Suchen
Login
Anzeige:
Fr, 27. Januar 2023, 21:46 Uhr

S&P 500

WKN: A0AET0 / ISIN: US78378X1072

Wäre ein Präsident Joe Biden wirklich so schlecht für die Aktienmärkte?


31.07.20 11:00
LYNX Broker

Berlin (www.aktiencheck.de) - US-Präsident Trump rühmt sich, dass es während seiner Amtszeit an der Börse immer weiter bergauf ging, berichten die Experten von LYNX Broker.

Selbst die aktuelle Wirtschaftskrise im Zuge der Corona-Pandemie habe diesem Umstand bislang nichts anhaben können. Für den amtierenden Präsidenten der USA - und viele Investoren - sei daher klar: Trump sei gut für die Börse, ein Wechsel im Weißen Haus würde den Aktienmärkten schaden. Mit der immer näher rückenden US-Wahl stelle sich aber zunehmend die Frage, ob dieses Narrativ tatsächlich stimme und ob ein Präsident Joe Biden den Bullen den Todesstoß versetzen würde, denn aktuell sehe es stark danach aus, als ob sich Trump in Zukunft deutlich mehr Zeit zum Golf spielen nehmen könne.

"Joe Biden wäre sicher kein Präsident, über den man an der Börse in Jubelstürme ausbrechen würde, aber so katastrophal wie vielfach dargestellt dürfte es nicht werden. Im Gegenteil: Joe Biden könnte auf lange Sicht den Aktienmärkten sogar nutzen", behauptet Sascha Sadowski, Marktexperte beim Online-Broker LYNX. Seiner Meinung nach sei eine der größten Stellschrauben für langfristig stabile und steigende Kurse in den USA die internationale Nachfrage nach dem US-Dollar als Reservewährung. "Seit dem zweiten Weltkrieg sind die USA in einer Führungsrolle, sowohl politisch als auch wirtschaftlich. Für Trump ist das jedoch unnötiger Ballast, wie viele seiner Entscheidungen beweisen. Joe Biden hingegen will die USA offenbar zurück an die Spitze der wichtigsten multilateralen Organisationen wie UNO und NATO bringen. Das, sowie das wahrscheinliche Ende der Handelskriege, dürfte für Stabilität sorgen - und das kann der Wirtschaft und damit auch der Börse nur nutzen. Hinzu kommt, dass ein stabiler Dollar essentiell ist, damit die FED das nötige Geld zur Verfügung stellen kann, um die vielen Stützungs- und Hilfspakete der letzten Monate zu finanzieren", erkläre der Experte seinen Standpunkt, dass Joe Biden langfristig vielleicht tatsächlich die bessere Wahl als US-Präsident wäre.

Kurzfristig könnten die Aktienmärkte jedoch tatsächlich verschnupft auf eine Wahl Bidens reagieren, immerhin plane er rund die Hälfte der von Trump durchgesetzten Steuersenkungen wieder rückgängig zu machen und den Steuersatz auf 28 Prozent anzuheben. Schätzungen zufolge würden diese Maßnahmen den effektiven Steuersatz um vier bis fünf Prozent erhöhen und den Gewinn pro Aktie im S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) um etwa 9 US-Dollar senken. Dazu Sadowski: "Natürlich sind Steuererhöhungen für die Aktienmärkte keine guten Nachrichten. Aber wie schon die Steuersenkungen wird auch eine Erhöhung nur eine gewisse Zeit lang Auswirkungen haben. Zudem sollte man bedenken, dass die Steuern weltweit in absehbarer Zeit steigen dürften - immerhin wollen all die Hilfspakete der letzten Monate auch bezahlt werden. Auch wird Biden vermutlich noch einige Zeit warten, bis er die Steuern erhöht, denn das würde die negativen Auswirkungen der Krise erneut verschärfen." (31.07.2020/ac/a/m)



 
20:33 , dpa-AFX
Aktien New York: US-Börsen zurück im Plus - Trü [...]
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben am Freitag nach einem zunächst richtungslosen Verlauf zugelegt. ...
17:13 , dpa-AFX
ROUNDUP/Aktien New York: Ohne klare Richtung [...]
NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen haben sich am Freitag im frühen Handel richtungslos gezeigt. Ein sehr ...
16:31 , dpa-AFX
Aktien New York: Erholung läuft - Nasdaq zurück [...]
NEW YORK (dpa-AFX) - Ungeachtet eines sehr schwachen Ausblicks des Chip-Riesen Intel sind die US-Börsen am ...