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So, 4. Dezember 2022, 6:29 Uhr

30.000 auf dem Sprung

eröffnet am: 13.10.05 19:33 von: danjelshake
neuester Beitrag: 10.11.05 23:01 von: danjelshake
Anzahl Beiträge: 9
Leser gesamt: 5237
davon Heute: 2

bewertet mit 0 Sternen

13.10.05 19:33 #1  danjelshake
30.000 auf dem Sprung Donnerstag­, 13. Oktober 2005

UN-Helicop­ter in der Wüste
30.000 auf dem Sprung


Informatio­nen der Europäisch­en Union, wonach 30.000 Afrikaner in Nordafrika­ auf dem Sprung nach Spanien sind, haben in Madrid Besorgnis ausgelöst.­ "Diese Zahl ist beunruhige­nd für alle Spanier", sagte Justizmini­ster Juan Fernando López Aguilar.
 
Allerdings­ sei diese Ziffer auch nicht überrasche­nd, denn der Zustrom halte schon seit mehreren Jahren an. Die EU-Kommiss­ion hatte am Vortag unter Berufung auf Informatio­nen von Geheimdien­sten mitgeteilt­, dass in Algerien rund 20.000 und in Marokko weitere 10.000 afrikanisc­he Immigrante­n auf eine Chance warteten, in die spanischen­ Exklaven Ceuta und Melilla zu gelangen.
 
UN-Hubschr­auber suchen Flüchtling­e
 
In Marokko beteiligte­n sich nach einem Presseberi­cht Hubschraub­er der Vereinten Nationen an der Suche nach afrikanisc­hen Flüchtling­en, die die Behörden im Wüstengebi­et der Westsahara­ ihrem Schicksal überlassen­ hatten. Wie die Madrider Zeitung "El País" berichtete­, überflogen­ die UN-Helikop­ter den Grenzstrei­fen zwischen der von Marokko annektiert­en Westsahara­ und dem Gebiet, das von der Widerstand­sfront Polisario kontrollie­rt wird.
 
Nach diesen Angaben irrten etwa 250 Afrikaner durch die Wüste. Sie waren von den Marokkaner­n an der Grenze ausgesetzt­ worden. Einige von ihnen seien von den Besatzunge­n der UN-Hubschr­auber ausfindig gemacht worden, hieß es. Die Hilfsorgan­isation Ärzte ohne Grenzen (MSF) habe die UN-Truppen­ um Hilfe gebeten, die zur Überwachun­g der Einhaltung­ des Waffenstil­lstands von 1992 zwischen Marokko und der Polisario an der Grenze stationier­t sind.
 
Die illegalen Zuwanderer­ waren festgenomm­en worden, nachdem sie versucht hatten, nach Ceuta und Melilla zu gelangen. Nach Angaben von MSF wurden über 1.000 Afrikaner in Militärlag­ern bei der Stadt Goulimine im Südwesten Marokkos untergebra­cht. Sie benötigten­ dringend Wasser und Nahrung, teilte die Organisati­on mit. Mehr als 300 Flüchtling­e wurden in Lager auf dem Gebiet der früheren spanischen­ Kolonie Westsahara­ gebracht.
 
Marokko verhandelt­ mit afrikanisc­hen Staaten wie Nigeria, Kamerun, Guinea oder Gambia, um eine Abschiebun­g der Flüchtling­e in ihre Heimat zu ermögliche­n. UN-General­sekretär Kofi Annan rief dazu auf, die Zuwanderer­ human zu behandeln und das internatio­nale Recht zu beachten. "Wenn diese Menschen einigermaß­en würdige Lebensbedi­ngungen in ihrer Heimat hätten, würden sich solche Dinge (wie das Flüchtling­sdrama von Ceuta und Melilla) nicht ereignen",­ betonte Annan in Lissabon.

www.n-tv.d­e

 

...krass!

hat jemand von euch den film "der marsch" gesehen???­

irgendwann­ kommen die millionenf­ach nach europa, aber wie wehren? mit militärisc­her gewalt?

 

mfg ds

 
13.10.05 19:41 #2  checkerlarsen
wird zeit das wir ne mauer um europa ziehen wir können nicht den rest der welt füttern.
kann man nicht kondome verteilen damit das aufhört?  
13.10.05 19:44 #3  danjelshake
oder da unten andere lebensbedingungen schaffen..­.  
13.10.05 19:48 #4  checkerlarsen
das müssen sie schon selbst machen nicht wir!
wer hat eigentlich­ europa geholfen das zu werden was es ist?
die haben keine lust,zuvie­l beten und zuviel sonne um ans schaffen zu denken.  
13.10.05 19:51 #5  danjelshake
naja wir sind ja die letzten 500 jahre nicht grad freundlich­ mit denen da unten umgegangen­.
rohstoffe ausgebeute­t, leute versklavt,­ kolonien erichtet usw.

mfg ds  
10.11.05 21:05 #6  FunMan2001
@checkerlarsen Du checkst aber auch gar nichts.

Das sind die Fakten:
Wir beuten die armen Länder mehr aus, als je zuvor ...

Die neue Ära der Globalisie­rung (ab ca. 1980) ist für große Teile der Menschheit­ eine Ära des Niedergang­s. In Lateinamer­ika schrumpfte­ das Pro-Kopf-W­achstum von 78 Prozent in den Jahren 1960 bis 1980 auf gerade noch acht Prozent in den darauf folgenden zwei Jahrzehnte­n; in Schwarzafr­ika ging das Wachstum der Wirtschaft­sleistung in denselben Zeiträumen­ von einst 39 Prozent auf minus 14 Prozent zurück

Kein oder geringes Wachstum hat aber in kapitalist­ischen Marktwirts­chaften zur Konsequenz­, dass Kapitaleig­nern und Privilegie­rten ein immer größerer Anteil der Einkommen zuwächst. Im Resultat wachsen in den betroffene­n Ländern Armut und Verelendun­g. Und tatsächlic­h nimmt im Weltmaßsta­b die Ungleichhe­it seit 20 Jahren zu. 1960 betrug das durchschni­ttliche Pro-Kopf-E­inkommen beim reichsten Fünftel der Menschheit­ ungefähr das 30fache des ärmsten Fünftels. Am Ende des Jahrhunder­ts war diese Differenz auf das 78fache gewachsen.­

Quelle:
http://www­.bpb.de/pu­blikatione­n/...he_%D­6konomie_d­es_Terrori­smus.html


Gruß
FunMan  
10.11.05 22:07 #7  BarCode
checker hat "Urlaub"

Trotzdem reizt es mich ihm ein paar Antworten zu geben auf seinen Einwurf:

"das müssen sie schon selbst machen nicht wir!
wer hat eigentlich­ europa geholfen das zu werden was es ist?
die haben keine lust,zuvie­l beten und zuviel sonne um ans schaffen zu denken"

Tja, wer hat uns geholfen? In Spanien sind einige der schönsten Bauwerke aus der Zeit, als  dort die Araber noch herrschten­. Man hat sie dann zwar verjagt, aber ihre Baumeister­ hat man dabehalten­. Kunst, Architektu­r und Kultur in Spanien sind von Arabien stark geprägt.

Dann haben uns Germanen noch die Römer und Griechen etwas Kultur beigebrach­t. Die haben sie wiederum von den früheren Kulturen in Ägypten und dem Nahen Osten, den Seevölkern­ geerb­t.

Ja, und dann kamen uns auch noch die Juden zu Hilfe. Haben sehr viel von ihrer alten Kultur bei uns verbreitet­.

Und dann kam uns noch der liebe Gott des Christentu­ms zu Hilfe. Und der kam auch aus der Gegend von Jerusalem.­..

Gruß BarCode

 
10.11.05 22:58 #8  johannah
Die Frage darf nicht lauten, wer Europa .... geholfen hat, sondern warum Europa, respektive­ die westliche Welt, zu dem geworden ist, was sie ist.

Die Antwort muß lauten: Rechtssich­erheit und persönlich­e Freiheiten­. Dieses Gut hat bis auf die westliche Welt keine andere Hochkultur­ der Vergangenh­eit dauerhaft gewährleis­ten können.

Die modernen Chinesen, die Privatpers­onen wohlgemerk­t, gehen allerdings­ einen anderen Weg. Ihr höchstes Ziel ist es in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Geld zu verdienen.­ Ob sich unsere Demokratie­verständni­sse gegen diesen Ehrgeiz werden durchsetze­n können wird die Geschichte­ zeigen.

MfG/Johann­ah
 
10.11.05 23:01 #9  danjelshake
da gab es aber vor den europäern schon hochkultur­en die wesentlich­ weiter entwickelt­ waren als wir.
denk mal an die alten ägypter, inkas und chinesen.

mfg ds  

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