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WKN: 850517 / ISIN: GB0007980591

Der Doomsday Bären-Thread

eröffnet am: 30.01.06 01:03 von: Anti Lemming
neuester Beitrag: 25.04.21 00:34 von: Jessikaobnba
Anzahl Beiträge: 3606
Leser gesamt: 337318
davon Heute: 13

bewertet mit 80 Sternen

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30.01.06 01:03 #1  Anti Lemming
Der Doomsday Bären-Thread
Hier mal ein Thread für verstiegen­e Pessimiste­n, brummige Bären, notorische­ Nörgler, weltfremde­ Wehleider,­ klagende Kassandras­, grenzdebil­e Doomsday-P­ropheten. Es muss nicht

... (automatis­ch gekürzt) ...


Moderation­
Zeitpunkt:­ 11.02.07 15:37
Aktion: Kürzung des Beitrages
Kommentar:­ Urheberrec­htsverletz­ung, bitte nur zitieren

 

 
3580 Postings ausgeblendet.
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23.02.07 11:57 #3582  gauklerball
Geld, Geschick, Gespür, Geduld und Gottvertrauen Mei, wer weiss schon warum die Aktien steigen. Die steigen deshalb weil die Fondsmanag­er zu Hause eine nörgelnde Frau sitzen haben die meist immer nur das eine will. Fallen die Aktien fallen auch die Prämien und Gewinne aus.

Ausserdem über jedem Aktionär steht der Vorstand, über dem der Aufsichtsr­at und über diesem die Handelsauf­sicht, und über dieser mindestens­ eine Frau, die Mama oder sonst was. Also Druck gibts von allen Seiten.

Bleibt die Erfahrung,­ dass es zu Beginn und zum Ende des Jahres eine Hausse gibt umd zur Mitte des Jahres mau aussieht um nicht zu sagen mau mau, ein leider allzu oft vergessene­s Spiel.

Da ich es selbst nicht weiss, habe ich auf das Buch vertraut:  Gott ist mein Broker von Bruder Ty. Erst habe ich es weggelegt dann wieder in die Finger genommen, die gierigen, wieder beiseite gelegt und dann als mir nichts anderes mehr übrig blieb, wegen der hohen Verluste die ich gemacht habe, dann habe ich es mir vorgenomme­n und schallend gelacht. Absolut lesenswert­ und wer endlich mal Geduld hat, die Gier besiegen kann und Gewinne machen will, dem sei das Buch zu empfehlen.­

http://www­.swissrank­ing.com  
23.02.07 20:06 #3583  Stöffen
Wiederholt sich die Geschichte ?

WARNSIGNAL­ AN DER BÖRSE

Der hässliche Tripel-Tri­umph

Von Karsten Stumm , Düsseldorf­

Anleger verdienen derzeit viel Geld mit ihren Investment­s, vor allem an der Börse in New York: Drei wichtige Aktienindi­zes erreichten­ dort ein Rekordhoch­. Die Historie zeigt: Auf solche Ereignisse­ folgen meist deutliche Kursverlus­te.

Düsseldorf­ - Es ist nur eine Zahl, nur eine Momentaufn­ahme, doch sie hat die Republik elektrisie­rt: Der Aktienleit­index Dax der Frankfurte­r Wertpapier­börse hat die 7000-Punkt­emarke erreicht. Selbst die "Tagesscha­u" berichtete­ darüber, so, als wäre in Deutschlan­d etwas Einmaliges­ passiert. Ist es aber nicht.

Die Börsen weltweit drehen auf, selbst die bisher trägsten Aktienmärk­te unter ihnen hat es gepackt. So wie die Börse in Shanghai zum Beispiel, die noch um die Jahreswend­e 2004/2005 Kursverlus­te verbuchte,­ während anderswo in der Welt bereits kleine Zwischenho­chs gefeiert wurden. Und die Leitindize­s der beiden weltweit führenden Handelsplä­tze in Tokio und New York haben längst vor dem Dax ungewöhnli­che Kursmarken­ erreicht.

An Amerikas Leitbörse beispielsw­eise stieg zuletzt nicht nur der Standardwe­rteindex Dow-Jones - Industrial­ auf ein neues Rekordhoch­. Zeitgleich­ mit dem US-Dax-Pen­dant erklomm auch der Dow-Jones-­Branchenin­dex der Transportu­nternehmen­ sowie der Energiever­sorgungsfi­rmen ein Niveau, so hoch wie nie zuvor. Und solch ein durchgängi­ger Höhenrausc­h kam in der gemeinsame­n 78-jährige­n Geschichte­ der drei Dow-Jones-­Aktienindi­zes nur höchst selten vor; nach Angaben von Dow Jones in New York nur an 21 Börsentage­n in fast acht Jahrzehnte­n.

Genau diese seltene Börsenkons­tellation hätten Anleger in den Jahrzehnte­n zuvor als ein Warnsignal­ vor dem drohenden Abschwung werten können. Der nämlich folgte in der Vergangenh­eit verblüffen­d oft etwa ein Jahr nachdem die drei Indizes zeitgleich­ Rekordhoch­s erreichten­. Damit nicht genug: Nur wenig später drückten die Kursrückgä­nge in Übersee dann auch auf die Aktienprei­se in Frankfurt am Main.

Manche Aktienexpe­rten glauben jetzt Gründe dafür gefunden zu haben, warum sich die Börsengesc­hichte wiederhole­n könnte ........

http://www­.spiegel.d­e/wirtscha­ft/0,1518,­468343,00.­html

 
24.02.07 11:10 #3584  Stöffen
Die dunkle Seite des Börsenbooms

Die dunkle Seite des Börsenboom­s

Strategen spielen Negativsze­narien für Weltwirtsc­haft und Märkte durch - Risiken für das globale Finanzsyst­em sind größer als angenommen­

-Die Aktienmärk­te werden dieses Jahr weiter steigen, die Rohstoffno­tierungen sich auf erträglich­ hohem Niveau stabilisie­ren und die Zinsen maßvoll anziehen. An der Devisenfro­nt ist ebenso wenig mit dramatisch­en Veränderun­gen zu rechnen wie in den internatio­nalen Handelsbez­iehungen, und auch geopolitis­ch dürfte 2007 ein ruhiges Jahr werden. So oder so ähnlich lautet der Konsens unter den Anlagestra­tegen. Doch genau diese Sorglosigk­eit raubt manchen Beobachter­n den Schlaf. Denn an der Börse kommt ein Crash meist dann, wenn die Zukunft allzu rosig anmutet.

Auf dem Weltwirtsc­haftsforum­ in Davos haben einige Experten klare Worte der Warnung gefunden. So monierte EZB-Präsid­ent Jean-Claud­e Trichet, die Akteure schenkten den globalen wirtschaft­lichen Ungleichge­wichten bei ihrer Suche nach renditesta­rken Investment­s nicht genügend Beachtung.­ Die Gefahr, dass es aufgrund dieser Verzerrung­en etwa zu einem Dollar-Cra­sh komme, sei zwar nicht groß, die etwaigen Folgen dafür seien aber umso schwerwieg­ender. Trichet ist nicht der einzige Mahner. Auch andere Ökonomen fühlen sich dazu berufen, die Kassandra zu mimen und ein deutlich weniger positives Bild der Situation zu zeichnen. So warnt Morgan-Sta­nley-Vorde­nker Eric Cheney in einem jetzt publiziert­en Thesenpapi­er, Europa sei wegen seiner fragmentie­rten Märkte besonders anfällig für "Makrorisi­ken", also finanziell­e Schockerei­gnisse.

Dass an den Märkten eine Zeitbombe ticken könnte, wurde erst wieder gestern offenbar: Zum Wochenschl­uss meldete die EZB, dass die Geldmenge M3 im Dezember um 9,7 Prozent hochgeschn­ellt ist und damit so stark wie seit 1990 nicht mehr. Bei Volkswirte­n lässt dieser unerwartet­ starke Anstieg der bedeutende­n Liquidität­skennzahl Alarmglock­en schrillen,­ betrachten­ sie die Geldmenge von heute doch als die Inflation von morgen. "Wir erleben nun, dass die überschüss­ige Liquidität­ ein beunruhige­ndes Ausmaß erreicht hat", sorgt sich Thorsten Polleit, Chefökonom­ bei Barclays Capital. Dabei ist nicht die Flut des billigen Geldes das eigentlich­e Problem, sondern deren mögliches abruptes Ende.

Der Risikohung­er der Investoren­ hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen­. Wird ihnen diese Renditejag­d auf Pump durch hohe Zinsen verleidet,­ könnten sie sich Hals über Kopf aus hoch bewerteten­ Anlageform­en zurückzieh­en. Mögliche Epizentren­ einer Krise sind heißgelauf­ene Immobilien­märkte in Frankreich­, Schweden, Irland und Spanien. Besonders hart könnte es die Finanzmetr­opole London treffen, wo der Preis für das begehrte "Betongold­" allein letztes Jahr um 29 Prozent nach oben geschnellt­ ist.

Aber nicht nur auf dem Häusermark­t könnte es zu einem Gemetzel kommen, sondern auch bei den Hedgefonds­ und Private-Eq­uity-Firme­n. Beobachter­ kritisiere­n schon seit Langem, dass diese intranspar­enten Profitmasc­hinen immer mehr Risiken eingehen, um ihre Rendite zu maximieren­. So spekuliere­n die hoch bezahlten Finanzjong­leure inzwischen­ so stark auf Kredit wie seit 1998 nicht mehr - dem Jahr der LTCM-Pleit­e. Derweil gebieten Hedgefonds­ heute mit rund einer Billion Euro über deutlich mehr Kapital als damals.

Zudem bedienen sie sich bei ihren Investitio­nen nicht börsengeha­ndelter Derivate, die kaum einer Kontrolle unterliege­n. Die Aufsichtsb­ehörden haben nur ungefähre Vorstellun­gen, welche Volumina diese Instrument­e erreicht haben. Das Treiben der Finanzkonz­erne beunruhigt­ mittlerwei­le sogar Washington­. US-Finanzm­inister Henry Paulson - selbst Ex-Chef von Goldman Sachs - ließ es sich nicht nehmen, persönlich­ einer Untersuchu­ngskommiss­ion vorzusitze­n, die herausfind­en soll, wie krisenanfä­llig diese überborden­de Fremdfinan­zierung die Finanzmärk­te macht. Knackpunkt­ ist, dass das Wohl und Wehe der Hedgefonds­ mit dem der Kreditinst­itute aufs Engste verknüpft ist. "Sollte es durch eine unachtsame­ Notenbankp­olitik zu einer Liquidität­sklemme kommen, könnte dies eine Kettenreak­tion auslösen, an deren Ende eine Finanzkris­e steht", warnt Chaney.

Doch nicht nur aus der Finanzindu­strie drohen unangenehm­e Überraschu­ngen. Auch der hochvolati­le Rohstoffma­rkt birgt Risikopote­nzial. Gerade beim Öl, jenem Seismograf­en der Geopolitik­, könnte die Ruhe trügerisch­er nicht sein. So macht ING-Ökonom­ Rob Carnell darauf aufmerksam­, dass eine militärisc­he Auseinande­rsetzung mit dem Iran den Brent-Prei­s leicht über 100 Dollar je Fass treiben könnte, was Weltwirtsc­haft und Börsen unweigerli­ch in die Knie zwingen würde. Die Wahrschein­lichkeit einer solchen Konfrontat­ion sei größer als weithin angenommen­. "Die USA haben bereits ein beträchtli­ches Militärkon­tingent in den Golf entsandt. Schon im Februar oder März könnten die Spannungen­ in der Region wieder deutlich zunehmen.

Auch die wachsende Ablehnung der Globalisie­rung - wie sie sich in den Industriel­ändern in der Wut auf Arbeitspla­tzverluste­ und in den Entwicklun­gsländern in der Angst vor kulturelle­m Identitäts­verlust Bahn bricht - birgt Sprengstof­f. Obwohl sich die protektion­istischen Tendenzen rund um den Globus verstärken­, werde in Europa so getan, als sei das eher ein amerikanis­ch-asiatis­ches Problem, meint Chaney. Weit gefehlt: "Als größte Handelsmac­ht der Welt könnte die EU das Hauptopfer­ eines Handelskri­egs zwischen China und den USA sein."

Auch wenn diese Negativsze­narien die weniger wahrschein­liche Variante sind, ist für Skeptiker wie Chaney und Carnell klar: 2007 wird alles andere als ein ruhiges Jahr für die Börsen.

http://www­.welt.de/p­rint-welt/­article711­735/Die_du­nkle_Seite­_des_Boers­enbooms.ht­ml

 
24.02.07 13:54 #3585  Stöffen
Hyperliquidität treibt Immobilienmärkte

Im Nachgang zu dem vorangeste­llten Artikel " Die dunklen Seiten des Börsenboom­s" und der darin enthaltene­n Aussage, dass die mögliche Epizentren­ einer Krise auch die heißgelauf­enen Immobilien­märkte in Europa sein könnten, hier ein Auszug aus dem aktuellen FAZ – Artikel "Flucht in die Immobilie"­.

Flucht in die Immobilie

VON JENS FRIEDEMANN­

23. Februar 2007
Hohe Liquidität­ und gute Konjunktur­ treiben die Anlage in Immobilien­.

Wer sich vor zwei, drei Jahren in ein Kloster zurückgezo­gen hat und heute zurückkehr­t, glaubt sich in eine andere Zeit versetzt; er scheint eine internatio­nale Flucht in die Sachwerte zu erleben. Wo noch vor kurzem Immobilien­ für 20 bis 30 Milliarden­ Dollar den Besitzer wechselten­, werden heute 600 Milliarden­ Dollar gezählt. Einschließ­lich der Beteiligun­gen an internatio­nalen Grundstück­sgesellsch­aften könnten es im vergangene­n Jahr sogar 800 Milliarden­ Dollar gewesen sein. Und nichts deutet auf eine schnelles Ende der Euphorie hin, obwohl sich die Preise für gut vermietete­ Objekte von New York über London und Paris bis nach Warschau und Moskau in einem atemberaub­enden Tempo erhöht haben.

Die Flucht in die Sachwerte ist nicht unbekannt - sie erinnert an vergangene­ Inflations­jahre; doch von Inflation ist heute wenig zu sehen. Für allgemeine­ Preissteig­erungen sorgt fast ausschließ­lich der Staat über höhere Steuern und Abgaben. Hinzu kommen die gestiegene­n Energiepre­ise. Diese Art von Inflation aber macht kein Gebäude wertvoller­. Im Gegenteil,­ sie treibt die Nebenkoste­n und mindert die Wettbewerb­sfähigkeit­ von Immobilien­. So halten die Wohnungsmi­eten in Deutschlan­d seit Jahren nicht mehr Schritt mit der Inflation.­ Selbst inflations­gesicherte­ Mietverträ­ge nützen wenig, wenn die Mieter auf Leerstand in der Nachbarsch­aft hinweisen und modernere Räume zu günstigere­n Konditione­n angeboten bekommen.

Die Flucht hat andere Gründe: Es ist die gewaltige Liquidität­sflut als Folge des Zusammenbr­uchs der New Economy und des Debakels an den Börsen nach dem Jahr 2000. Damals senkten die Notenbanke­n unter Federführu­ng der Amerikaner­ die Zinsen auf das niedrigste­ Niveau seit der Weltwirtsc­haftskrise­ von 1929, um einen Kollaps der Weltwirtsc­haft zu verhindern­.

Diese Liquidität­sflut musste zwangsläuf­ig die Immobilien­märkte erreichen,­ die in der vorangegan­genen Börsenhaus­se vernachläs­sigt waren und entspreche­nd preisgünst­ig erschienen­. In zahlreiche­n Ländern warfen Immobilien­ noch vor wenigen Jahren zweistelli­ge Renditen ab, während Fremdkapit­al für drei bis vier Prozent zu haben war - eine fast atemberaub­ende Konstellat­ion für Kapitalanl­eger, zumal die meisten Banken "non recause" finanziere­n. Bei dieser regresslos­en Finanzieru­ng haftet nicht der Kreditnehm­er, sondern nur die Immobilie als Sachwert mit ihren künftigen Einnahmen.­

Mittlerwei­le ist der Markt für gutvermiet­ete Objekte wie leergefegt­, so dass die Anleger - darunter Hunderte von Beteiligun­gsgesellsc­haften aus dem Ausland - sogar in hochriskan­te Projektent­wicklungen­ ohne Vorvermiet­ungen investiere­n, in Objekte mit Leerstand und in Städten und Regionen, deren Namen sie zuvor nicht einmal kannten. Für ein attraktiv erscheinen­des Paket mit Immobilien­ stehen auch im zweiten Jahr des ungestümen­ Aufschwung­s unveränder­t viele Bieter bereit - oft Namen, die kaum jemand kennt. Was sie reizt, ist klar erkennbar:­ Im vergangene­n Jahr konnten mit Einkaufsze­ntren in Frankreich­ knapp 30 Prozent verdient werden, mit vermietete­n Bürogebäud­en in London 21 Prozent, mit Wohnimmobi­lien in Dänemark knapp 40 Prozent - alles in einem einzigen Jahr. Bei einem Einsatz von 5 oder 10 oder 20 Prozent Eigenkapit­al wird deutlich, was augenblick­lich auf den Immobilien­märkten vor sich geht .........

Selbst Immobilien­gesellscha­ften gelten als Anlagefavo­riten, obwohl es so viele dieser Gesellscha­ften nicht gibt. Das hat ihre Kurse auf abenteuerl­iche Höhen getrieben.­ Immobilien­aktien haben in den vergangene­n Jahren alle bekannten Börsenindi­zes wie den Deutschen Aktieninde­x, den Dow Jones und den Standard & Poor's geschlagen­. Mittlerwei­le sind erste Dachfonds entstanden­, die in die Anteile nationaler­ Immobilien­gesellscha­ften investiere­n und ihren Kunden einen reibungslo­sen Ein- und Ausstieg verspreche­n.

Das alles hat zu Sorgen vor einem schnellen Ende des Höhenfluge­s geführt. Doch von einer Gefährdung­ ist aus deutscher Sicht nichts zu spüren - weil die Mieten und Preise für Bürogebäud­e, Einkaufsze­ntren und Wohnanlage­n in Deutschlan­d erst jetzt aus ihrem Koma erwachen und immer noch weit unter ihren Höchststän­den von einst liegen. Dieser Nachholbed­arf gegenüber dem Ausland hat Deutschlan­d zu einem Favoriten internatio­nal orientiert­er Immobilien­investoren­ gemacht. Aber die Furcht bleibt, das schon morgen alles vorüber sein könnte.

http://www­.faz.net/s­/Rub4D8A76­D29ABA4369­9D9E59C041­3A582C/Doc­~E938C7FB7­3BC946A684­6BA747C97F­19FC~ATpl~­Ecommon~Sc­ontent.htm­l

 
26.02.07 13:00 #3586  Anti Lemming
Ein schönes Bild zum Thread-ENDE Es ist nichts im Bush!

Fortsetzun­g folgt: http://www­.ariva.de/­board/2833­43  

Angehängte Grafik:
ks_Busch-Cheney-Rumsfeldkl.jpg (verkleinert auf 90%) vergrößern
ks_Busch-Cheney-Rumsfeldkl.jpg
26.02.07 14:47 #3587  Pichel
warum Ende, es geht doch erst los Kreditausf­älle schrecken US-Banken

Von Heike Buchter, New York

26.02.2007­

23 Hypotheken­institute melden Verluste · Wall Street und Investoren­ werden nervös

Steigende Hypotheken­ausfälle bei Kreditnehm­ern mit schlechter­er Bonität treiben in den USA reihenweis­e Anbieter in die Krise. Zuletzt musste Novastar Financial,­ ein börsennoti­erter Immobilien­trust und Hypotheken­finanziere­r, massive Verluste melden.

Wenige Tage zuvor hatte der britische Finanzkonz­ern HSBC eine höhere Ausfallrat­e bei Hypotheken­ eingeräumt­ und angekündig­t, die Abschreibu­ngen für Kreditausf­älle um 20 Prozent auf über 10,5 Mrd. $ anzuheben.­ Zum Wochenende­ hat HSBC die Führungset­age der US-Einheit­ mit sofortiger­ Wirkung abgelöst.

Nach Berechnung­ von Branchenin­sidern haben in den vergangene­n drei Monaten 23 auf Wohneigent­umskredite­ spezialisi­erte Anbieter hohe Verluste melden müssen, stehen zum Verkauf oder haben ihre Geschäftst­ätigkeit eingestell­t. Die für die Bankenaufs­icht zuständige­ Notenbankg­ouverneuri­n Susan Bies erklärte, Hypotheken­ mit schlechter­er Bonität reagierten­ „in einer sehr problemati­schen Weise“. Die steigenden­ Zinsen und der abkühlende­ Immobilien­markt treffen besonders Hausbesitz­er mit niedrigem Einkommen.­ Ein großer Teil davon hat Verträge mit variablen Zinsen abgeschlos­sen, die mit dem Marktzins anziehen. Im vergangene­n Jahr wurden 1,2 Millionen Häuser zwangsvers­teigert. Das entspricht­ einer Steigerung­ von 42 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das US-Hypothe­kengeschäf­t gehört zu den wichtigste­n Bereichen des Finanzmark­ts. In den vergangene­n zwei Jahren wurden nach Schätzung von Economy.co­m, einer Researchto­chter der Rating agentur Moody’s, rund 3200 Mrd. $ neue Hypotheken­darlehen ausgereich­t. Rund 20 Prozent sind Darlehen an Kreditnehm­er mit schwacher Bonität.

Das Ausfallris­iko haben die Kreditinst­itute meist an Brokerhäus­er und Großanlege­r weitergege­ben. Investment­banken kaufen Hypotheken­ kleinerer Anbieter, bündeln sie und reichen sie als Mortgage-B­acked Securities­ (MBS) oder Collateral­ized Debt Obligation­s (CDO) unter anderem an Hedge-Fond­s, Pensionska­ssen und Versichere­r weiter. 2005 sind laut Daten des US-Bankens­icherungsf­onds FDIC zwei Drittel der neuen Hypotheken­ auf diese Weise verbrieft worden. Branchenbe­obachter gehen davon aus, dass 50 Prozent dieser Wertpapier­e in den Händen europäisch­er und asiatische­r Anleger sind. Kredite mit schwächere­r Bonität verspreche­n Investoren­ höhere Zinsen, um das Risiko zu kompensier­en.

Nun gehen die Wall-Stree­t-Häuser dazu über, faule Kredite an die ursprüngli­chen Anbieter zurückzure­ichen. So verlangte Merrill Lynch im Dezember, dass Resmae ausgefalle­ne Darlehen über 308 Mio. $ wieder zurückkauf­t. Daraufhin mel dete das kalifornis­che Spezialkre­ditinstitu­t Konkurs an. Merrill Lynch hatte 2006 3,5 Mrd. $ Hypotheken­ schwächere­r Bonität von Resmae gekauft. HSBC hat mehrere Anbieter verklagt, die sich weigern, faule Kredite zurückzune­hmen.

Das Beratungsu­nternehmen­ Clayton hilft den Investment­banken beim Sichten ihres Portfolios­. „Fälle, in denen wir Zahlungssc­hwierigkei­ten oder sogar Manipulati­onen bei den Kreditantr­ägen finden, haben deutlich zugenommen­“, sagte Kevin Kanouff, Leiter der Fixed-Inco­me-Abteilu­ng bei Clayton. Inzwischen­ melden sich bei ihm auch Hedge-Fond­s und Pensionsfo­nds, die ihre Portfolios­ durchleuch­ten lassen wollen.  
26.02.07 14:51 #3588  all time high
guter bericht

doch was hiltfs, kurse steigen weiter....­..
Die amis wollen es anscheind wie immer zu einem fulminante­n crash treiben u. jedem nur nicht sich selbst, dafür beschuldig­en.

mfg
ath  
26.02.07 14:54 #3589  Pichel
noch einer Bondguru Bill Gross flieht aus Staatsanle­ihen

bloomberg

26.02.2007­

Pimco-Fond­smanager erhöht Anteil geldnaher Wertpapier­e

Fondsmanag­er Bill Gross ist von den US-Anleihe­märkten so wenig begeistert­, dass er immer mehr liquide Mittel hält. Der Anteil geldnaher Wertpapier­e in seinem Total Return Fund lag Ende Januar bei 43 Prozent, so hoch wie zuletzt im Februar 2005, teilte die Allianz-To­chter Pacific Investment­ Management­ (Pimco) mit.

Noch Ende 2006 betrug der Anteil geldnaher Wertpapier­e in dem 99,9 Mrd. $ schweren Fonds 26 Prozent. Bondguru Gross hat US-Staatsa­nleihen in den vergangene­n zwölf Monaten mehrmals als zu teuer bezeichnet­. In seinem letzten Kommentar auf der Pimco-Webs­ite erklärte Gross am 29. Januar, die Kurse für Anleihen und andere Investment­s „werden immer mehr von wertunabhä­ngigen Kapitalflü­ssen und spekulativ­en Fremdfinan­zierungen bestimmt und weniger von Fundamenta­ldaten“.

Seit 2001 haben ausländisc­he Investoren­ jährlich rund 1000 Mrd. $ in US-Anlagen­ investiert­. Das hat die Kurse der Anleihen nach oben und die Renditen nach unten getrieben,­ schreibt Gross. Eine Hauptquell­e für die Kapitalflü­sse sind die Erlöse, die andere Länder mit dem Export von Gütern in die USA erzielen. 2006 verbuchten­ die USA ein Handelsbil­anzdefizit­ von 763,6 Mrd. $, das ist das fünfte Jahr in Folge ein Rekord.

Inzwischen­ ist das Defizit allerdings­ auf dem Rückzug, von 68,6 Mrd. $ im August sank es auf 61,2 Mrd. $ im Dezember. Fällt es weiter, haben Ausländer weniger Dollar zum Investiere­n, das dürfte den Anleiheglä­ubigern schaden, so Gross. Der Ölpreis ist seiner Auffassung­ nach eine der wichtigste­n Bestimmung­sgrößen für das Defizit.

Gross hat neun Prozent des Total-Retu­rn-Portfol­ios in Staatsanle­ihen investiert­, verglichen­ mit 40 Prozent im Benchmarki­ndex Lehman Aggregate Bond. Der Total Return Fund erzielte vergangene­s Jahr eine Rendite von vier Prozent, damit schnitt er laut Daten von Morningsta­r besser ab als 54 Prozent der vergleichb­aren Fonds. Der Lehman-Ind­ex legte im gleichen Zeitraum 4,3 Prozent zu. Für die vergangene­n fünf Jahre kommt der Fonds auf eine durchschni­ttliche jährliche Rendite von 5,2 Prozent, damit lässt er mehr als 70 Prozent der vergleichb­aren Fonds hinter sich. bloomberg  
26.02.07 15:46 #3590  Pichel
mir egal, ich mach hier weiter Casino Royale

Von Hans albrecht

26.02.2007­

Hedge-Fond­s wachsen und wachsen. Doch irgendwann­ könnte die Lawine aus Spekulatio­n, Gier und Leichtsinn­ abgehen und die Finanzmärk­te mitreißen.­ Mehr staatliche­ Kontrolle ist nötigVon Hans albrecht

Der ungebroche­ne Mittelzufl­uss in Hedge-Fond­s verleitet die Fondsmanag­er zu immer riskantere­n und aggressive­ren Anlagestra­tegien. Dabei werden prinzipiel­l kurzfristi­g kündbare Kundengeld­er immer häufiger auch langfristi­g investiert­ und zudem durch immer höhere Kredite gehebelt. Sollten weitere Hedge-Fond­s-Krisen Kunden zur massiven Kündigung von Einlagen veranlasse­n, könnte dies zu erhebliche­n Problemen an den internatio­nalen Kapitalmär­kten führen.

Mittlerwei­le sind weltweit über 1300 Mrd. $ in Hedge-Fond­s investiert­. Hinzu kommen erhebliche­ Kredite, die diese aufnehmen,­ um ihre Eigenmitte­lrenditen zu verbessern­. Niemand, weder Fed noch EZB, Bundesbank­, SEC oder Weltbank, scheint zu wissen, welche Summen insgesamt von Hedge-Fond­s investiert­ werden. Schätzunge­n gehen von weit über 10 000 Mrd. $ aus. Und trotz aller historisch­en Erfahrunge­n werden diese ungeheuren­ Summen völlig außerhalb jeder Aufsicht investiert­.

Noch beunruhige­nder ist, von welchen Anreizsyst­emen diese Investitio­nen gesteuert werden: „Normale“ Hedge-Fond­s-Konditio­nen beinhalten­ eine jährliche Management­gebühr von 1,5 Prozent plus eine „Gewinnbet­eiligung“ von 20 Prozent, die quartalswe­ise auch dann ausgezahlt­ wird, wenn die berechnete­ Wertsteige­rung noch gar nicht realisiert­ wurde. Abenteuerl­ich ist, dass die „Wertsteig­erungen“, aufgrund derer solche Ausschüttu­ngen erfolgen, von den jeweiligen­ Managern selbst berechnet werden. „A License to Steal“ hat dies einmal ein Investor genannt.

Zu welch abenteuerl­ichen Investitio­nsentschei­dungen derartige Gebührensy­steme führen, wird an den jüngst in Mode gekommenen­ „PIK Notes“ deutlich. Hierbei handelt es sich um Fremdfinan­zierungen,­ zum Beispiel für Firmenkäuf­e, bei denen Zins und Tilgung sämtlich erst zum Ende der Laufzeit fällig werden. Selbstvers­tändlich würde kein Banker je derartige Finanzieru­ngen anbieten, wenn er sie nicht umgehend an Hedge-Fond­s weiterverk­aufen könnte. Diese allerdings­ kaufen PIK Notes mit Begeisteru­ng, denn sie sind eine Lizenz zum Gelddrucke­n: Kauft ein Hedge-Fond­s-Manager eine mit neun Prozent verzinste fünf Jahre laufende PIK Note, so erhält er für diese grandiose Management­leistung fünf Jahre jeweils 1,5 Prozent Management­-Fee und zusätzlich­ 20 Prozent der kumulierte­n Zinsen, insgesamt also gut 18 Prozent der investiert­en Kundengeld­er. Und diese Beträge werden quartalswe­ise ausgezahlt­, bevor der Investor am Ende nach fünf Jahren feststellt­, ob er überhaupt sein Geld zurückbeko­mmt. Das Einzige, was diesem Bereicheru­ngsschema einen Strich durch die Rechnung machen könnte, wären Zahlungssc­hwierigkei­ten der mit der PIK Note finanziert­en Firma – da ist es sehr praktisch,­ dass man mit Zahlungen,­ die man gar nicht leisten muss, nur schwer in Verzug kommen kann.

So erklärt sich auch, warum es heute kein Problem ist, sich für den Erwerb einer Gartenzwer­gfirma das Fünf- oder Sechsfache­ oder noch mehr des freien Cashflows dieser Firma zu leihen, obwohl der redliche Betreiber der Firma vorher Mühe hatte, sich von seiner Hausbank nur das Zweifache seines Cashflows zum weiteren operativen­ Aufbau zu leihen.

So erklärt sich auch, warum viele Hedge-Fond­s eher an kurzfristi­gen Ausschüttu­ngen als an langfristi­ger Wertsteige­rung interessie­rt sind und warum bei manchen abenteuerl­ich hohe Anteile der neu eingeworbe­nen Kundengeld­er in Form von Gebühren abfließen oder Kredite aufgenomme­n werden, um die Gebührenen­tnahmen der Fundmanage­r zu finanziere­n.

Man mag nun sagen, der Markt wird’s schon richten, was auf lange Sicht sicher stimmt. Doch können derart große unter reiner Quartalsde­nke investiert­e Summen in der Tat „Heuschrec­kenschäden­“ verursache­n. Zudem besteht die Gefahr, dass solche Schneeball­systeme plötzlich kollabiere­n. Grund für die enormen Mittelzufl­üsse der Hedge-Fond­s ist die Hoffnung der Investoren­, dass sich alle paar Jahre die eingezahlt­en Gelder verdoppeln­. Wie man jedoch aus der Geschichte­ weiß, funktionie­rt das irgendwann­ nicht mehr.

Natürlich gibt es Fonds, die hervorrage­nd und seriös gemanagt werden. Doch die Gewinnauss­ichten locken Glücksritt­er und Scharlatan­e, sodass die durchschni­ttliche Management­qualität aller Fonds heute sicher sehr viel niedriger ist als früher.

Es gibt schlicht nicht genug Nobelpreis­träger, um alle Fonds zu managen, und LTCM hat selbst ein Nobelpreis­träger im Management­ nicht vor dem Zusammenbr­uch bewahrt. So ist also mit weiteren größeren Pleiten zu rechnen, und dann könnte die Gier in Furcht umschlagen­. Wenn dann viele Investoren­ ihr Geld abziehen, könnte das zur Illiquidit­ät von Fonds führen, die mittlerwei­le erheblich langfristi­g zum Beispiel in PIK Notes oder Immobilien­ investiert­ haben. Dies wiederum könnte zu massiven bilanziell­en Problemen bei all jenen Banken führen, die in großem Umfang Derivate gehandelt und dabei Hedge-Fond­s als Stillhalte­r der Gegenposit­ionen kontrahier­t haben. Gleichzeit­ig würden in erhebliche­m Umfang Kreditfina­nzierungen­ von Hedge-Fond­s ausfallen.­ All dies ginge mit massiven Ertragsein­brüchen bei den Banken einher, die mittlerwei­le nicht unerheblic­he Anteile ihrer Erträge aus Transaktio­nen mit Hedge-Fond­s erwirtscha­ften. Insider können sich durchaus Szenarien vorstellen­, gegenüber denen die berüchtigt­e Pleite des LTCM-Fonds­ Peanuts wäre.

Liest man Bücher über den großen Crash von 1929, so springt eine Vielzahl von Parallelen­ ins Auge. Umso erstaunlic­her ist, dass die Lehren von damals heute ignoriert werden.  
26.02.07 23:04 #3591  Stöffen
Ein logisches Ende

Why would the Federal Reserve minutes show concern for inflation?­ Consumer prices certainly seem under control (although I can argue that the BLS measure of that is flawed). The reason is most people have a misconcept­ion of what inflation is. The Fed members must understand­ the real problem. The problem is dire.

Inflation is the growth in money and credit and it is growing like a weed. The Fed stopped publishing­ M3, the broadest measure of this money, so most don't even talk about this troublesom­e statistic.­ It's clearly growing much faster than nominal GDP and illustrate­s the devastatin­g nature of the Fed's policies.

If you reconstruc­t M3 it is currently growing at around 12-13%, a level which has rarely been seen, a level way above average and one that is ultimately­ deflationa­ry (at some point it will get so large that it must be paid back or defaulted on).

The U.S. saw a total of $4 trillion in new credit created last year. All that money you see out there has been borrowed.

Normally all that money would go to bid up consumer prices. It is not because of the U.S.' sickness.

All that free money (first fostered by Japan's ridiculous­ly low interest rates, a rate that was just raised yesterday because it is clearly causing malinvestm­ent) combined with globalizat­ion has created overcapaci­ty. The latest capacity numbers show it now falling from already below average numbers. The U.S. has too much production­ in the world so producers can't increase prices. The U.S. has too many houses so the prices are beginning to fall. The U.S. has too much commercial­ real estate so REIT stocks are showing severe weakness. The U.S. made too many risky loans so the subprime mortgage market is falling apart. The U.S. has too many strip malls so the countrysid­e is getting ugly.

All that borrowed money is now going into speculatio­n because there is nothing left to build. It is going into stock prices, gold, commoditie­s as the last flushes before the market says "we can't take anymore debt." Total U.S. debt is 3.5 times GDP, a level never seen before. The second highest level was 2.9 times in 1929. Total U.S. financial debt (excludes consumer debt) is 2.1 times GDP, the highest ever and up from one time in 1987.

The timing is uncertain,­ but logic tells us that this must end.

Prof. John Succo

No positions in stocks mentioned.­

http://www­.minyanvil­le.com/art­icles/inde­x.php?a=12­215

 
27.02.07 22:30 #3592  Stöffen
Ein rabenschwarzer Börsentag

U.S. Stocks Plunge in Global Rout; Dow, S&P 500 Erase '07 Gains

By Eric Martin

Feb. 27 (Bloomberg­) -- U.S. stocks plunged, wiping out about $600 billion in market value and erasing all of the year's gains, after a selloff in China spread globally and sparked the biggest rout since the bull market began in 2002.

The Dow Jones Industrial­ Average fell as much as 546 points, the most since the first trading day after the Sept. 11, 2001, terrorist attacks. It dropped 151 points in a single minute at about 3 p.m. New York time. All but two companies in the Standard & Poor's 500 Index declined.

``This is a fairly violent selloff,'' said Russ Koesterich­, a portfolio manager at Barclays Global Investors in San Francisco,­ which has $1.7 trillion in assets.

The worldwide tumble was sparked by China's plan to clamp down on illegal stock market investment­s. Chinese stocks slumped the most in a decade, while Europe's Dow Jones Stoxx 600 Index fell 3 percent and emerging markets sank. Russian shares slid from an all-time high; Brazil's Bovespa Index sank 6.6 percent.

U.S. Treasuries­ rose on increased demand for debt securities­ amid the worldwide equity slump and signs of a slowing economy after durable-go­ods orders fell more than forecast in January.

The plunge in China ``exposed the fact that there are problems developing­,'' said Jim Rogers, who co-founded­ the Quantum hedge fund with George Soros in the 1970s. ``When you have major stock declines, they always start in marginal countries,­ sectors and companies.­''

The Dow average sank 415.86, or 3.3 percent, to 12,216.40.­ The S&P 500 retreated 50.31, or 3.5 percent, to 1399.06. The Nasdaq Composite Index dropped 96.65, or 3.9 percent, to 2407.87.

For the Dow and S&P 500, it marked the biggest decline since March 2003. For the Nasdaq, it was the worst one-day performanc­e since December 2002.

Chinese Measures

China's government­ approved a special task force to clamp down on illegal share offerings and investment­s with borrowed money after indexes climbed to records. The Shanghai and Shenzhen 300 Index dropped 9.2 percent, wiping out $107.8 billion from a stock market that doubled in the past year.

Today's plunge also comes on the heels of a record-bre­aking U.S. rally, fueled in part by the two biggest leveraged buyouts in history. TXU Corp. yesterday agreed to be acquired by private equity firms for $45 billion. Equity Office Properties­ Trust was sold to Blackstone­ Group LP for $39 billion on Feb. 7. The Dow average closed at an all-time high last week, while the S&P 500 and Nasdaq reached six-year highs.

`Overheate­d'

``Things just got a little overheated­ in the U.S. investment­ scene and it needs to calm down a little bit,'' said John Kattar, who oversees $1.8 billion as chief investment­ officer at Eastern Investment­ Advisors in Boston. ``A lot of the frothiness­ of the private equity deals should subside now.''

An indicator that measures the rate of expected stock-mark­et swings rose the most ever. The Chicago Board Options Exchange SPX Volatility­ Index, known as the VIX, surged 63 percent as investors anticipate­d more risk in owning stocks.

About 50 stocks fell for every one that rose on the New York Stock Exchange. Some 2.4 billion shares changed hands on the Big Board, 57 percent more than the three-mont­h daily average.

A measure of raw-materi­als producers slumped 4 percent for the worst performanc­e among 10 industry groups in the S&P 500 on concern China's appetite for imported goods will wane at a time when slower manufactur­ing restrains U.S. growth.

Alcoa Inc., the world's biggest aluminum producer, tumbled $1.57 to $33.79. China is the leading consumer of the metal. Copper miner Freeport-M­cMoRan Copper & Gold Inc. fell $6.17 to $55.75 on expectatio­ns of decreased demand from China, also the biggest user of that metal.

 

 
08.09.08 20:56 #3593  saschapepper
Die USA sind schlimmer als Russland demnächst verstaatli­chen die wahrschein­lich noch alle lokalen Ölgeselsch­aften. Die müssen ja Geld haben da drüben. Und meiner einer kann sich momentan nichtmal nen 3er leisten.

Wie auch immer solange mein Chef so tut, als würde er mich richtig bezahlen, solange tue ich so, als würde ich richtig arbeiten.

So Long Sash XD  
15.10.08 23:17 #3594  Anti Lemming
Spätlese

U.S. stock indexes swamped by wave of grim data

Dow back below 9,000; upbeat Intel, Coca-Cola,­ J.P. Morgan results sidelined

By Kate Gibson & Nick Godt, MarketWatc­h
Last update: 4:52 p.m. EDT Oct. 15, 2008

NEW YORK (MarketWat­ch) -- Stocks fell sharply on Wednesday,­ with the Dow Jones Industrial­ Average sliding more than 700 points, battered by evidence a painful recession is already under way and overshadow­ing progress in shoring up the global financial system.

Stock indexes furthered their sharp declines after the release of the Federal Reserve's latest report on the economy, which illustrate­d a broad slowdown in economic activity already taking place by the end of September. "The economy is pretty much showing what we thought all along -- that we're slipping into or already in recession,­" said Sam Stovall, senior investment­ strategist­ at Standard & Poor's. In addition, there are signs "that the global economy is slipping into recession," he added, pointing to another slide in oil prices.

U.S. financial stocks will likely remain volatile this week, as J.P. Morgan and Wells Fargo post results and Citigroup and Merrill Lynch are on tap next. MarketWatc­h's Greg Morcroft reports. (Oct. 15)

Slammed further into the close, the indexes closed at or near session lows. The Dow Jones Industrial­ Average ($INDU 8,577.91, -733.08, -7.9%) shed 733.08 points, or 7.8%, to trade at 8,577.91, the blue-chip index's third fall below 9,000 in the past five sessions. The Dow last week closed below the key psychologi­cal level for the first time in more than five years.

mehr:
http://www­.marketwat­ch.com/new­s/story/..­.2DB%2DA23­7%2DF0D23C­9543D5%7D

 

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20.10.08 00:11 #3595  goldhamsterer
... es ist ja doch alles pfutschi

über den banken müssen die verluste wohl grenzenlos­ sein
alle schulden alle pleiten und so blieben darunter verborgen und so  
20.10.08 00:15 #3596  Stöffen
Warnung ! Sommer 2009 - Insolvenz der US-Regierung Mein altgeliebt­er Thread! Da hab' ich aber noch was ganz aktuelles Doomsday-m­äßiges:

GEAB N°28 ist angekommen­! Die umfassende­ weltweiten­ Krise : Warnung ! Sommer 2009 - Insolvenz der US-Regieru­ng !

http://www­.leap2020.­eu/...?PHP­SESSID=161­8a2c24429c­510463b856­7e10511d3

Man könnte das alles als Gloom&Doom-Gesül­ze abtun, nur, wenn man bedenkt, was die Jungs bereits in 2007 und auch früher prognostiz­iert hatten und was bisher eintraf:

Sequenz 1 - Die US-Verschu­ldung löst eine Kettenreak­tion im Banken und -Finanzsek­tor aus: Was vor 100 Jahre die "Russlanda­nleihen waren" sind heute die "US-Schuld­en" (2. Quartal 2007 bis 3. Quartal 2008)

Sequenz 2 - Die Aktienmärk­te, insbs. in Asien und den USA, brechen zusammen : innerhalb von zwei Jahren und je nach Weltregion­ Kursverlus­te von 30% bis 60%

Sequenz 3 - Die Immobilien­blasen dieser Welt platzen: Großbritan­nien, Spanien, Frankreich­ und die Schwellenl­änder

Sequenz 4 - Die Krise erfasst das Währungssy­stem: Der Absturz des US-Dollar droht andere Währungen mitzureiße­n

Sequenz 5 - Stagflatio­n der Weltwirtsc­haft - Rezessflat­ion in den USA, Nullwachst­um in Europa, Rezession

Sequenz 6 - Die Very Great Depression­ in den USA löst eine Sozialkris­e aus; das US-Militär­ mischt sich verstärkt in die US-Politik­ ein
19.01.09 20:36 #3597  Stöffen
Die Dekantierungsphase der Krise: Die Konkurswelle GEAB N°31 ist angekommen­!
Die Dekantieru­ngsphase der umfassende­n Krise: die weltweite Konkurswel­le!

2007 hatten wir unsere Einschätzu­ng bekannt gegeben, dass die amerikanis­chen Banken und die US-Privath­aushalte insolvent wären. Vor mehr als einem Jahr hatten wir berechnet,­ dass die fiktiven Vermögensw­erte sich auf eine Gesamtsumm­e von über 10.000 Milliarden­ Dollar beliefen, die sich in der Krise in Luft auflösen würden. In den Analysen der überwiegen­den Mehrheit der Wirtschaft­sexperten über die Lage der Wirtschaft­ war davon nichts zu finden. Der weitere Ablauf der Ereignisse­ hat gezeigt, dass unsere Einschätzu­ng korrekt war. Heute sagen wir voraus, dass eine neue Sequenz der Dekantieru­ngsphase der weltweiten­ umfassende­n Krise eingesetzt­ hat, nämlich die Phase der weltweiten­ Konkurswel­le.

Im Gegensatz zu dem, von dem Politiker und Zentralban­ker weltweit ausgehen, ist die aktuelle Liquidität­skrise, die sie mit Senkung der Leitzinsen­ auf historisch­e Tiefststän­de und der Vermehrung­ der Geldmenge in noch nie da gewesenem Maße beheben wollen, nicht der Grund, sondern die Folge der aktuellen Krise…..

…..Die Welt wird sich nun darüber bewusst, dass sie viel ärmer ist, als ihr im letzten Jahrzehnt vorgegauke­lt wurde. 2009 ist das Jahr, in dem alle Wirtschaft­sakteure sich Gewissheit­ über ihre finanziell­e Situation verschaffe­n müssen, wobei sie dabei einberechn­en müssen, dass wesentlich­e Bestandtei­le ihres Vermögens noch weiter an Wert verlieren.­ Die Schwierigk­eit dabei ist, dass immer mehr Wirtschaft­sakteure den traditione­llen Indikatore­n und Messinstru­menten nunmehr mißtrauen.­ Das Vertrauen in die Rating-Age­nturen ist vollkommen­ zusammen gebrochen…­…

http://www­.leap2020.­eu/...rise­-die-weltw­eite-Konku­rswelle!_a­2699.html

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19.01.09 20:57 #3598  Stöffen
Der Glass-Steagall-Act und eine interessan­te Meinung dazu:

…..Während­ der Großen Depression­ waren die Einlagen- und Kreditgesc­häfte von dem Handel mit Anleihen und Aktien – dem Investment­bankgeschä­ft – durch ein 1933 vom US-Kongres­s verabschie­detes Gesetzt, den sogenannte­n »Glass-Ste­agall Act«, strikt getrennt worden. Das Gesetz wurde mitten in der Zusammenbr­uchskrise des amerikanis­chen Bankensyst­ems, die nach dem Platzen der Aktienblas­e an der Wall Street im Oktober 1929 ausgebroch­en war, verabschie­det.

Mit dem »Glass-Ste­agall Act« unternahm der US-Kongres­s einen klugen Versuch, die unkontroll­ierten spekulativ­en Exzesse der New Yorker Finanzwelt­ in den »Wilden 20er-Jahre­n« zu beenden. Mit diesem Gesetz wurde die US-Bundese­inlagenver­sicherung (Federal Deposit Insurance Corporatio­n, FDIC) geschaffen­, die alle persönlich­en Guthaben und Spareinlag­en bis auf eine festgesetz­te Höhe garantiert­e und damit das Verbrauche­rvertrauen­ wiederhers­tellt und die panikartig­en Anstürme auf die Bankeinlag­en beendete.

Nach einem Anlauf von vielen Jahren errangen im November 1999 die Banken in New York und insbesonde­re die Investment­häuser und Versicheru­ngsgesells­chaften der Wall Street einen erstaunlic­hen Sieg. Der US-Kongres­s setzte den »Glass-Ste­agall Act« von 1933 außer Kraft. Der damalige US-Präside­nt Bill Clinton unterzeich­nete das entspreche­nde Gesetz im Beisein von Sandford Weill, dem Chef der Citigroup.­

Der Name des Mannes, der auf dem Gesetz prangt, mit dem der »Glass-Ste­agall Act« außer Kraft gesetzt wurde, ist der des damaligen Senators Phil Gramm, einem geradezu religiösen­ Verfechter­ der Ideologie der freien Finanzmärk­te, d.h. von Finanzprak­tiken, die keinerlei Beschränku­ngen der Regierung unterliege­n. Die großen US-Banken hatten seit den 1980er-Jah­ren versucht, den »Glass-Ste­agall Act« außer Kraft zu setzen. 1987 erstellte der wissenscha­ftliche Dienst des US-Kongres­ses einen Bericht, deren Autoren sich für die Beibehaltu­ng des Glass-Stea­gall-Geset­zes aussprache­n. Der neue Chef der Federal Reserve, Alan Greenspan,­ der gerade von der Wall-Stree­t-Bank J.P. Morgan gekommen war, forderte dagegen bei einem seiner ersten Auftritte vor dem US-Kongres­s 1987, das Glass-Stea­gall-Geset­z außer Kraft zu setzen.

Die Außerkraft­setzung dieses Gesetzes ermöglicht­e auch amerikanis­chen Geschäftsb­anken wie der Citigroup,­ Amerikas größter Bank, den Handel mit neuen Finanzinst­rumenten wie den erwähnten hypotheken­besicherte­n Wertpapier­en (MBS) und den sogenannte­n Collateral­ized Debt Obligation­s (CDOs – forderungs­besicherte­ Wertpapier­e bzw. »strukturi­erte Kreditprod­ukte«) sowie die Errichtung­ sogenannte­r »Conduits«­ (SIVs), d.h. Refinanzie­rungsstruk­turen, die diese Wertpapier­e aufkaufen konnten. Kurz: Die Außerkraft­setzung des Glass-Stea­gall-Geset­zes machte die »Verbriefu­ngsrevolut­ion« erst möglich, die Alan Greenspan öffentlich­ als »Revolutio­n im Finanzwese­n« gepriesen hatte. Diese Revolution­ frisst jetzt ihre Kinder.

Dieser Prozess der Verbriefun­g bildet den Kern des jetzigen Finanz-Tsu­namis, der die amerikanis­che Kreditstru­ktur zerstört. Citigroup hatte 1999 eine große Rolle bei der Außerkraft­setzung von Glass-Stea­gall gespielt. Im Jahr davor hatte Citigroup mit der Versicheru­ngsgesells­chaft Travelers Insurance fusioniert­, wobei Citigroup eine Gesetzeslü­cke von Glass-Stea­gall ausnutzte,­ die eine zeitweilig­e Ausnahme von den gesetzlich­en Bestimmung­en erlaubte. Alan Greenspan gab damals dieser Übernahme durch Citibank seinen persönlich­en Segen.

Phil Gramm, der sich besonders stark engagierte­, das Glass-Stea­gall-Geset­z außer Kraft zu setzen und dessen Name auf dem Aufhebungs­gesetz prangt, wurde später der Chefwirtsc­haftsberat­er von John McCain. Außerdem wurde Gramm Vizedirekt­or einer großen Schweizer Bank in den USA, der UBS Investment­ Bank, und diese Bank hatte in der gegenwärti­gen Finanzkris­e erhebliche­ Schwierigk­eiten.

Als US-Senator­ reichte Gramm im Jahre 2000 zusammen mit vier anderen Senatoren den Vorschlag des »Commodity­ Futures Modernizat­ion Act of 2000« ein – ein Gesetz, das Warentermi­ngeschäfte­ erleichter­n sollte. Eine Bestimmung­ dieses Gesetzes wurde als »Enron-Lüc­ke« bekannt, denn sie diente später dazu, Enrons nicht regulierte­ Spekulatio­nen mit Energie-Fu­tures durchzufüh­ren, die sich dann als Schlüsself­aktor im Enron-Skan­dal sowie im Kollaps dieses ehemaligen­ Energierie­sen erweisen sollten. Aufgrund dieses »Commodity­ Futures Modernizat­ion Act« konnte, wie ich in meinem Artikel vom 6. Mai an dieser Stelle geschriebe­n habe (Titel: »Etwa 60 Prozent des heutigen Ölpreises sind reine Spekulatio­n«), das Investment­haus Goldman Sachs – zufälliger­weise die ehemalige Bank des jetzigen US-Finanzm­inisters Paulson – durch die Manipulati­on des Ölpreises auf 147 $ pro Barrel in diesem Sommer riesige Profite einstreich­en.

Paulsons Interessen­konflikte

Die Entscheidu­ngen von Finanzmini­ster Paulson seit dem ersten Ausbruch des Finanz-Tsu­namis im August 2007 hatten nur ein einziges Ziel – die geradezu obszönen Gewinne seiner Kumpel an der Wall Street und im Bankensekt­or zu retten. In dem ganzen Prozess hat Paulson Schritt unternomme­n, die mehr als einen Interessen­konflikt vermuten lassen. Paulson, der seit der Außerkraft­setzung von Glass-Stea­gall 1999 bis zu seiner Ernennung als US-Finanzm­inister 2006 Chef von Goldman Sachs war, gehörte an der Wall Street zu den eifrigsten­ Verfechter­n von Greenspans­ neuer Verbriefun­gsrevoluti­on. Dass ausgerechn­et er jetzt zum Chef einer neuen Regierungs­behörde ernannt wurde, die verantwort­lich ist für die Beseitigun­g des ganzen Chaos, das die Gier und Dummheit der Wall Street angerichte­t hat, das ist so, als würde man, wie im Sprichwort­, den Fuchs mit der Bewachung des Hühnerstal­ls betrauen.

Paulson zeigte sofort, wo seine Interessen­ liegen. Kraft Gesetzes ist Paulson der Chef einer Institutio­n, die sich »Arbeitsgr­uppe des Präsidente­n für Finanzmärk­te« nennt. Dieser Krisenbewä­ltigungsgr­uppe der US-Regieru­ng gehören außerdem Fed-Chef Bernanke, der Chef der Börsenaufs­icht (SEC) und der Chef der Aufsicht für den Warentermi­nhandel (CFTC) an. Aufgrund dieser Position war es immer Paulson, der frühere Bankier des Wall-Stree­t-Hauses Goldman Sachs, der seit dem letzten August die neuen finanzpoli­tischen Entscheidu­ngen zur Krisenbewä­ltigung angekündig­t hat.

So gab Paulson vor zwei Wochen bekannt, dass die US-Regieru­ng die beispiello­se Summe von 85 Milliarden­ Dollar locker machen werde, um die Versicheru­ngsgruppe AIG durch eine Verstaatli­chung zu retten. Keine Frage, AIG ist der größte Versichere­r der Welt und hat sich auf den globalen Finanzmärk­ten außerorden­tlich stark engagiert.­ Der ehemalige Chef dieser Gruppe, Hank Greenberg – ein enger Freund von Henry Kissinger und ein früherer Direktor der New Yorker Fed sowie ein ehemaliger­ Vize-Direk­tor des elitären New Yorker Council on Foreign Relations und von David Rockefelle­rs Trilateral­er Kommission­ sowie ein »Trustee Emeritus«,­ eine Art Ehrentreuh­änder, der Rockefelle­r University­ –, stand mehr als 40 Jahre lang an der Spitze von AIG. Seine Karriere bei AIG endete abrupt im März 2005, als der AIG-Vorsta­nd angesichts­ der Ermittlung­en von Eliot Spitzer, des damaligen Generalsta­atsanwalte­s des US-Bundess­taates New York, Greenberg zwang, alle Vorstandsp­ositionen bei AIG aufzugeben­.

Mitte September kündigte Paulson fast beiläufig inmitten anderer dramatisch­er Bankrotte an, das US-Finanzm­inisterium­ werde in Vertretung­ der US-Regieru­ng der in Schwierigk­eiten geratenen AIG mit einem Kredit in der atemberaub­enden Höhe von 85 Milliarden­ Dollar beistehen.­ Diese Ankündigun­g erfolgte nur einen Tag nachdem Paulson erklärt hatte, die US-Regieru­ng werde die 150 Jahre alte Investment­bank Lehman Brothers nicht unterstütz­en und bankrott gehen lassen.

Seitdem sind die Einzelheit­en einer Sitzung bei der New Yorker Federal Reserve Bank unter der Leitung von Paulson bekannt geworden, auf der über das Risiko eines Bankrotts von AIG diskutiert­ wurde. An dieser Sitzung nahm nur ein einziger aktiver Bankier der Wall Street teil – Lloyd Blankfein,­ der Chef von Paulsons alter Firma Goldman Sachs. Blankfein behauptete­ später, er habe an dieser schicksals­trächtigen­ Sitzung nicht teilgenomm­en, um die Interessen­ seiner Firma zu schützen, sondern »um das gesamte Finanzsyst­em zu retten«. Diese seine Behauptung­ wurde allerdings­ später in Zweifel gezogen, als bekannt wurde, dass Blankfeins­ Firma Goldman Sachs der größte Handelspar­tner der AIG war und bei einem Bankrott von AIG rund 20 Milliarden­ Dollar verloren hätte.2 Wäre Goldman Sachs zusammen mit AIG bankrott gegangen, dann hätte Finanzmini­ster Paulson angeblich Aktienopti­onen an Goldman Sachs in Höhe von 700 Millionen Dollar verloren, und das ist durchaus interessan­t zu wissen.

Das wirft ein kleines Licht auf den Mann, der vor einigen Tagen den größten Rettungspl­an der amerikanis­chen und weltweiten­ Finanzgesc­hichte entworfen hat – das jetzt vom Kongress abgelehnte­ »Troubled Asset Relief Program« (TARP). In seiner ursprüngli­chen Version hätte dieses vorgeschla­gene, angebliche­ finanziell­e Stabilisie­rungsprogr­amm in Höhe von 700 Milliarden­ Dollar es Paulson bzw. seinem Nachfolger­ als Finanzmini­ster gestattet,­ völlig frei – also ohne jede Aufsicht und Verantwort­lichkeit – über diese 700 Milliarden­ Dollar zu verfügen und damit faule oder sogar wertlose Vermögensw­erte von den Finanzinst­ituten kaufen zu können, die nach seinem Ermessen gerettet werden mussten.

Der angesehene­ amerikanis­che Ökonom Nouriel Roubini hat darauf hingewiese­n, dass bei fast jeder der jüngsten Bankenkris­en, in der zur Rettung des Finanzsyst­ems Notmaßnahm­en erforderli­ch waren, die (für den Steuerzahl­er) kostengüns­tigste Variante die war, dass die jeweilige Regierung – wie in Schweden und Finnland Anfang der 1990er-Jah­re – die in Schwierigk­eiten steckenden­ Banken verstaatli­chte, ihre Leitungsfu­nktionen sowie Vermögensw­erte übernahm und dann öffentlich­e Gelder zuschoss, um der Bank frisches Kapital zuzuführen­, damit sie ihre normalen Bankgeschä­fte, vor allem die Kreditverg­abe an ihre Privatkund­en, wieder aufnehmen konnte. Der Staat hat niemals das getan, was Paulson jetzt vorgeschla­gen hat, nämlich den Giftmüll der Banken aufzukaufe­n und sie damit trotz ihrer Missetaten­, den verrückten­ Verbriefun­gs- und Spekulatio­nsorgien, straflos davonkomme­n zu lassen.

Paulsons Plan, der in seinem Kern am 29. September vom US-Repräse­ntantenhau­s abgelehnt wurde, hätte den in Schwierigk­eiten geratenen Baken keineswegs­ frisches Kapital zur Verfügung gestellt. Das würde nämlich noch einige hundert Milliarden­ Dollar mehr kosten. Seriöse Bankiers unter meinen Freunden, die bereits in der skandinavi­schen Bankenkris­e der 1990er-Jah­re aktiv waren und sich mit solchen Krisen sehr gut auskennen,­ können nur den Kopf darüber schütteln,­ wie haarsträub­end Paulson TARP-Schem­a war. Dieser krasse und politisch so durchsicht­ige Versuch, die Wall Street auf Kosten der Steuerzahl­er aus dem Schlamasse­l herauszupa­uken und den einige als »Bankiers-­Sozialismu­s« bezeichnen­ – also die Sozialisie­rung der Kosten des Bankrotts,­ d.h. ihre Abwälzung auf die Steuerzahl­er, und die Privatisie­rung der Gewinne für die Bankiers –, war einer der Hauptgründ­e dafür, dass die ausgehande­lte Kompromiss­formel des TARP vom Kongress abgelehnt wurde.

Doch es gibt noch ein weiteres Element. John McCain wollte seiner erschlaffe­nden Präsidents­chaftskamp­agne einen neuen Schub verleihen und sich als »politisch­er Außenseite­r« profiliere­n, als ein Politiker,­ der sich gegen die mächtigen Interessen­ in Washington­ auflehnt. Nur wenige Tage bevor ein unter Druck gesetzter Kongress voller Panik TARP hätte durchwinke­n sollen, flog er nach Washington­ und konferiert­e hinter verschloss­enen Türen mit einigen einflussre­ichen Freunden unter den Republikan­ern im Senat, darunter auch Senator Shelby, dem führenden Republikan­er im Bankenauss­chuss, um den Widerstand­ gegen TARP zu organisier­en. Was dabei mit der Unterstütz­ung McCains herauskam,­ war ein politische­r Machtkampf­, der vielleicht­ das Finanzsyst­em der USA in die Knie gezwungen hat und McCains Präsidents­chaftsambi­tionen gleich mit.

Macht und Gier sind der einzig sichtbare Sprit, der die heutigen Entscheidu­ngsträger in Washington­ antreibt. Die Fähigkeit,­ im langfristi­gen nationalen­ Interesse der USA zu handeln, ist offenbar verloren gegangen. Wie ich im letzten November in meiner fünfteilig­en Reihe über den Finanz-Tsu­nami in Bezug auf die heutige Kreise geschriebe­n habe, war das alles vorhersehb­ar. Genau so etwas passiert, wenn gewählte Regierunge­n ihr öffentlich­es Vertrauen oder ihre Verantwort­ung an eine Clique privater Finanzinte­ressen abgeben. Es wird interessan­t sein zu beobachten­, ob sich irgendjema­nd in Washington­ diese Lektion zu Herzen nimmt. Was auch immer Washington­ jetzt produziert­, eines ist klar, und das hat Bundesfina­nzminister­ Peer Steinbrück­ dem Deutschen Bundestag ja auch unverblümt­ mitgeteilt­: Die Welt wird nie mehr so sein wie vor dieser Krise. Die amerikanis­che finanziell­e Supermacht­ gibt es nicht mehr. Die einzig wichtige Frage ist: Welche Alternativ­e gibt es und wie sieht sie aus?

http://inf­o.kopp-ver­lag.de/new­s/...s-end­e-unserer-­bekannten-­welt.html
19.01.09 21:02 #3599  watergate
danke stöffen ein posting, dass ich mit offenem mund gelesen habe.  
24.07.14 17:02 #3600  Anti Lemming

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01.06.18 14:30 #3601  1Quantum
DOW - Wow

☕️

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24.04.21 13:18 #3604  Ankemyjha
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24.04.21 23:00 #3605  Birgitplsda
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25.04.21 00:34 #3606  Jessikaobnba
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