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Di, 5. Juli 2022, 8:21 Uhr

Vita 34

WKN: A0BL84 / ISIN: DE000A0BL849

Vita 34: Deutlich höhere F&E-Investitionen dürften Bottom-line spürbar belasten - Aktienanalyse


09.05.22 09:46
Montega AG

Hamburg (www.aktiencheck.de) - Vita 34-Aktienanalyse von der Montega AG:

Henrik Markmann, Aktienanalyst der Montega AG, stuft die Aktie der Vita 34 AG (ISIN: DE000A0BL849, WKN: A0BL84, Ticker-Symbol: V3V, NASDAQ OTC-Symbol: VTIAF) in einer aktuellen Aktienanalyse von "kaufen" auf "halten" herab.

Vita 34 habe jüngst den Geschäftsbericht 2021 veröffentlicht und damit erstmals konsolidierte Zahlen infolge des Mergers mit PBKM gezeigt. Darüber hinaus habe das Unternehmen auch eine Guidance für 2022 verkündet, die nach Erachten der Aktienanalysten von der Montega AG insbesondere ergebnisseitig sehr enttäuschend ausfalle.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr habe der Teilkonzern Vita 34 (ohne den PBKM-Anteil) Erlöse in Höhe von 21,0 Mio. Euro (+6,6% yoy) erzielt. Die polnische Gesellschaft, die seit dem 8. November ebenfalls zum Konzern gehöre, habe in den knapp zwei Monaten Umsätze von 7,5 Mio. Euro erwirtschaftet, sodass auf Gruppenebene ein Erlöswachstum von 44,5% yoy auf 28,4 Mio. Euro erreicht worden sei. Regional seien 14,8 Mio. Euro bzw. 52,2% auf Deutschland, 3,2 Mio. Euro (11,4%) auf Spanien und 8,4 Mio. Euro (29,7%) auf das sonstige Ausland (u.E. primär Osteuropa) entfallen.

Auf Ergebnisebene habe sich das EBITDA spürbar auf 0,8 Mio. Euro (Vj.: 4,9 Mio. Euro) reduziert, was auf diverse Sondereffekte durch den Merger zurückzuführen sei. So habe sich zum einen die Bruttomarge deutlich auf 43,8% (Vj.: 57,2%) verschlechtert, was u.a. auf einen höheren Umsatzanteil von PBKM in Ländern mit geringerer Kaufkraft und somit eine Preisgestaltung mit geringeren Margen zurückzuführen sei. Darüber hinaus seien die Verwaltungskosten (7,5 Mio. Euro; Vj.: 4,2 Mio. Euro) und sonstige betrieblichen Aufwendungen (3,3 Mio. Euro; Vj.: 0,8 Mio. Euro) infolge erhöhter Beratungs- und Prüfungskosten durch u.a. den Merger sowie vermehrter F&E-Aktivitäten deutlich angestiegen.

Mit Blick auf 2022 avisiere der Vorstand einen Konzernumsatz zwischen 68,0 und 75,0 Mio. Euro. Das EBITDA solle im Bereich zwischen -2,0 und +1,0 Mio. Euro liegen. Hintergrund des für die Aktienanalysten von der Montega AG enttäuschenden Ausblicks seien ihres Erachtens folgende Faktoren:

- Das aktuelle Marktumfeld, das von der anhaltenden Corona-Pandemie sowie der Unsicherheit durch den Krieg in der Ukraine geprägt sei, führe nach Unternehmensangaben sowohl zu weniger Arztbesuchen als auch einer gedämpften Ausgabenbereitschaft potenzieller Kunden. Insgesamt sehe das Management daher ein rückläufiges Neukundengeschäft, was nach Erachten der Aktienanalysten von der Montega AG dann auch in den Q1-Zahlen Ende des Monats deutlich werden dürfte.

- Vita 34 möchte verstärkt in F&E-Projekte investieren und erwarte negative Effekte aus der Harmonisierung der Bilanzierung nach IFRS 15.

Insgesamt lägen die kommunizierten Zielwerte deutlich unter den bisherigen Annahmen der Aktienanalysten von der Montega AG, sodass sie ihre Prognosen für das laufende Jahr entsprechend reduzieren würden.

Im Conference Call habe der neue CEO zudem deutlich gemacht, dass zukünftig Investitionen in neue Anwendungsgebiete (z.B. Zell- und Gentherapien inklusive CAR-T und CDMO) deutlich stärker im Fokus stehen würden und zu signifikant höheren F&E-Aufwendungen führen dürften. Langfristig sei das Management nach wie vor davon überzeugt, eine EBITDA-Marge von rund 25% erzielen zu können. Allerdings scheine der Weg dorthin nun deutlich länger zu dauern, als im Rahmen der "PERSPEKTIVE 2026" Ende letzten Jahres vom vorherigen Management in Aussicht gestellt.

Die Aktienanalysten von der Montega AG hätten folglich ihre Prognosen insbesondere ergebnisseitig signifikant reduziert und in ihrem DCF-Modell den Beta-Faktor auf 1,5 (zuvor: 1,2) angehoben. Daraus resultiere mit 9,1% auch ein deutlich höherer WACC (zuvor: 7,7%), den die Aktienanalysten von der Montega AG vor dem Hintergrund der nun erhöhten Unsicherheiten durch die intensivierten F&E-Aktivitäten jedoch für gerechtfertigt halten würden.

Auf der anderen Seite hätten die Aktienanalysten von der Montega AG zusätzliche Erfolge durch die vermehrten Investitionen in neue Geschäftsbereiche aufgrund der derzeit noch sehr geringen Visibilität nicht berücksichtigt. Vielmehr scheine das aktuelle Marktumfeld durch die erhöhte Inflation, die (geopolitischen) Unsicherheiten durch den Krieg in der Ukraine sowie die daraus eingetrübte Konsumstimmung auch bei Vita 34 das Wachstum kurzfristig etwas auszubremsen. Die Aktienanalysten von der Montega AG hätten daher auch ihre Top-Line-Prognosen leicht reduziert.

Unter dem neuen Management werde sich die Strategie nach Erachten der Aktienanalysten von der Montega AG deutlich stärker in Richtung Wachstum orientieren, wodurch kurz- bis mittelfristig mit einer erheblich geringeren Profitabilität zu rechnen sei. Nach Überarbeitung unseres DCF-Modells reduziert sich unser Kursziel signifikant auf nun 14,00 Euro (zuvor: 25,00 Euro), so die Aktienanalysten von der Montega AG.

Da Henrik Markmann, Aktienanalyst der Montega AG, zudem mit einer eher schwachen operativen Entwicklung in Q1/22 rechnet, vergibt er trotz eines Upsides von über 10% aktuell nur das Rating "halten" nach zuvor "kaufen" für die Vita 34-Aktie. (Analyse vom 09.05.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Vita 34-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs Vita 34-Aktie:
10,70 EUR +2,39% (06.05.2022, 22:26)

XETRA-Aktienkurs Vita 34-Aktie:
10,70 EUR +0,94% (06.05.2022, 17:36)

ISIN Vita 34-Aktie:
DE000A0BL849

WKN Vita 34-Aktie:
A0BL84

Ticker-Symbol Vita 34-Aktie:
V3V

NASDAQ OTC-Symbol Vita 34-Aktie:
VTIAF

Kurzprofil Vita 34 AG:

Vita 34 (ISIN: DE000A0BL849, WKN: A0BL84, Ticker-Symbol: V3V, NASDAQ OTC-Symbol: VTIAF) in Leipzig wurde 1997 als erste private Nabelschnurblutbank Europas gegründet und bietet als Komplettanbieter für Kryokonservierung die Entnahmelogistik, die Aufbereitung und die Einlagerung von Stammzellen aus Nabelschnurblut und Nabelschnurgewebe an. Mehr als 215.000 Kunden aus Deutschland und weiteren 20 Ländern haben bereits mit einem Stammzelldepot bei Vita 34 für die Gesundheit ihrer Kinder vorgesorgt. Und mit bereits 37 Anwendungen konnte Vita 34 die hohe Qualität der eingelagerten Stammzellpräparate bestätigen.

Dabei gleichermaßen vereint, sehen sich Mitarbeiter und Führungskräfte in ihrem Glauben an Fortschritt und Innovation in der Stammzellentherapie. In ihr steckt enormes medizinisches Potenzial und diese Entwicklung möchte Vita 34 aktiv mitgestalten. Dazu gehört nicht nur besonderes berufliches Know-how aus den Bereichen der Chemie, der Biologie und der Biotechnologie sowie der Medizin, sondern auch der Mut und die Weitsicht ein Unternehmen im Spannungsfeld zwischen Forschung und Wirtschaft sicher, innovativ und mit stetem Wachstum in die Zukunft zu führen. (09.05.2022/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Die diesem Artikel zugrundeliegende Finanzanalyse / Studie zu dieser Gesellschaft ist im Auftrag dieser Gesellschaft oder einer dieser Gesellschaft nahe stehenden Person oder Unternehmens erstellt worden.





 
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