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Platin

WKN: COM017 / ISIN: XC0009665545

Das verraten Gold und Platin über die Zukunft der Aktienmärkte


01.04.22 11:05
LYNX Broker

Berlin (www.aktiencheck.de) - Die Aussichten für die US-Aktienmärkte lassen durchaus zu wünschen übrig, so die Experten vom Online-Broker LYNX.

Das lege jedenfalls ein relativ neuer Indikator nahe, der in der Vergangenheit mit seinen Prognosen häufig richtiglag. Die Rede sei vom Verhältnis zwischen dem Gold- und dem Platinpreis. Erstmals in einer Studie im Journal of Financial Economics im Jahr 2019 beschrieben, sei das Gold-Platin-Verhältnis als Indikator für die Aktienmärkte von Darien Huang und Mete Kilic entdeckt worden. Es habe sich gezeigt, dass ein steigendes, bzw. fallendes Gold-Platin-Verhältnis niedrigere bzw. höhere Aktienmarktrenditen in den folgenden 12 Monaten prognostiziere.

"Die Vorhersagekraft des Gold-Platin-Verhältnis scheint durchaus valide zu sein", erkläre Sascha Sadowski, Marktexperte vom Online-Broker LYNX. "Seit 1975 liegt es als Indikator für die kommende Entwicklung der Aktienmärkte erstaunlich oft richtig - häufiger sogar als der CAPE-Indikator von Robert Shiller. So sank das Verhältnis zwischen Gold- und Platinpreis auch in den Jahren vor der Finanzkrise 2008 und deutete damit auf ein geringes Aufwärtspotenzial für den Aktienmarkt hin. Seit 2008 ist es meist gestiegen - genau wie der Aktienmarkt. Selbst die Entwicklungen in der Corona-Pandemie sagte der Indikator weitgehend korrekt voraus. Er stieg im Zuge des Markteinbruchs im März 2020 und prognostizierte damit das enorme Wachstum in den folgenden 12 Monaten. In den letzten Monaten ist das Verhältnis hingegen wieder gefallen, ebenso wie die Aktienkurse."

Doch warum funktioniere ausgerechnet das Verhältnis dieser beiden Edelmetalle als Prognoseinstrument für die Aktienmärkte so gut. Das läge an den unterschiedlichen Faktoren, die die Preise von Gold und Platin beeinflussen würden, erkläre Sadowski. "Der Platinpreis spiegelt in erster Linie Veränderungen in der industriellen Nachfrage wider. Steigt er, benötigt die Industrie große Mengen des Rohstoffs - eben, weil die Wirtschaft gut läuft. Gold hingegen gilt zusätzlich als sicherer Hafen, in den Anleger flüchten, um sich gegen geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten abzusichern. Steigt hier der Preis, ziehen sich Anleger aus dem risikoreicheren Aktienmarkt zurück. Genau dieses Zusammenspiel macht sich der Indikator zunutze."

Was bedeute das nun für die kommenden 12 Monate? Sadowskis Einschätzung nach würden sich die Aktienmärkte weder fantastisch noch katastrophal entwickeln. "Das Verhältnis zwischen Gold- und Platinpreis deutet darauf hin, dass die Aktienmärkte sich mäßig positiv entwickeln werden. Dafür spricht auch das sogenannte ‚War-Puzzle‘. So weisen die Aktienmärkte in Kriegszeiten tendenziell eine niedrigere Volatilität auf, Studien zufolge sogar um ganze 33 Prozent. Das könnte daran liegen, dass höhere Verteidigungsausgaben während Kriegen und militärischen Konflikten dazu führen, dass Unternehmensgewinne vorhersehbarer werden. Dies wiederum führt zu einer geringeren Volatilität und einem geringeren Risiko an den Aktienmärkten." (01.04.2022/ac/a/m)




 
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