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Mi, 5. Oktober 2022, 6:56 Uhr

Zwei Hauptrisikofaktoren für globale Aktienmärkte


21.12.21 14:15
National-Bank AG

Essen (www.aktiencheck.de) - Aktualitäten: Als die zwei Hauptrisikofaktoren für die globalen Aktienmärkte zum Neuen Jahr gelten zum einen eine deutlich restriktiver werdende Geldpolitik der US-Notenbank und zum anderen ein sich dynamisch entwickelndes Infektionsgeschehen durch die Omikron-Variante des Corona-Virus, so die Analysten der National-Bank AG.

Hinsichtlich der Geldpolitik habe die FED in der letzten Woche verkündet, dass sie ihre Anleihenkäufe deutlich stärker als bislang angekündigt, reduziert. Ab Januar verringere die FED ihre Anleihenkäufe um 30 Mrd. USD (bis dahin 15 Mrd. USD), sodass diese im März 2022 enden würden. Ursächlich dafür sei die veränderte Einschätzung der US-Notenbank, dass die momentan erhöhten Inflationsdaten persistenter seien als dies bislang angenommen worden sei. Zudem kündige die FED für das nächste Jahr drei Zinsschritte an und nehme damit eine Menge an Spekulation aus dem Markt. Das etwas restriktivere Vorgehen der FED sollte Anleger aber nicht allzu stark verunsichern: Trotz der modifizierten US-Geldpolitik werde das Zinsniveau weiterhin auf einem sehr moderaten Niveau verbleiben. Dies gelte für die USA, aber umso mehr für die Zinsen im Euroraum. Die hiesigen Leitzinsen würden noch lange auf dem momentanen "Nullerniveau" verbleiben.

Die zweite grundlegende Risikodeterminante habe zu Beginn dieser Aktienwoche die Stimmung erstmal ordentlich verhagelt. Um sich greifende Sorgen im Hinblick auf die Ausbreitung der Omikron-Variante hätten global die Aktienmärkte zum Handelsstart deutlich einbrechen lassen. Im Raume stehe abermals eine deutliche Verschärfung der Corona-Schutzmaßnahmen bis hin zu Lockdowns, welche in einigen Ländern der EU schon Realität seien. Von vorweihnachtlicher Ruhe sei an den Aktienmärkten nichts zu spüren, vielmehr sei davon auszugehen, dass auch zu Beginn des Neuen Jahres das Sentiment weiterhin deutlich von Corona geprägt sein werde. Trotzdem würden die Analysten der National-Bank AG nicht ihre zuversichtliche Aktienmarktmeinung für das Jahr 2022 ändern.

Aktien

Die relative Attraktivität der Aktienanlage im Vergleich zu den nominalbasierten Anlageklassen sollte sich auch im Neuen Jahr als eine der wesentlichen Determinanten für die Fortführung des Aktienmarktaufschwungs der letzten Monate herausstellen. Die oftmals gestellte Frage "Wo soll ich denn mein Geld anlegen" werde weiterhin dazu führen, dass eine Fülle von Liquidität auf der Suche nach Werterhalt und/oder Renditechancen in die globalen Aktienmärkte fließen werde. Dies werde solange passieren, wie die Alternativanlagen zu den Aktienmärkten keine wertsichernden Alternativen darstellen würden. Bei Realrenditen deutlich im negativen Terrain liege diese Bedingung vor. Das Geldverdienen werde voraussichtlich schwieriger werden als über das gesamte Aktienjahr 2021 hinweg. Trotzdem: Interessante Anlagechancen, gerade auf dem Feld der sog. Zukunftsthemen (Künstliche Intelligenz, Erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit, Gesundheitsbranche) würden auch für das Aktienjahr 2022 eine Fülle an renditeträchtigen Investments versprechen. (21.12.2021/ac/a/m)





 
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