass pro Tag. Das Vor-Corona-Niveau von 102,73 Mio. Fass pro Tag aus dem Jahr 2019 solle demnach 2023 wieder erreicht werden.

Die Börsen in Asien würden heute Morgen im tiefroten Bereich notieren. (14.09.2022/ac/a/m)





 
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