Suchen
Login
Anzeige:
Do, 11. August 2022, 12:49 Uhr

Weiterhin große Unsicherheit an globalen Aktienmärkten


03.05.22 15:25
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Weiterhin herrscht große Unsicherheit an den globalen Aktienmärkten, so die Analysten der National-Bank AG.

Das gelte weniger für das FOMC-Treffen der US-Notenbank in dieser Woche. Diesbezüglich werde nunmehr relativ einhellig mit einer Zinserhöhung der FED um 50 Basispunkte gerechnet. Dies wäre der erste Zinsschritt in dieser Höhe seit dem Jahr 2000. Auch für die nächsten beiden Sitzungen der FED werde mit Zinsschritten in dieser Größenordnung gerechnet. Der US-Leitzins solle so relativ schnell auf ein neutrales Niveau gehoben werden, also auf ein Niveau in dem dieser die Wirtschaft weder unterstützt noch ausbremse. Starke Verunsicherung herrsche weiter im Unternehmenslager im Hinblick auf die negativen Implikationen des Ukraine-Kriegs. Diesbezüglich seien wenigstens mittelfristig deutliche negative Konsequenzen zu erwarten, gerade im Hinblick auf die Energiesicherheit und die Auswirkungen auf die ohnehin schon strapazierten Lieferketten. Ein kurzfristiges Kriegsende erscheine jedenfalls vollkommen illusorisch. Zu den genannten Belastungsfaktoren geselle sich zunehmend die Zero-Covid Politik der chinesischen Regierung. Die strengen Lock-Downs in führenden Wirtschaftsmetropolen würden deutliche Auswirkungen auf die chinesische Wirtschaft und damit auch auf die Weltwirtschaft haben, seien doch viele - gerade europäische Unternehmen - in hohem Maße abhängig von der Lieferung in China gefertigter Vorprodukte. Zu befürchten sei, dass sich die Folgen dieser äußerst restriktiven chinesischen Covid-Politik erst in den nächsten Wochen sukzessive zeigen würden.

Im S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) und im EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) hätten bislang ca. 50% der Unternehmen ihre Q1-Zahlen berichtet, zu Buche stünden bei ersteren Umsatzzuwächse von ca. 13% und eine Gewinnausweitung von 2,6%. Im EURO STOXX 50 belaufe sich die Umsatzausweitung auf 23,2% und die Gewinne hätten um ca. 29% zugelegt. Die Zahlen seien als positiv zu werten, einschränkend sei aber auch festzuhalten, dass der Ukraine-Krieg erst Ende Februar begonnen habe und daher die Auswirkungen in den Zahlen des ersten Quartals noch keine ausreichende Berücksichtigung gefunden hätten. Die Folgen für das Unternehmenslager würden sich daher aus den Zahlen zum ersten Quartal - wenn überhaupt - nur ansatzweise herauslesen lassen. Insbesondere die Ausblicke würden vage bleiben.

Aktien

Die Gemengelage an den globalen Aktienmärkten bleibe herausfordernd. Für eher sinkende Notierungen würden die Vielzahl an skizzierten Belastungsfaktoren sprechen. Aus denen würden sich aber auch Hoffnungsschimmer für die Aktienmärkte ergeben, da Aktien als sehr gute Absicherung gegen hohe Inflationsraten angesehen würden und daher bei vielen institutionellen Investoren weiter weit oben auf der Kaufliste stünden. Die Analysten der National-Bank AG seien überzeugt, dass gerade der US-Aktienmarkt fortdauernd gute Anlagemöglichkeiten biete, nicht nur, aber auch wegen der größeren räumlichen Entfernung zum Kriegsgeschehen. (03.05.2022/ac/a/m)




 
Werte im Artikel
4.220 plus
+0,27%
3.746 minus
-0,33%