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Zins und Inflationsaussichten erhöhen die Anziehungskraft von Gold


22.02.22 15:44
VanEck

Frankfurt am Main (www.aktiencheck.de) - "Bald wird die quantitative Lockerung Geschichte sein und die FED wird die Zinsen anheben", sagt Joe Foster, Portfoliomanager und Goldstratege bei VanEck, in seinem aktuellen Goldkommentar.

"Zwar wird Washington immer wieder große Mengen an Steuergeldern ausgeben, aber die milliardenschweren Konjunkturpakete scheinen ebenfalls der Vergangenheit anzugehören."

Durch quantitative Lockerungen habe die FED den privaten Sektor verdrängt und finanziere seit 2010 über 50 Prozent des gesamten staatlichen Kreditbedarfs. Sie halte ferner über 30 Prozent aller staatlich garantierten hypothekarisch gesicherten Wertpapiere. Alle diese Anreize hätten die Märkte und die Preissignale für die Anleger verzerrt. So habe sich beispielsweise die Renditekurve in einer Zeit steigender Inflationserwartungen abgeflacht, was das Gegenteil von dem sei, was in vergangenen Inflationszyklen geschehen sei. Das letzte Mal, dass die Realzinsen so stark negativ gewesen seien wie im Jahr 2021, sei 1974 gewesen, als der S&P 500-Index (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) um 37 Prozent gefallen sei. Im Jahr 2021 sei derselbe Index hingegen um 29 Prozent gestiegen.

Die Erkenntnis, dass die Wirtschaft möglicherweise ohne Anreize auskommen müsse, habe viele große Aktienindices im Januar abrutschen lassen. Die Volatilität zum Jahreswechsel scheine ein Vorbote für ein Jahr außergewöhnlicher Unsicherheit zu sein, in dem das Finanzsystem versuche, zur Normalität zurückzukehren. Wenn der Übergang erfolgreich verlaufe, würden viele Jahre mit Zinsanhebungen um 25 Basispunkte und der Veräußerung von Billionen von Staatsanleihen und hypothekarisch gesicherten Wertpapieren ins Land gehen. "Wir bezweifeln, dass das System wieder zur Normalität zurückkehren kann, ohne dass es zu mehr und möglicherweise extremer Marktvolatilität mit einigen unbeabsichtigten Folgen kommt", so Foster.

Bisher habe sich Gold (ISIN XC0009655157/ WKN 965515) der Volatilität des Marktes entzogen, sein Kurs sei im Januar wie schon seit über einem Jahr um die 1.800 US-Dollar gependelt. "In einem solchen Markt ist eine unspektakuläre Entwicklung aber vielleicht gar nicht so schlecht. Wir erwarten jedoch, dass Gold im Jahr 2022 weiter zulegen wird. Unseres Erachtens dürfte es sich besser entwickeln, wenn sich die Risiken einer strafferen Geldpolitik der FED auswirken und andere Inflationstreiber weiter zunehmen", sage Foster.

Die letzte Pandemie, die in Bezug auf die Sterblichkeit vergleichbar gewesen sei, sei vor über einem Jahrhundert ausgebrochen und vom Ersten Weltkrieg begleitet worden. Die Ausgaben für den Krieg könnten in etwa mit den Ausgaben für die Bekämpfung des Coronavirus gleichgesetzt werden. Die Inflation sei 1918 auf 18 Prozent hochgeschnellt, 1919 habe sie bei 14,6 Prozent und 1920 bei 15,6 Prozent gelegen. "Wir erwarten zwar keine zweistellige Inflation in diesem Post-Pandemie-Zyklus. Wenn die Inflation aber mehrere Jahre lang hoch bleibt, wird das Finanzsystem nicht in der Lage sein, auf längere Sicht zur Normalität zurückzukehren. Dies könnte sich zu einem Umfeld entwickeln, in dem Gold und Goldaktien glänzen können", erkläre Foster. (22.02.2022/ac/a/m)





 
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