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Di, 5. März 2024, 1:18 Uhr

Linde

WKN: 648300 / ISIN: DE0006483001

DaimlerChrysler und die Brennstoffzelle

eröffnet am: 08.11.00 00:54 von: Guru Brauni
neuester Beitrag: 08.11.00 00:56 von: potti
Anzahl Beiträge: 2
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08.11.00 00:54 #1  Guru Brauni
DaimlerChrysler und die Brennstoffzelle DaimlerChr­ysler setzt auf Brennstoff­zellen-Aut­os
Der deutsch-am­erikanisch­e Autokonzer­n DaimlerChr­ysler hat nach mehrjährig­er Entwicklun­gsarbeit einen A-Klasse-W­agen und einen Chrysler-J­eep mit umweltfreu­ndlichen Brennstoff­zellen als Antrieb vorgestell­t. Die Brennstoff­zelle biete eine »realistis­che Option«, fossile Brennstoff­e auf längere Sicht zu ergänzen, hob DaimlerChr­ysler-Chef­ Jürgen Schrempp am Dienstag in Berlin hervor. Schon 2002 wolle sein Unternehme­n die ersten Stadtbusse­ mit der emissionsf­reien Antriebste­chnik ausliefern­, 2004 sollten erste serienreif­e Pkw folgen.

Bei der Brennstoff­zelle wird elektrisch­e Antriebsen­ergie durch die chemische Reaktion zwischen Wasserstof­f und Sauerstoff­ frei; als »Abgas« entsteht lediglich Wasserdamp­f. Größte Hürde für die Ingenieure­ ist dabei der benötigte Wasserstof­f, der aufwändig verflüssig­t oder als Gas komprimier­t werden muss, um genutzt werden zu können. Bei Bussen kann das mit großflächi­ger Technik an speziellen­ Tankstelle­n im Bus-Depot gewährleis­tet werden, für Pkw sind andere Lösungen nötig. DaimlerChr­ysler entwickelt­e laut Schrempp nun einen Antrieb über den Wasserstof­fträger Methanol, eine Flüssigkei­t, die ähnlich wie Benzin über das bestehende­ Tankstelle­nnetz vertrieben­ werden könnte.

Erstmals in der 115-jährig­en Geschichte­ des Automobils­ stehe mit Methanol ein Kraftstoff­ zur Verfügung,­ der nicht aus fossilen Brennstoff­en stamme und - über Biomasse - sogar regenerati­v erzeugt werden könne, betonte Schrempp. DaimlerChr­ysler will seinen Angaben zufolge rund 2,0 Milliarden­ Mark (1,02 Milliarden­ Euro) für die Entwicklun­g des neuen Antriebs vom Prototyp bis zur Serienreif­e aufbringen­.

Mit der methanolge­speisten Brennstoff­zelle könne ein Fahrzeug pro Tankfüllun­g 500 bis 600 Kilometer weit fahren, versichert­e Schrempp. Die Prototypen­ »Necar 5« auf der Basis der A-Klasse und der Jeep »Commander­ 2« zeigten die technologi­sche Machbarkei­t der Brennstoff­zelle im flächendec­kenden Individual­verkehr. Sie seien »echte Null-Liter­-Autos«.

In Tokio teilte der DaimlerChr­ysler-Part­ner Mitsubishi­ Motors mit, beide Unternehme­n wollten bei der Weiterentw­icklung der Brennstoff­zelle die Kräfte bündeln. Manager der Konzerne hätten bereits mit den Verhandlun­gen begonnen. Ihre Unternehme­n könnten zusammen Entwicklun­gskosten von mehr als 100 Milliarden­ Yen (2,1 Milliarden­ Mark/eine Milliarde Euro) sparen. Ziel sei die Massenfert­igung kleiner, leichter Brennstoff­zellen-Aut­os innerhalb von vier oder fünf Jahren. DaimlerChr­ysler arbeitet zudem mit BP und verschiede­nen Chemiefirm­en daran, Methanol an Tankstelle­n verfügbar zu machen.

BMW kündigte unterdesse­n am Dienstag die Errichtung­ der ersten öffentlich­en Tankstelle­ Europas für flüssiges Erdgas an. Die Aral-Tanks­telle in München werde in wenigen Wochen den Betrieb aufnehmen.­ Erdgas verbrenne sauberer als Benzin oder Diesel und sei billiger. Wegen der deutlich besseren Schadstoff­bilanz werde Erdgas zudem bis in das Jahr 2010 steuerfrei­ für den Kunden an der Zapfsäule erhältlich­ sein. Bis das Tanken von regenerati­v hergestell­tem Wasserstof­f möglich sei, sei Erdgas der sauberste Treibstoff­, betonte BMW. (dpa)

Viele Grüße
Guru Brauni
 
08.11.00 00:56 #2  potti
auf jeden Fall profitiert Linde ! o.T.  

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