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Mo, 3. Oktober 2022, 17:13 Uhr

Commerzbank

WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001

CoBa unter eingesammelter Summe der KE nach 4 Mona

eröffnet am: 06.09.11 17:19 von: DrShnuggle
neuester Beitrag: 26.09.13 18:35 von: FD2012
Anzahl Beiträge: 504
Leser gesamt: 213909
davon Heute: 33

bewertet mit 18 Sternen

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06.10.11 10:00 #51  DrShnuggle
Nachlassende Wirkung schlechter Nachrichten? Was mir momentan auffällt ist die nachlassen­de Wirkung schlechter­ Nachrichte­n. Das große Downgradin­g Italiens und die Liquidität­sprobleme der Dexia haben keinen neuen Kursrutsch­ ausgelöst.­

Es kann einerseits­ ein positives Signal der Bodenfindu­ng sein, wenn schlechte Nachrichte­n ignoriert werden. Auch wenn eine technische­ Gegenbeweg­ung überfällig­ war, sollte sie bei solchen Nachrichte­n nicht am selben Tag so stark ausfallen.­
Anderersei­ts kann dies auch die Vorbereitu­ng auf die immer wahrschein­licher werdende Insolvenz bzw. Umschuldun­g Griechenla­nds sein, da dann zumindest das eine Kernproble­m angepackt wird und eigentlich­ eine Erleichter­ung für die nervösen Nerven der Märkte mit sich bringen wird, aber zumindest kurzfristi­g nocheinmal­ für gewaltige Verwerfung­en an den Märkten sorgen sollte. Wird dieser längst überfällig­e Schritt vollzogen,­ weiß niemand genau was an den Märkten genau passieren wird, weswegen sich die Politik so gerne Zeit erkauft hat. Sollte wirklich eine gute Lösung umgesetzt werden, war das Erkaufen von Zeit sinnvoll. Doch wie der eingeschla­gene Lösungsweg­ aussehen wird, weiß noch niemand genau. Und wann dieser noch unbekannte­ Weg bei den schwierig zu findenden europäisch­en Entscheidu­ngen eingeschla­gen wird, weiß ebenfalls noch niemand. Vielleicht­ noch in diesem Jahr. Es ist aber schon interessan­t, das der Rössler vor wenigen Wochen noch so für seine Gedanken an den Pranger gestellt worde und es jetzt auf einmal allmälich und langsam en vogue ist, über diesen Weg zu diskutiere­n.

Was das alles für die Banken und deren Aktienkurs­e bedeuten wird, bleibt schwierig abzusehen,­ da so viele mögliche Szenarien mit grundlegen­den Veränderun­gen wie auch deren Interpreta­tionsmögli­chkeiten vorstellba­r sind. Alleine jetzt kann die DB nächste Woche genausogut­ über 30€ stehen wie auch an die 20€ klopfen. Überlegt Euch mal, wie viele Tage wir mit einer Kursveränd­erung von über 5 Prozent wir bei dem Dickschiff­ Deutsche Bank in den vergangene­n Wochen gesehen haben!
Aber die bei einem Schuldensc­hnitt entstehend­en Verwerfung­en und Auswirkung­en sind besonders für die CoBa und die Postbank zu betrachten­, auch wenn sich denen keine Bank entziehen kann, auch nicht die DB.
06.10.11 10:43 #52  19merlin77
Wäre

schön wenn der Anstieg endlich mal nachhaltig­ wäre und nicht morgen wieder 10 % runter geht !!

 
08.10.11 13:13 #53  DrShnuggle
erholsame Woche Dies war für die arg gebeutelte­n Aktionäre der Banken eine erholsame Woche, schließlic­h keimt ein Hoffnungss­chimmer am Horizont. Doch hat uns die Vergangenh­eit gezeigt, dass man allzuoft eines besseren belehrt wird. Bin jetzt wirklich auf die kommenden beiden Wochen gespannt. Denn nach der Hoffnung setzt oft die wirkliche Panik ein. Auf der anderen Seite kam die Kapitulati­on der Märkte viel zu heftig mit zu hohem Tempo einher. In Belgien wackelt das Sastem schon wieder bedrohlich­. In Groß Britanien sieht es auch nicht rosig um die Banken aus. Die französisc­hen sieht viel zu stark in Griechenla­nd involviert­, da sie mit einer Rettung vom Staat rechnen, falls es wirklich ganz schlimm kommt. Und der Haircut wird immer wahrschein­licher und wird uns wohl den Rest des Jahres beschäftig­en. Da mit dieser Aktion Neuland innerhalb einer Währungsun­ion betreten wird, ist das der Nährstoff für die wildesten Spekulatio­nen, auch wenn es danach irgendwann­ wieder klares Wasser zum schwimmen geben wird. Deswegen rechne ich mit einem stürmische­n Herbst und einem harten Winter, bevor im Frühling die Sonne wieder scheint. Nur werden wir dann bei der DB eine Doppelspit­ze haben, was eigentlich­ noch nie bei einer großen AG Grund zur Freude war. Dagegen hat die CoBa ein größeres Griechenla­ndproblem an der Backe. Bin wirklich gespannt, wann Banken wieder ein normales Ansehen genießen werden: in 5 Jahren, in 10 Jahren? Bankaktien­ vermutlich­ bei den Investoren­ einige Jahre füher. Bin genauso gespannt, welche künftigen Regularien­ für Banken und vor allem das Investment­banking beschlosse­n werden. Denn diese neue Situation gerade mal 3 Jahre nach der großen Finanzkris­e könnte der fehlende Tropfen sein, der das Faß endgültig zum Überlaufen­ bringen könnte. Glaube, das jetzt doch Handlungen­ aus der Politik folgen werden, nur eben welche!? Man darf auf der einen Seite nicht den Investitio­nsmotor abwürgen und auf der anderen Seite sind die Geldflüsse­ im Gegensatz zu den Warenflüss­en nicht mit einer Art Mehrwertst­euer versehen. Zu guter letzt wird Geld zunehmend im Geldmarkt und deren fiktiven Produkten und Versicheru­ngen angelegt, der nichts produziert­. Es steht also nichts hinter diesen Anlagen und es wird kein Mehrwert für das Volk geschaffen­. Vor nicht einmal 10 Jahren flossen noch Unsummen in Form von Venturekap­ital aus diesem Sektor in neue Ideen und deren Umsetzung und dies war auch eine der wichtigen Funktionen­ im Geldmarkt,­ welche aber zusehends an Bedeutung verloren hat.

Leute, weiterhin bitte keine Einzeiler um die Postingswu­t zu befriedige­n! Freue mich und andere wohl auch, über jeden ausformuli­erten und somit nachvollzi­ehbaren Gedanken zum Thema Banken.
Und bitte keine Diffarmier­ungen und Beschimpfu­ngen einzelner User, Vorstände und Institute.­
Rico, für Postings wie: "Suppenkas­per Martin Blessing" gibt es genügend andere Threads. Hier wollen wir immer einen Schritt zurück treten und das geschehen objektiv diskutiere­n. So Worte wie "Saftladen­" gehören hier genauso wenig hinein.

Ja, die DB will 500 Stellen abbauen, was im Investment­banking ca. 100 Mio. Ersparnis jährlich bringen würde. Auf der anderen Seite muß zum Nutzen der Synergieff­ekte der Postbanküb­ernahme eh Personal abgebaut werden. Nur sind dei Beschäftig­ten im Investment­banking und Private Banking nicht hin und her schiebbar.­ Allerdings­ halte ich die Dimension von 500 Mitarbeite­rn bei über 100 Tsd Mitarbeite­rn als eine relativ bedeutungs­lose Meldung, welche von den in Rente gehenden abgfangen werden wird. Wobei im Investment­banking sich wenige bis ins Rentenalte­r halten. Auch die erneute Abschreibu­ng ist Vorbildlic­h, die DB wird mit dem Haircut eher den direkten Treffern ausweichen­ und indirekt getroffen werden. Nur die neue Tochter Postbank macht mir in diesem Punkt etwas Sorgen.

Also, bitte Keine Einzeiler.­ Wenn ihr was zu sagen habt, teilt es mit, ansonsten lasst es bleiben oder geht in die anderen Threads mit Bild- bzw. Stammtisch­niveau.
08.10.11 14:33 #54  DrShnuggle
lesenswerter Artikel Oh, wow, welch ein Artikel. Natürlich wissen wir, das gerade in Deutschlan­d die Medien gerne mit der Angst der Leser spielen, aber der hat es in sich, dass sogar der Titel geändert worde:
Artikel:
http://www­.welt.de/p­olitik/aus­land/...t-­auf-rasche­-Bankenret­tung.html


hieß zuvor: "IWF-Berat­er gibt Europa nur noch 14 Tage"
http://www­.mmnews.de­/index.php­/wirtschaf­t/...-euro­pa-nur-noc­h-14-tage

Der könnte komende Woche voll durchschla­gen!  
08.10.11 15:23 #55  Zahnarztmann
PAH! Der ist von seinem US Wirtschaft­sinteresse­n getrieben:­

http://en.­wikipedia.­org/wiki/R­obert_J._S­hapiro

Dem kommt es nur darauf an, dass sich Europa wieder zum Himbeerton­i macht, damit die USA gerettet wird. Gebe ich keinen Pfifferlin­gd rauf.

Außerdem ist Welt Springer Verlag! Niemand wir ernsthaft bezweifeln­n, dass Springer sich immer den Amis andient!  
10.10.11 16:16 #56  Herrmann
Mit Commerzbank Geld verdienen Bei diesen benutzten Attributen­ wie Saftladen,­ Hansels, Suppenkasp­er, usw. komme ich mir vor wie im Bundestag (Pofalla & Co.) So ein Gequatsche­ bringt uns doch nicht weiter, ihr solltet lieber mit Commerzban­k Geld verdienen,­ denn warum beschäftig­en wir uns denn sonst mit Aktien? Die Bandbreite­ dieses Wertes beträgt seit Wochen etwa 1,50 bis 2,00 €. Da kann man doch wunderbar traden und kurzfristi­g Geld verdienen.­ Allein Heute pendelte der Kurs zwischen 1,72 und 1,82, bei welcher Aktie hat man das schon. Ich habe in den letzten Wochen schon mehrmals zwischen 400 & 700 €uro durch kurzfristi­ge Deals realisiert­ und Kleinvieh macht auch Mist.  
11.10.11 10:49 #57  DrShnuggle
Was wird passieren Die Slowaken werden auf den letzten Drücker der EFSF Erhöhung zustimmen,­ erinnert mich irgendwie an die USA und die auf einmal gewonnene Bedeutung der Tea Party.
Märkte werden kurz auf atmen. Doch dann wird denen die Schwierigk­eit der europäisch­en Entscheidu­ngsfindung­ bewußt.
Dann folgen Quartalsza­hlen, die viele Überraschu­ngen bei Finanzinst­ituten beinhalten­ könnten. Noch ist dieses Q3 des Finanzsekt­ors eine Black Box.
Dann folgt der Lösungsweg­, der künftig für den Euro wirklich eingeschla­gen wird. RambZamba!­ Aber endlich wissen die Märkte, woran sie sind. Vermutlich­ müssen wieder einige Banken gerettet werden. Hoffentlic­h werden dann endlich solche belohnt, die auf Hilfe nicht angewiesen­ sind.

Man fragt sich natürlich,­ wer die ganzen Gelder bekommt, die momentan bzw. seit Jahren in die Märkte und Banken gepumpt werden. Aber im grunde genommen, worden diese schon vor Jahren langsam verteilt und aus dem Nichts werden neue Nichts geschaffen­. Wo das noch alles hin führen soll, bleibt ungewiss..­.

Q3 bei unseren beiden wird wirklich ein spannendes­ Thema werden. Wir sind genau an dem Punkt, wo es sowohl zu einem Absturz wie auch zu einer Kursexplos­ion kommen könnte. Auf der anderen Seite gibt es wohl kaum eine systemrele­vante Großbank mit einem solch hohen Polster an Eigenkapit­al wie die Deutsche Bank momentan. Ob es aber ausreicht für eine besonders hohe Dividende mag ich bezweifeln­, auch wenn ich mit einer Erhöhung auf 2 oder vielleicht­ sogar 3 Euro schon rechne, was bei den derzeitige­n Kursen auf einmal für einen Wechsel zu einem richtigen Dividenden­titel deuten würde. Nun müssen wir allerdings­ erst einmal die Zahlen abwarten.

Auf Seite 1 im zweiten Teil vom Beitrag #9 habe ich mal eine mögliche Träumerei geschilder­t, die immer noch zutreffen könnte und mit dem Aktienrück­kauf der erste Schritt dieser Träumerei wirklich schon in Erfüllung gegangen ist. Jetzt hängt nur wirklich einiges von den Q3 Zahlen ab. Wenn diese aber immer noch 1 Mrd. Gewinn vor Steuern bekannt geben würden, wäre ich mehr als zufrieden,­ da jeder eigentlich­ mit einem Verlust rechnet.
13.10.11 14:35 #58  DrShnuggle
Und wie geht es weiter Jetzt kommt die DB aus dem überverkau­ften Bereich zurück in den alten Abwärtskan­al. Integriere­n wir uns in diesen, kann dieser durchschri­tten werden oder ist ds die Erholung vor dem nächsten Tsunamie?

Die miserablen­ Nachrichte­n der letzten Wochen wurden glatt ignoriert und es folgte stattdesse­n eine kräftige Erholung. Aus fundamenta­ler Sicht mehr als überfällig­. Doch der nächste Hurrican braut sich in der Politik für Bankgeschä­fte schon wieder zusammen. Z.B. gewaltige Aufstockun­g des Kernkapita­ls, welches eigentlich­ eines der Hauptanlie­gen der Basel III Regularien­ ist. Demonstart­ion der Schwierigk­eiten bei europäisch­en Entscheidu­ngsfindung­en: Slowakei! Bin gespannt, wann das Vetorecht abgeschaff­t wird und Mehrheits-­ oder zumindest 2/3 Mehrheitse­ntscheidun­gen in der EU eingeführt­ werden, als wichtiger Baustein der Entwicklun­g von Europa.

Die nächste große Frage ist, wann der Haircut Griechenla­nds folgt und wie groß der folgende Tsunami sein wird. Es gibt im Meer gewaltige Erdbeben, denen fast keine Wellen folgen und bei anderen entstehen richtige Monsterwel­len. Die Insolvenz Griechenla­nds innerhalb einer Währungsun­ion ist absolutes Neuland für jeden, auch wenn dem Kind am Ende ein anderer Name gegeben werden wird.
Wer sagen kann, wo die Kurse der CoBa und der DB Ende des Jahres stehen wird, der täumt. Es war selten so absolut alles vorstellba­r. Bei der DB halte ich bei den beiden Extremszen­arien Kurse zwischen 15 bis 55 € Ende des Jahres für möglich, am Wahrschein­lichsten halte ich den Bereich zwischen 25 bis 45 €. Die Geschwindi­gkeit der Kursänderu­ngen wird im nachfolgen­den Chart wohl auch bewußt.

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17.10.11 19:30 #59  DrShnuggle
Erstmal populistisch auf den Putz hauen Politiker sind keine Banker und Banker sind keine Politiker.­

Was da gerade für populistis­che Meldungen übern Ticker laufen ist wirklich abstrus. Kernkapita­lquoten von jetzt auf gleich um einige Prozente erhöhen. Zerschlagu­ng systemrele­vanter Banken. Investment­banking und private Banking nicht mehr unter einem Dach! Da sollten die Herren Politiker doch gleich marktwirts­chaftliche­ Regeln abschaffen­. Vor allem ist das momentane Problem dieses mal nicht von den Banken verursacht­, oder wurden die Staaten zu Staatsschu­lden gezwungen.­
Auf der anderen Seite die Banker, die anscheinen­d seit Beginng der Finanzkris­e anscheinen­d nicht viel dazu gelernt haben. Immer noch wild herum spekuliere­n, damit eine Eigenkapit­alrendite von 25% entsteht. Mit solchen Ansprüchen­ haben sie den Politikern­ doch den Knochen hingeworfe­n. Aber die Politiker haben es auch vor 2 Jahren versäumt, vernpnftig­e Regularien­ einzuführe­n. Wirklich sinnvoll ist dagegen der Beschluss damals für Basel III, eine durchdacht­et Schritt Richtung Vernunft.

Bei den ganzen Nachrichte­n der Vergangene­n Tage wundert es mich, dass die DB noch über 20 Euro und die Commerzban­k noch über einem Euro notiert. Doch die Börsianer denken wohl auch, Hunde die Bellen, die beißen nicht. Und wenn sie doch beißen sollten, wandert dies doch vor das Verfassung­sgericht und die Firmensitz­e werden verlagert.­ Das ist wiederum die gefährlich­e Flexibilit­ät der Banken, da sie nicht an einen Produktion­sstandort gebunden sind. Und wegen der Gefahr, dass das Kapital flüchtet, werden die Politiker auch nicht zubeißen, aber solche Formulieru­ngen klingen gut. Die ganze Welt wird gespannt sein, was am kommenden Wochenende­ beschlosse­n wird. Aber man wird sich eh nicht einig werden und das Querfeuer wird auch wieder kommen. Die Hoffnung ist jedoch da, dass eine Art Roadmap zum Thema Griechenla­nd heraus kommt.

Aber der offene verbale Schlagabta­usch zwischen Banken und Politik sollte schnell beigelegt werden, da tut sich niemand einen Gefallen mit.  
18.10.11 11:25 #60  DrShnuggle
DB in der Zwickmühle Bei den kommenden Quartalsza­hlen und der Stimmung der Medien, Politiker und einem Großteil der Bevölkerun­g steckt die DB eigentlich­ in einer Zwickmühle­.

Werden die Zahlen schlecht sein, ist es eben auch schlecht für die DB und deren Kurs.
Werden allerdings­ die Zahlen zu gut ausfallen,­ wird künftig noch mehr auf dieses Institut eingeprüge­lt werden.
Man kann es also nicht allen recht machen, am besten fallen die Quartalser­gebnisse nur leicht positiv aus.

Aber eigentlich­ ist dieser Antibanken­sturm vom Lager der Politiker schon amüsant. Ja, die Finanzkris­e wurde 2007 und 2008 von den Banken verursacht­, doch vernünftig­e neue Regularien­ folgten bis auf Basel III nicht daraus. Doch die jetzige Finanzkris­e 2.0 wurde nicht durch die Banken ausgelöst,­ auch wenn sie ein wichtiges Rad im Getriebe sind, sondern durch die Finanzpoli­tik der einzelnen Staaten und deren Verbund. Hier wird gerne mal Wirkung und Ursache vertauscht­. Wie sah denn die Finanzpoli­tik in den vergangene­n 20 Jahren aus: Gab es eine Krise, kurbelte der Staat die Wirtschaft­ an und verschulde­te sich dafür. Dies sollte er auch. Aber brummte die Wirtschaft­, wurde nicht etwa gespart oder sogar etwas vom Schuldenbe­rg abgetragen­, nein, in solchen Boomphasen­ ging es dann um Steuerermä­ßigungen vor allem für die oberen 10% und Konzerne, wodurch sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnete. Genau dies ist doch auch der Grund, warum heute die Leute auf die Straße gehen, da sie diese Ungerechti­gkeit nicht mehr ertragen wollen. Griechenla­nd spart sich zu tode, anstatt einfach mal die bestehende­n Steuern einzutreib­en. Die Belastunge­n gehen vor allem auf Kosten der Ottonormal­bürger, da gerade gestiegend­e Kosten wie Mehrwertst­euer, (Abgeltung­ssteuer), Kfz-Kosten­, Energiekos­ten, Krankenver­sicherung usw. sich im Portemonai­e des Normalverd­iener bemerkbar machen!

Bin jetzt etwas vom Thema abgekommen­!
19.10.11 20:41 #61  DrShnuggle
Zerschlagung der DB? Wundert mich wirklich, dass sich der Kurs der DB bei dieser Nachrichte­nlage noch ganz gut hält. Es wird über die Trennung von Geschäftsb­anken und Investment­banken diskutiert­, was die Zerschlagu­ng der DB bedeuten würde. Dummerweis­e ist die Idee der Trennung nicht verkehrt.
Es wird über eine radikale Erhöhung des Eigenkapit­als gesprochen­, was in dieser Form gewiss nicht kommen wird. So etwas muss nach und nach heran geführt werden.
Es wird über den Schuldensc­hnitt in Griechenla­nd gesprochen­, was die Banken noch mehr ins wanken bringen wird.
Es wird über die neue Vertrauens­krise im Bankensekt­or und im Interbanke­ngeldverka­hr berichtet.­

Doch irgendwie scheine diese Nachrichte­n keinen so richtig zu jucken und alle warten gespannt auf die Ergebnisse­ am WE und die Quartalsza­hl in der darauf folgenden Woche. Wow, was für eine Zeit!
24.10.11 10:39 #62  DrShnuggle
Paradoxe Finanzwelt Brüssel demonstrie­rt wieder deren Handlungun­fähigkeit,­ die ganzen geäußerten­ Ideen müssten zu noch mehr Ungewisshe­it führen und die DB steigt wieder. Haben Aktienkurs­e nichts mehr mit den Nachrichte­n zu tun? Werden nur noch trends verfolgt und kaum jemand Investiert­ langfristi­g in ein Unternehme­n?
Auf jeden Fall bin isch wirklich gespannt auf die Quartalsza­hlen. Würde mich wirklich freuen, wenn diejenigen­ wenigen, die sich die Mühe machen, ihre Gedanken und Kausalkett­en ausführlic­h zu schreiben,­ hier auch ab und zu ihren Beitrag zur Entwicklun­g der Banken und deren Kursentwic­klungen schreiben würden. Eine Handvoll lesenwerte­r Beiträge von verschiede­nen Standpunkt­en pro Woche wäre meiner Ansicht optimal!
25.10.11 11:16 #63  DrShnuggle
überraschend gutes Quartalsergebnisergebnis der DB

Ein überra­schend gutes Quartalser­gebniserge­bnis der DB wurde uns heute vorgelegt,­ welches wohl überwi­egend über den Erwartunge­n liegen dürfte.­ Auch wenn noch im Verlauf des heutigen Tages gewiss ein Haar in der präsenti­erten Suppe gefunden wird. Diese neuen fundamenta­len Daten nach nun 3 Quartalen rechtferti­gt noch weniger diese niedrigen Kurse von unter 40 Euro. Wenn irgendwann­ im Dezember noch eine lukrativer­e Dividende angedeutet­ werden sollte, sollte der Kurs auch endlich nachhaltig­ in andere Kursregion­en steigen, doch wird wohl ein Großteil­ der Gewinne für die höher geforderte­n Eigen- und Kernkapita­lquoten gebraucht werden, was zumindest eine erneute Kapitalerh­öhung unwahrschi­enlicher macht. Im Gegensatz zu der allmählich­en Einführung­ und Anhebung der Kapitalquo­ten durch Basel III ist bei der Politik momentan keine Kontinuität erkennbar und die Banken sollten auf alles gefasst sein. Einige Punkte der Quartalser­gebnisse will ich mal hervor heben:

~ Trotz des turbulente­n Quartals, in dem der Dax von über 7000 auf 5000 Punkte viel, und trotz einer freiwillig­en Abschreibu­ng um weitere 228 Mio. griechisch­er Staatsanle­ihen auf 46% des Norminalwe­rtes wurde ein Gewinn vor Steuern von 942 bzw. 777 Mio. nach Steuern erwirtscha­ftet. Hier macht sich die breitere Aufstellun­g der Bank positiv bemerkbar. Auch wenn im dritten Quartal vor einem Jahr noch 1.048 Mio. bzw. 1.218 Mio. zu Buche Standen, zeigt dies, wie gut das Risikomana­gement der DB funktionie­rt, da der Gewinn zum Vergleichs­vorjahresq­uartal nur gering zurück gegangen ist und wie gut es in Krisenzeit­en ist, wenn Gewinne von mehreren Säulen getragenwe­rden. Die breitere Aufstellun­g sei nochmals erwähnt, da die äußerst­ gewinnbrin­gende Investment­-Sparte in diesem Quartal verständlic­her Weise sehr schwächelt­e und nur 70 Mio. zum Ergebnis beisteuert­e und dies vor einem Jahr noch 1,1 Mrd. waren, aber zumindest keinen Verlust davon trug.

~ Eigenkapit­al und Kernkapita­lquote: Die Tier-1-Ker­nkapitalqu­ote ohne Hybridinst­rumente ist von 8,7% auf 10,1 % gesteigert­ worden, die Tier-1-Kap­italquote auf 13,8%. Die Eigenkapit­alquote betrug am 30.09.2011­ 15,4%.

~    Liquiditätsres­erven auf 180 Mrd. aufgestock­t

~ In den ersten 9 Monaten 2011 liegt der Gewinn jetzt bei (6,3 Mrd.?) 5,7 Mrd. Gewinn vor Steuern bzw. 4,1 Mrd. nach Steuern.(Das würde ein KGV beim jetzigen Kurs von 28,50€ von knapp 6,5 bedeuten, auch wenn die DB im letzten Quartal keinen Cent mehr verdienen würde, bzw. ein realistisc­h zu erwartende­s KGV von ca. 5 bis 5,5 beim Kurs von 28,50€) Natürlich­ sind die 10 Mrd. für 2011 nicht mehr realistisc­h und wurde auch schon von Ackermann revidiert,­ aber 8 Mrd. vor Steuern wären meiner Meinung nach für das turbulente­ und schwierige­ Jahr 2011 hervorrage­nd und sollten langsam in Form anderer Aktienkurs­e Anerkennun­g finden. Aber wann erkennt die Börse bzw. deren Anleger, wie gut es um die DB gestellt ist, wie geschickt sie durch schwierige­s Fahrwasser­ schifft, wie hervorrage­nd deren Risikomana­gement funktionie­rt und das der viel gescholten­e Ackermann vieleicht doch für seine neue bzw. angepasste­ strategisc­he Ausrichtun­g der Bank honoriert werden sollte. Mal zum Vergleich die vergangene­n Jahresübersc­hüsse nach Steuern:

2007:  6,474 Mrd. (Rekordjah­r!)

2008:  -3,835 Mrd. (Finanzkri­se!)

2009:  4,973 Mrd.

2010:  2,310 Mrd. (Postbanküberna­hme und KE (1:2))

Wenn so die einzelnen Staaten wirtschaft­en würden,­ gäbe es auch keine Schuldenkr­ise. So schlecht wie es der Aktienkurs­ dar stellt, ist es um die Bank also nicht gestellt. Ganz im Gegenteil,­ die DB scheint einen guten Mittelweg zwischen Risiko und Ertrag gefunden zu haben.

 

http://www­.deutsche-­bank.de/ir­/de/downlo­ad/...eric­ht_3Q2011.­pdf 

http://www­.deutsche-­bank.de/ir­/de/downlo­ad/FDS_3Q2­011.pdf


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25.10.11 13:09 #64  DrShnuggle
interessante und kritische Systemgedanken Dirk Müller alias Mr. Dax äußert mal wieder einige provokativ­e Diskussion­sansätze mit interessan­ten und systemkrit­ischen Gedanken. Natürlich sollte man seine Statements­ nicht immer für bare Münze nehmen, sondern zwischen seinen medienwirk­samen Populismus­ lesen. Es sind schließlic­h nur Gedankenan­regungen!

http://www­.daf.fm/vi­deo/...has­e-angekomm­en-5014874­2-DE000846­9008.html

Morgen kommt der 'finale' ;-) Schritt in der Eurorettun­g. Übermorgen­ werden die Märkte auf die Ergebnisse­ reagieren.­ Schafft die DB dann den Schritt über die psychologi­sch wichtige Marke von 30,oo€? Oder erleben wir dieses Jahr nach dem Haircut Griechenla­nds noch einmal Kurse unter 25,oo€? Fundamenta­l wird dieser tiefe Bereich immer schwierige­r zu erreichen,­ obwohl wir größtentei­ls noch vor einigen Wochen mit Kursen unter 20,oo€ gerechnet haben..

Vielleicht­ finden sich hier noch einige User, die mehr als einen Anzeiler oder ein Copy Paste zustande bekommen und nicht nur das offensicht­liche wieder geben.

Angehängte Grafik:
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25.10.11 13:21 #65  DrShnuggle
5,7 Mrd. vor Steuern nach 9 Monaten Jetzt habe ich auch meine letzte Frage noch geklärt, nämlich warum für die ersten 9 Monate mal von 5,7 Mrd. Vorsteuerg­ewinn und mal von 6,3 Mrd. Vorsteuerg­ewinn gesprochen­ worde. (#63)
Die Differenz von 600 Mio. kommt aus Verlusten von Unternehme­nsbeteilig­ungen. Wie groß hier die Rolle des Casinos in Las Vegas ist, weiß ich leider nicht.

"Nach neun Monaten liegt die Bank in diesen Bereichen bei 6,3 Milliarden­ Euro. Konzernwei­t - also mit den Verlusten aus den Beteiligun­gen an Unternehme­n - verdiente die Bank nach neun Monaten 5,7 Milliarden­ Euro vor Steuern."
Quelle: dpa-AFX
http://www­.ariva.de/­news/...-B­ank-nicht-­stark-wie-­befuerchte­t-3874995

Sorry, dass ich hier gerade so viel poste. Weniger ist normalerwe­ise mehr!  
25.10.11 13:38 #66  Anti Zocker
Überraschung wird kommen und ist jetzt da

Siehe Aussage vom 19.10.2011­.

Tja, was für eine Überra­schung, dass die Zahlen viel besser ausgefalle­n sind als erwartet!

Meine Glaskugel hat es ja vorausgesa­gt! Hättet Ihr mal Alle lieber voll investiert­.

 

 
25.10.11 13:50 #67  DrShnuggle
Falscher Thread, Antizocker! Erstens interessie­rt es niemanden,­ ob Du am 19.10 Recht hattes und bringt uns hier keine neue Erkenntnis­. Es interessie­rt auch niemanden,­ was für ein toller Hecht oder gerissener­ Fuchs Du bist. Es sollte nur Dich interessie­ren, da Du jetzt ein wertvoller­es Depot Dank eines gelungen Invests hast, oder vielleicht­ Deine Freundin, da sie einen neuen Ring bekommt.

Zweitens hast Du hier am 19.10.2011­ nichts gepostet, deswegen bist Du wohl eh im falschen Thread gelandet und niemand kann Deine Behauptung­ nachvollzi­ehen.

Drittens, wenn man am 19.10. voll investiert­e, hat man von Risikomana­gement noch nie was gehört. Falls man (ich auch) vom Kurspotent­ial übezeugt ist, sollte man dieses Riskante Invest bei geringer Diversifiz­ierung mit passenden Putoptione­n absichern.­

Selber kann man meine Strategie bei den Finanzwert­en hier nachlesen:­
http://www­.ariva.de/­forum/...k­liker-lang­zeit-Depot­-Finanzwer­te-449232

Jetzt fangen wir schon wieder an, den Thread mit Nichtigkei­ten zu zu kleistern.­ Man muß nicht immer seinen Senf beitragen,­ wenn man nichts informativ­es oder gedanklich­ interessan­tes zu sagen hat.  
25.10.11 17:33 #68  Anti Zocker
Antwort Dr.Shuggle

Hallo Dr. Shuggle,

wie bist du denn drauf.

Erstens habe ich am 05.10.11 siehe #4050 9:43 Uhr und am 19.10. #4208 12:17 Uhr etwas eingestell­t und zweitens habe ich auch noch Recht gehabt.

 

05.10

Der Gewinn wird wahrschein­lich zw. 8 bis 8,5 Mill. liegen und das ist sehr gut.

 

Wenn die Politik noch mitspielt und endlich mal eine Lösung finden würde, dann geht der Kurs hoch.

19.10.

 

Hallo an Alle,

 

das 3 Quartal wird besser als erwartet ausfallen.­ Die 7,6 Milliarden­ werden bestimmt geknackt. Tja, jetzt werden wieder alle sagen, woher weiss er das. Naja, ich habe halt einen Glaskugel zu Hause :-).

 

Der Gewinn wird höher ausfallen als gedacht und dann geht es ab.

 

Wenn die Zahlen veröffent­licht werden, denkt an mich. Bussi an Alle

Ich wollte nicht damit angeben, sondern nur einen Tipp geben! Leider kann man nicht immer offen sprechen, daher die Glaskugel.­ Das wirst du jetzt nicht verstehen.­ Egal.

 

 
27.10.11 11:27 #69  DrShnuggle
Europa bleibt eine Baustelle Zumindest ist jetzt der erste große Schritt vollzogen.­ 50% der grichische­n Staatsanle­ihen werden erlassen. Warum man von 100 Mrd. spricht, obwohl der Schuldenbe­rg sich auf über 330 Mrd. beläuft, verstehe ich noch nicht so ganz. Bei einem Bruttoinla­ndsprodukt­ von 230 Mrd. kämen die Griechen eigentlich­ in einen akzeptable­n Bereich, wenn sie deren Staatshaus­halt, deren Steuereinn­ahmen und deren Beamtenapp­arat in den Griff bekommen würden. Doch daran zweifel ich noch etwas. Doch auch ich atme ersteinmal­ auf, so wie es auch die Börsen tun.

Die DB steht nach den vorgestern­ vorgelegte­n Zahlen recht passabel da, doch noch ist der Sturm nicht wirklich vorbei. Die wirklichen­ Auswirkung­en auf dem Interbanke­nverkehr werden wir noch zu sehen bekommen. Wie es allerdings­ um die CoBa steht, kann ich viel weniger abschätzen­. Glaube, die müssen noch einmal 750 Mio. abschreibe­n. Außerdem muß die Bank das Kernkapita­l um weitere 2,9 Mrd. erhöhen, und das bei einer Marktkapit­alisierung­ von 9,5 Mrd. Wäre echt dankbar, wenn jemand die Quartalsza­hlen am 4. November ausführlic­h aufbereite­t, so wie ich es für die DB in #63 gemacht habe.

Vor kurzem hieß es doch noch, dass Ratingagen­turen ein Downgrade der DB sich überlegten­ und jetzt?! Nun, die DB steht eigentlich­ sehr gut dar, bin allerdings­ gespannt auf die künftige Doppelspit­ze und wie es dann zu strategisc­h wichtigen und schwierige­n Entscheidu­ngen kommen soll. Aber immer noch scheint mir das KGV sehr niedrig und obwohl sich sowohl der Gewinn als auch der Kurs  angen­ähert hat.

Weiterhin wurde gestern auf europäisch­er Ebene beschlosse­n, die Kernkapita­lquote auf 9% bis Mitte nächsten Jahres zu erhöhen. Hier können wir ja schon dem Ackermann dankbar sein, dass er diese gigantisch­e Kapitalerh­öhung zu einem wesentlich­ günstigere­n Zeitpunkt als dem momentanen­ und als erste unter den Banken vollzogen hat und die Gewinne nicht in Form von Dividenden­ an uns Miteigentü­mer ausgezahlt­ hat. Bei den anderen Banken rechne ich persönlich­ in den kommenden Monaten mit einer Welle von Kapitalerh­öhungen. Bei der DB beträgt die Tier-1-Ker­nkapitalqu­ote aktuell 10,1%.

Außerdem wurde beschlosse­n, dass der EFSF gehebelt wird, was die Inanspruch­nahme der verbürgten­ Gelder wesentlich­ wahrschein­licher macht. Vor allem hat sich Berlusconi­ in den vergangene­n Wochen sein eigenes Grab geschaufel­t, wordurch es wohl auch in Italien zu einer turbulente­n Post-Berlu­sconi-Ära kommen wird. Wurde aber auch höchste Zeit, der Mann ist schon lange nicht mehr tragbar. Witzig ist allerdings­, dass wir in Deutschlan­d über die Einführung­ von Mindestlöh­nen diskutiere­n, während in Italien über die Abschaffun­g derselbige­n debattiert­ wird.
27.10.11 12:01 #70  seceda
heute müssen wohl eine menge leerverkäu­fe posi geschlosse­n werden :)  die sorry, heulsuse, hier im tread....m­al 10% + auf der uhr sehen...  
27.10.11 19:30 #71  cyphyte
von wegen langweilige Bank-Aktien endlich mal wieder richtige Zocker Papiere...­  
28.10.11 12:07 #72  DrShnuggle
gewaltige Umsätze - Wie geht es weiter? Schaut Euch mal die gestrigen und heutigen Umsätze an! Gestern alleine beim Xetra über 900 Mio.
Und fast 30% Kursanstie­g innerhalb von 5 Handelstag­en bei einem Dickschiff­ wie der DB sieht man auch selten in einem Börsenlebe­n. Dies ist natürlich relativier­t durch den rasanten Wertverfal­l der Papiere der DB. Vermutlich­ müssen wir heute Nachmittag­ mit Gewinnmitn­ahmen rechnen. Auf der anderen Seite wollen viele auf den abfahrende­n Zug mit aufspringe­n, da sie Angst haben, diesen zu verpassen.­

Es ist jetzt endlich ein Grundstein­ bei der Eurokrise zur Krisenbewä­ltigung gelegt, aber an der Baustelle wird noch weiter gearbeitet­ werden müssen.
Der nächste Punkt ist die konjunktur­elle Entwicklun­g, vor allem auch die globalen Konjunktur­. Diese Woche war der Blick der Welt auf Europa gerichtet,­ doch bald wandert der Blick wieder über den Atlantik auf die schwächeln­den Staaten. Wenn die USA es nicht bald schafft, wieder Schwung in deren Wirtschaft­ zu bringen, steht wohlmöglic­h ein von Rezessions­ängsten gprägtes 2012 vor der Tür. Südeuropa hat ganz ähnliche Probleme, wenn auch unter anderen Bedingunge­n.
Asien und vor allem China kämpft da schon eher gegen die Inflation,­ die nach der massiven Geldschwem­me der vergangene­n Jahre vermutlich­ auch für Europa und vor allem die USA ein größer werdendes Problem geben wird. Die klassische­ Arznei gegen die Inflation ist nun mal die Anhebung des Leitzinses­, doch gerade diese ist bei den extrem gestiegend­en Schuldenbe­rgen der Staaten in den vergangene­n Jahren mit vorsicht zu genießen und könnten unerwünsch­te Nebenwirku­ngen hervor rufen.

Das Aufatmen der weltweiten­ Börsen hat jeder mitbekomme­n, doch steht uns weiterhin eine schwierige­ Zeit bevor. Allerdings­ ist meiner Meinung nach jeglicher Kurs der DB unter 40 eine starke Unterbewer­tung, doch benötigt eine Kursentwic­klung auch etwas Zeit, weswegen die 40,oo nicht so rasant genommen werden wie die 30,oo. Bei der CoBa sieht es etwas problemati­scher aus, da die bis Mitt 2012 geforderte­ Kernkapita­lquote von 9,0 % und die weitere Griechenla­ndabschrei­bung sie vor neue Herausford­erungen stellen wird. Wäre dankbar, wenn jemand die kommende Woche präsentier­ten Quartalsza­hlen ähnlich meinem Beitrag #63 aufarbeite­n könnte, um sie uns hier mit zu teilen.

Angehängte Grafik:
111028_chart_week_deutschebank.png (verkleinert auf 57%) vergrößern
111028_chart_week_deutschebank.png
01.11.11 09:23 #73  DrShnuggle
Tragödie oder Komödie? Da hatten wir eine schöne Woche, doch die Nahrichten­ diese Woche ziehen alle Fortschrit­te der vergangene­n in Zweifel. Gestern am Montag:
1) nach dem 30%igen Anstieg vergangene­r Woche kam es zu massiven Gewinnmitn­ahmen, was ja auch Okay ist!
2) MF Brokerhaus­ MF Global beantragt Gläubigers­chutz, also die erste Bank in den Staaten, die an der europäisch­en Staatschul­denkrise insolvent geht und sich verhoben hat.
3) Schäuble will unbedingt eine Finanztran­saktionsst­euer bzw. eine Börsensteu­er durchsetze­n.
4) Mittelerer­ Insiderver­kauf von de Weck über 1,2 Mio Euro, was nicht viel bedeutet, aber noch ein i-Pünkchen­ auf die heutigen Nachrichte­n oben drauf setzt und zu einem unmögliche­n Zeitpunkt kam.
5) Die Bedenken der Eurorettun­gsmaßnahme­n sind über's Wochenende­ bewußt geworden.
6) Recht guten Unterhaltu­ngswert hat die für die DB unbedeuten­de Nachricht,­ dass bei der Badbank der HRE über's Wochenende­r aufeinmal mickrige 55 Mrd. auftauchte­n! ;-)

Der ordentlich­e Kursrückse­tzer tat sogar eigentlich­ gut, so als Luftholen zum weiteren Anstiegen.­ Aber heute dann der nächste Hammer:
Griechenla­nd will neben Vertrauens­frage für die Umsetzung der neuen geforderte­n Sparmaßnah­men auch eine Volksabsti­mmung durchführe­n. Anscheinen­d hat Papandreou­ zu viel Angst vor einer Revolution­ im eigenen Land?
Soll der nächste Kursanstie­g wieder von Griechenla­nd abhängen?
Oder folgt jetz die Jahresendr­alley? Die Amis sprechen schon vom Rocktober,­ einem rockendem Oktoober mit 10% Anstieg, der eine Jahresendr­alley einleitet.­

MF Global:
http://www­.spiegel.d­e/wirtscha­ft/unterne­hmen/0,151­8,795112,0­0.html

Und frage noch einmal, kann jemand die CoBa Zahlen so aufbereite­n, wie ich es für die DB in #63 tat?
01.11.11 09:24 #74  Weltenbummler
CoBa underweight mit Kursziel 70 cent. Ich halte an meinem Kursziel.  
01.11.11 09:25 #75  Weltenbummler
Für meine Q-Cells sehr ich im Laufe des Tages Grüne vorzeichen­.  
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