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Mo, 24. Januar 2022, 1:03 Uhr

Dem deutschen Aktienmarkt ist die Puste ausgegangen


19.11.21 09:44
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Dem deutschen Aktienmarkt ist am Donnerstag im Verlauf des Handels die Puste ausgegangen, so die Analysten der Nord LB.

Lediglich Technologietitel seien mit einem kleinen Plus aus dem Tag gegangen. Nachdem Siemens Healthineers (ISIN DE000SHL1006/ WKN SHL100) bereits am Mittwoch - nach neuen Mittelfristzielen - gesucht gewesen sei, sei es am Berichtstag erneut um 3,79% bergauf gegangen. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) sei um -0,18% und der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) um -0,39% gesunken. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) sei um +0,42% geklettert.

Inflationssorgen auf der einen und teilweise gute Geschäftszahlen von Technologie- und Einzelhandelstiteln auf der anderen Seite hätten an den US-Börsen keine einheitliche Tendenz zugelassen. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) sei um -0,17% gefallen. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) sei um +0,34% und der Nasdaq-Comp. (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um +0,45% gestiegen. Gefragt gewesen seien die Papiere von NVIDIA (ISIN US67066G1040/ WKN 918422), die nach guten Geschäftszahlen und einer unerwartet hohen Umsatzprognose um 8,25% nach oben gesprungen seien.

Der Nikkei-225 (ISIN JP9010C00002/ WKN A1RRF6) gehe freundlich ins Wochenende: 29.746 (+0,50%).

MTU Aero Engines (ISIN DE000A0D9PT0/ WKN A0D9PT) erwarte, dass 2022 alle Geschäftsbereiche wieder organisch wachsen würden. Auch mittelfristig gehe der Triebwerksbauer von einer Zunahme in allen Bereichen aus. MTU rechne für 2022 mit Erlösen von 5,2 bis 5,4 Mrd. EUR und bis 2024 mit einem kontinuierlichen Umsatzwachstum. Das bereinigte EBIT dürfte 2022 im mittleren Zwanziger-Prozentbereich zunehmen, der bereinigte Gewinn nach Steuern dürfte sich analog entwickeln. Bis 2024 sollte das bereinigte EBIT wieder über dem Vorkrisenniveau liegen, habe es geheißen.

thyssenkrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) habe im abgelaufenen Geschäftsjahr beim Umbau Fortschritte gemacht und das Ergebnis deutlich verbessert. Die Umsätze seien um 18% auf 34,0 Mrd. EUR gestiegen, das bereinigte EBIT sei mit 796 (-1.759) Mio. EUR deutlich ins Plus gedreht. Der Auftragseingang habe 39,6 Mrd. EUR (+41%) erreicht. Angesichts der Erfolge des abgelaufenen Jahres sei der Konzern zuversichtlich für das GJ 2021/22. Der operative Gewinn (bereinigtes EBIT) solle, u.a. durch bessere Zahlen der Stahlsparte, auf 1,5 bis 1,8 Mrd. EUR nach oben schnellen. Der Jahresüberschuss solle mindestens bei 1 Mrd. EUR liegen.

CTS Eventim (ISIN DE0005470306/ WKN 547030) sei dank eines florierenden Vorverkaufs für Tourneen wieder in die schwarzen Zahlen zurückgekehrt. Der Umsatz habe in Q3 114,7 (2020: 30,2) Mio. EUR erreicht, habe der Ticketvermarkter und Konzertveranstalter mitgeteilt. Das normalisierte operative Ergebnis (EBITDA) habe bei 26,0 (-15,0) Mio. EUR gelegen. Damit ergebe sich für die ersten neun Monate ein Umsatz von 180,0 (228,7) Mio. EUR. Das EBITDA habe 105,4 (-17,7) Mio. EUR erreicht, davon würden rund 100 Mio. EUR aus den Corona-Hilfen der Bundesregierung stammen.

KWS SAAT (ISIN DE0007074007/ WKN 707400) sei gut ins Geschäftsjahr 2021/22 (30.06.) gestartet. In Q1 sei der Umsatz um 20% (währungsbereinigt: +23%) auf 220,8 Mio. EUR gestiegen, habe der Konzern mitgeteilt. Die Kennzahlen für das Betriebsergebnis und das Periodenergebnis hätten sich gegenüber dem Vorjahresquartal verbessert, seien aber saisontypisch im negativen Bereich geblieben: das EBITDA habe bei  -19,7 (-27,3) Mio. EUR gelegen, das EBIT habe -42,1 (-50,5) Mio. EUR betragen und das Periodenergebnis habe bei -43,3 (-47,9) Mio. gelegen. KWS habe die Prognose für das Gesamtjahr bekräftigt und rechne mit einem Umsatzplus von 5 bis 7%.

Cisco (ISIN US17275R1023/ WKN 878841) rechne im lfd. Quartal nur mit einem Umsatzwachstum von 4,5 bis 6,5%. Die Lieferkettenprobleme würden zudem höhere Kosten verursachen, habe der US-Netzwerkausrüster mitgeteilt. Schon im abgelaufenen Quartal habe sich Cisco mit einem "sehr dynamischen Lieferumfeld" konfrontiert gesehen, so CEO Robbins. Die Erlöse in dem Zeitraum hätten dennoch um 8% auf 12,9 Mrd. USD zugelegt, der Überschuss habe 3,0 (2,2) Mrd. USD erreicht.

Der Euro habe nach mehreren schwachen Tagen endlich wieder einmal zulegen können.

Im Kampf gegen die hohen Ölpreise wolle China nun wohl die staatlichen Ölreserven anzapfen. Auch andere Großverbraucher würden über einen solchen Schritt nachdenken. Die Ölnotierungen hätten mit Abschlägen reagiert. Gold habe sich knapp auf Vortagesniveau gehalten. (19.11.2021/ac/a/m)





 
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