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Do, 1. Dezember 2022, 7:42 Uhr

Volkswagen Vz

WKN: 766403 / ISIN: DE0007664039

Volkswagen: Die Porsche AG soll am 29. September an die Börse gehen! Aktienanalyse


19.09.22 09:38
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Volkswagen-Aktienanalyse von der Raiffeisen Bank International AG:

Helge Rechberger, Analyst der Raiffeisen Bank International AG (RBI), nimmt die Vorzugsaktie der Volkswagen AG (VW) (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) in einer aktuellen Aktienanalyse unter die Lupe.

Jetzt sei die Katze aus dem Sack: Die Porsche AG solle am 29. September an die Börse gehen. Ab dann solle ein Teil der Vorzugsaktien der Volkswagen-Tochter frei am Markt gehandelt werden, wie Vorstand und Aufsichtsrat des Volkswagen-Konzerns am Abend des 18. September beschlossen hätten. Die Vorzugsaktien der Porsche AG sollten in einer Preisspanne zwischen EUR 76,50 und 82,50 angeboten werden.

Geplant sei die Ausgabe von bis zu 113.875.000 Vorzugsaktien, inklusive Mehrzuteilungsoptionen. Damit könne der Volkswagen-Konzern brutto bis zu EUR 9,4 Mrd. erlösen. Es wäre somit einer der größten Börsengänge in Deutschland und Europa der vergangenen Jahrzehnte.

An die VW-Eigentümerholding Porsche Automobil Holding SE (PSE) (ISIN DE000PAH0038 / WKN PAH003) sollten zudem 25% plus eine Stammaktie der Sportwagentochter gehen. Dieser Verkauf würde VW bis zu weitere EUR 10,1 Mrd. einbringen. Im Dezember solle eine außerordentliche Hauptversammlung darüber entscheiden, ob über eine Sonderdividende 49% des gesamten Erlöses aus Börsengang und Stammaktienverkauf wieder an die Aktionäre ausgeschüttet werde.

Für den Handelsstart der Porsche AG-Aktien in Frankfurt hätten VW und die Dachgesellschaft Porsche SE bisher allgemein Ende September oder Anfang Oktober angepeilt. Ein konkreter Tag sei zuvor nicht genannt worden. Die Entscheidung zum Gang aufs Parkett habe wegen der angespannten weltwirtschaftlichen Lage und Verteuerung von Energie offiziell noch unter Vorbehalt gestanden. Die Zeichnungsfrist solle nun aber voraussichtlich am 20. September starten und bis zum 28. September laufen.

Den jahrelang immer wieder ins Spiel gebrachten Börsengang prüften die Unternehmen seit Februar. Vor zwei Wochen sei der grundsätzliche Beschluss gefallen. Europas größte Autogruppe wolle so zusätzliche Geldquellen anzapfen. Die Volkswagen AG plane Milliarden-Investitionen aus den Einnahmen. Zudem hoffe sie, selbst für Anleger attraktiver zu werden. Porsches Marktbewertung an der Börse hätten mehrere Analysten zuletzt auf EUR 70 bis 85 Mrd. geschätzt. Rechnerisch wären es bei 911 Millionen (!) Porsche AG-Aktien insgesamt am oberen Ende der Preisspanne bis zu gut EUR 75 Mrd. Zum Vergleich: Volkswagen selbst komme am Finanzmarkt derzeit auf gut EUR 87 Mrd. Marktkapitalisierung.

Das Grundkapital der Porsche AG sei zur Hälfte in stimmrechtslose Vorzugs- und stimmberechtigte Stammaktien aufgespalten worden. Bis zu ein Viertel der Vorzüge - also in etwa ein Achtel aller Anteile - solle Ende September in den Handel gehen.

Gleichzeitig erhalte die PSE mit einem Anteil von etwas mehr als 25% der Stammaktien über eine Sperrminorität Einfluss auf wichtige Entscheidungen. Auch dieser Schritt sei nun fest vereinbart. Der Aufsichtsrat der PSE habe einem entsprechenden Kaufvertrag zugestimmt.

Insgesamt solle es durch die Neustrukturierung 911 Millionen einzelne Wertpapiere geben - wohl eine Art Werbe-Gag, mit dem Porsche auf sein bekanntestes Modell, den 911er, anspiele. Das operative Geschäft mit weiteren Baureihen wie dem Cayenne, Macan, Panamera oder Taycan sei in der Porsche AG gebündelt. Dagegen halte die von den Familien Porsche und Piëch kontrollierte PSE die Mehrheit der Stimmrechte am Volkswagen-Konzern in Wolfsburg.

Die letzte Empfehlung von Raiffeisen Research zur Vorzugsaktie von Volkswagen lautete "Halten", so Helge Rechberger, Analyst der Raiffeisen Bank International AG. (Analyse vom 19.09.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus:

Offenlegungen

3. RBI oder eine mit ihr verbundene juristische Person ist Market Maker oder Specialist oder Designated Sponsor oder Stabilisierungsmanager oder sonstiger Liquiditätsspender in den Finanzinstrumenten des Emittenten.

7. Der zuständige Analyst oder eine sonstige an der Erstellung der Finanzanalyse mitwirkende natürliche Person oder eine sonstige natürliche Person von Raiffeisen Research besitzt Finanzinstrumente des von ihm analysierten Emittenten.

12. RBI erbrachte für den Emittenten in den vorangegangenen 12 Monaten Wertpapierdienstleistungen gemäß Anhang I Abschnitte A (Wertpapierdienstleistungen und Anlagetätigkeiten) und B (Nebendienstleistungen) der Richtlinie 2014/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates.

Offenlegung von Umständen und Interessen, die die Objektivität der RBI gefährden könnten: www.raiffeisenresearch.com/disclosuresobjectivity

Börsenplätze Volkswagen-Vorzugsaktie:

Tradegate-Aktienkurs Volkswagen-Vorzugsaktie:
146,30 EUR -0,54% (19.09.2022, 09:39)

XETRA-Aktienkurs Volkswagen-Vorzugsaktie:
146,32 EUR +0,59% (19.09.2022, 09:24)

ISIN Volkswagen-Vorzugsaktie:
DE0007664039

WKN Volkswagen-Vorzugsaktie:
766403

Ticker-Symbol Volkswagen-Vorzugsaktie:
VOW3

NASDAQ OTC-Symbol Volkswagen-Vorzugsaktie:
VLKPF

Kurzprofil Volkswagen AG:

Der Volkswagen Konzern (ISIN: DE0007664039, WKN: 766403, Ticker-Symbol: VOW3, NASDAQ OTC-Symbol: VLKPF) mit Sitz in Wolfsburg ist einer der führenden Automobilhersteller weltweit und der größte Autobauer Europas. Zehn Marken aus fünf europäischen Ländern gehören zum Konzern: Volkswagen, Volkswagen Nutzfahrzeuge, ŠKODA, SEAT, CUPRA, Audi, Lamborghini, Bentley, Porsche und Ducati. Darüber hinaus bietet der Volkswagen Konzern ein breites Spektrum an weiteren Marken und Geschäftsbereichen an. Darunter auch Finanzdienstleistungen, wozu die Händler- und Kundenfinanzierung, das Leasing, das Bank- und Versicherungsgeschäft sowie das Flottenmanagement zählen.

Mit seinem Zukunftsprogramm und der neuen Konzernstrategie 2030 "NEW AUTO - Mobility for Generations to Come" hat der Volkswagen Konzern den Weg freigemacht für den größten Veränderungsprozess seiner Geschichte: Die Neuausrichtung eines der besten Automobilunternehmen zu einem der weltweit führenden Anbieter nachhaltiger Mobilität. Dazu wird der Konzern sein automobiles Kerngeschäft transformieren, u.a. mit mehr als 30 zusätzlichen vollelektrischen Modellen bis zum Jahr 2025, sowie dem Ausbau von Batterietechnologie und autonomem Fahren als neue Kernkompetenzen. (19.09.2022/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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