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Fr, 9. Dezember 2022, 16:40 Uhr

Weiterhin sinkender Ölpreis dominiert Rohstoffmarkt im April


05.05.20 13:22
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Der Edelmetallsektor entwickelte sich zu Beginn des zweiten Quartals positiv, so die Experten von Stabilitas Fonds.

Der Goldpreis sei nach Schwankungen im März im April um 7,3 Prozent gestiegen und habe den Monat bei 1.686,80 US-Dollar pro Feinunze beendet. Silber habe sich nach Verlusten im Vormonat wieder etwas erholt. Der Preis pro Feinunze sei ebenfalls um 7,0 Prozent gestiegen und habe zum Monatsende bei 14,96 US-Dollar gelegen.

"Gold konnte den Einbruch im März mehr als kompensieren und hat sich eindeutig als Krisenmetall bestätigt. Das Edelmetall kompensiert die inflationären Problematiken, die das hohe Liquiditätsniveau im Markt mit sich bringt. Der Silberpreis ist gekennzeichnet von der aktuell geringeren Nachfrage nach Industriemetallen", sage Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

Die Preise für Platin und Palladium hätten im abgelaufenen Monat geringeren Schwankungen als im März unterlegen. Der Platinpreis sei um 7,1 Prozent gestiegen und habe am Monatsende 776,75 US-Dollar pro Feinunze betragen. Im Gegensatz dazu sei der Preis für Palladium im April um 16,2 Prozent erneut gefallen und habe den Monat April bei 1.969,00 US-Dollar pro Feinunze beendet. "Die Platinproduktion in Südafrika wurde auf etwas reduziertem Niveau wieder aufgenommen, was sich in dem leichten Preisanstieg der letzten vier Wochen widerspiegelt. Nichtsdestotrotz ist die weiterhin geringere Industrienachfrage für beide Metalle spürbar", sage Siegel.

Die Aktien der Minengesellschaften hätten die Einbrüche aus dem Vormonat im April vollständig kompensieren können und würden nun neue Jahreshochs zeigen. "Minenaktien profitieren momentan von den neuen Höchstständen beim Goldpreis. Beim XAU Goldminenindex spiegelt sich dies in einem Sieben-Jahreshoch wider", sage Siegel.

Bei den Basismetallen habe der April insgesamt ein uneinheitliches Bild gezeigt. Die Preise für Blei (-6,0 Prozent) und Aluminium (-2,5 Prozent) seien im April erneut gesunken. Bei Zink (+3,3 Prozent), Kupfer (+9,1 Prozent) und Nickel (+8,0 Prozent) seien sie leicht angestiegen. "Die Preisentwicklung im abgelaufenen Monat verweist auf eine leichte Gegenreaktion in der Abwärtsbewegung. Es ist jedoch damit zu rechnen, dass sich der Abwärtstrend insgesamt fortsetzen wird", ergänze Siegel.

Die Preisentwicklung bei Brent-Öl sei weiterhin negativ. Der Ölpreis sei um 8 Prozent gefallen und habe den Monat April mit 18,84 US-Dollar pro Barrel beendet. "Beim Öl besteht ein Überangebot und fehlende Lagerkapazitäten, was an den Terminmärkten zwischenzeitlich zu Preisabfällen unter Null führte. Ein andauernd starker Abwärtstrend ist allerdings nicht mehr zu erwarten. Auch die Aktienpreise der Ölkonzerne sind trotz zwischenzeitlicher Schwankungen in den letzten Wochen relativ stabil geblieben", sage Siegel abschließend. (Ausgabe vom 04.05.2020) (05.05.2020/ac/a/m)




 
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