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Sa, 2. Juli 2022, 13:42 Uhr

Vossloh

WKN: 766710 / ISIN: DE0007667107

Vossloh: Politik setzt auf den Verkehrsträger Schiene - Aktienanalyse


04.04.22 15:22
Der Anlegerbrief

Krefeld (www.aktiencheck.de) - Vossloh-Aktienanalyse von "Der Anlegerbrief":

Die Aktienexperten von "Der Anlegerbrief" nehmen in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Verkehrstechnik-Konzerns Vossloh AG (ISIN: DE0007667107, WKN: 766710, Ticker-Symbol: VOS, Nasdaq OTC-Symbol: VOSSF) unter die Lupe.

Der Ausbau des öffentlichen Schienenverkehrs sei Teil der Energiewende in Deutschland. Davon sollte Vossloh, Anbieter von Bahninfrastruktur, sukzessive profitieren. Im Geschäftsjahr 2021 (per 31.12.) sei trotz der Corona-Beschränkungen ein Umsatzplus von 8,4% auf 942,8 Mio. Euro gelungen. Maßgeblich durch ein deutlich verbessertes Zinsergebnis sei der Jahresüberschuss auf 35,9 Mio. Euro (GJ 2020: 20,8 Mio. Euro) gesprungen. Seit September 2021 gehe es für die Aktie dennoch tendenziell abwärts. Für eine Kurswende müsse noch Ertragsfantasie her.

Der "Green Deal" der Europäischen Kommission sehe vor, den Verkehr stärker von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Dafür seien hohe Investitionen in die Bahn-Infrastruktur erforderlich. 2022 möchten Bahn, Bund und Länder nach Aussagen von DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla die Rekordsumme von 13,6 Mrd. Euro unter anderem für 1.800 Kilometer Gleise und 2.000 Weichen ausgeben. Diese Aussage sei jedoch noch vor Ausbruch des Kriegs in der Ukraine getroffen worden. Welche Halbwertszeit dies wegen Militärausgaben und Entlastungspaketen der Regierung letztlich habe, müsse abgewartet werden. Das mittelfristig größte Wachstumspotenzial für Vossloh dürfte nach Meinung der Experten aus den vielzähligen Projekten aus China kommen.

In den vergangenen vier Monaten seien vier Großaufträge aus China akquiriert worden. Im Geschäftsjahr 2021 habe der Umsatzanteil in Asien (ohne Australien) bereits bei 23,3% gelegen (GJ 2020: 17,4%). Allerdings sei der China-Umsatz im Jahr 2021 von Nachholeffekten durch die Corona-Pandemie geprägt gewesen. Das voraussichtlich 2022 geringere Volumen aus China solle daher mit Neugeschäft aus Osteuropa (GJ 2021: 7,1% vom Konzernumsatz) ausgeglichen werden. Doch auch hier müsse wegen des Ukraine-Kriegs ein Fragezeichen gesetzt werden. Insofern sei der Ausblick des Managements für 2022 eher verhalten: Die Umsatzspanne reiche von rd. -2 bis +6% (925 bis 1.000 Mio. Euro), die EBIT-Marge von 7,5 bis 8,5% (GJ 2021: 7,7%).

Vossloh sei für den Ausbau des Schienenverkehrs bestens positioniert. Steigende Material- und Energiekosten lassen die Aktienexperten von "Der Anlegerbrief" neben dem temporär sinkenden Volumen aus China vorsichtig kalkulieren. Das Papier sei somit mit einem KGV von 27 nicht günstig bewertet. Die Experten würden daher den weiteren Newsflow noch abwarten. (Ausgabe 12 vom 02.04.2022)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Börsenplätze Vossloh-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Vossloh-Aktie:
38,05 EUR +0,66% (04.04.2022, 14:37)

Tradegate-Aktienkurs Vossloh-Aktie:
37,95 EUR -0,13% (04.04.2022, 15:01)

ISIN Vossloh-Aktie:
DE0007667107

WKN Vossloh-Aktie:
766710

Ticker-Symbol Vossloh-Aktie:
VOS

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Vossloh-Aktie:
VOSSF

Kurzprofil Vossloh AG:

Vossloh (ISIN: DE0007667107, WKN: 766710, Ticker-Symbol: VOS, Nasdaq OTC-Symbol: VOSSF) ist ein weltweit agierender Technologiekonzern, der seit über 135 Jahren für Qualität, Sicherheit, Kundenorientierung, Zuverlässigkeit und Innovationskraft steht. Mit seinem umfassenden Angebot an Produkten und Dienstleistungen rund um den Fahrweg Schiene zählt Vossloh zu den Weltmarktführern in diesem Bereich. Vossloh bietet ein einzigartig breites Leistungsspektrum unter einem Dach an: Schienenbefestigungssysteme, Betonschwellen, Weichensysteme und Kreuzungen sowie innovative und zunehmend digitalbasierte Dienstleistungen für den gesamten Lebenszyklus von Schienen und Weichen. Vossloh nutzt das systemische Fahrwegverständnis, um das zentrale Kundenbedürfnis "Verfügbarkeit des Fahrwegs Schiene" zu adressieren.

Vossloh Produkte sind in mehr als 85 Ländern im Einsatz. Mit etwa 80 Konzerngesellschaften in rund 30 Ländern und über 35 Produktionsstandorten ist Vossloh weltweit vor Ort aktiv. Vossloh bekennt sich zu einer nachhaltigen Unternehmensführung und zum Klimaschutz und leistet mit seinen Produkten und Dienstleistungen einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität von Menschen und Gütern.

Die Konzernaktivitäten sind in den drei Geschäftsbereichen Core Components, Customized Modules und Lifecycle Solutions gegliedert. Im Geschäftsjahr 2021 erzielte Vossloh mit etwa 3.600 Mitarbeitern einen Umsatz von 942,8 Mio. Euro. (04.04.2022/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.





 
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