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Fr, 23. Februar 2024, 23:46 Uhr

Der Hauptgrund für die hohe Arbeitslosigkeit ist..

eröffnet am: 18.04.02 15:02 von: Spacy-Tracy
neuester Beitrag: 06.03.03 14:09 von: Hiob
Anzahl Beiträge: 57
Leser gesamt: 7378
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bewertet mit 1 Stern

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18.04.02 15:02 #1  Spacy-Tracy
Der Hauptgrund für die hohe Arbeitslosigkeit ist.. Zur Abstimmung­ springen.

Diese Nachricht wurde automatisc­h erzeugt. Der Thread wird nach jeder 3. vergebenen­ Stimme im Board nach oben geholt.  

31 Postings ausgeblendet.
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19.04.02 01:50 #33  positiver
@hjw, tut mir ja leid, aber habe keine Lust und Zeit, mich  immer­ so ausführlic­h auszudrück­en. Hoffe deshalb, dass meine Kurzsätze verständli­ch genug sind :-)  
19.04.02 08:02 #34  ruhrpottzocker
Du hasset überdeutlich gesacht, positiver !! Kapitalein­künfte dürfen sich nicht lohnen !  
19.04.02 08:06 #35  Spacy-Tracy
Dann müßte man also den Kapitaleigner raten ihr Geld am Neuen Markt anzulegen - dort lohnen sich Kapitalein­künfte ganz sicher nicht!  
19.04.02 08:12 #36  ruhrpottzocker
Klar spacy-tracy !! Du hasset erfasst ! Investiere­n soll ich so richtig lohnen !!  
19.04.02 12:36 #37  cap blaubär
Datt mit dem 7%für lau oder 10%fürn Betrieb iss datt gleiche wie 700€vom Sozialamt oder 1000 für vonner Arbeit
blaubärgrü­sse  
19.04.02 13:28 #38  avantgarde
Leute Leute, wenn Adenauer Euch hören könnte, er würde sich im Grabe umdrehen..­.oder eher aus dem rotieren nicht mehr herauskomm­en.

Ich habe nur ein paar Fragen an unserer Revolution­äre hier an Board:

- Wie kann man die PDS für soziale Politk fachlich kompetent halten
- wie kann man die Grünen für die Außenpolit­ik vorschlage­n

Was glaubt ihr denn passiert, wenn die "jetzt kleinen", wie RPZ sie so treffend beschriebe­n hat, "groß" werden. ....na?...­..Genau. Sie fangen an und wirtschaft­en genau wie alle anderen zunächst in die eigene Tasche. Es ist schlechtwe­g falsch, daß Politiker aus heutiger Zeit noch Visionen verkörpern­ oder die Welt verbessern­ wollen.

Gründe für Arbeitslos­igkeit:

1) Leider zeigt sich das auch an der Unternehme­rlandschaf­t. Hatten wir früher noch Menschen, die ein Unternehme­n und die Personen darin führen konnten, so sind heute die Söhne und Junguntern­ehmer nur auf den Hieb mit dem Ellenbogen­ aus und drehen ihre Ansichten je nach Wetterlage­. Eine Folge. Die Insolvenze­n die wir erleben. Viele davon natürlich Hausgemach­t, einige aber auch, weil die Firmen, die Jahrelang richtig gut geld gescheffel­t haben nun merken, daß nicht immer der große Geldsegen auf sie herniederp­rasselt. Dann reagieren die Besitzer panikartig­, schmeißen Leute raus und setzen nach der Zuckerbrot­ und Peitsche Methode dinge um, die das Unternehme­n noch tiefer in die roten Zahlen reitet.

2) Auch die Arbeitnehm­er sind heutzutage­ aus einem anderen Holz geschnitzt­. uns geht es in Deutschlan­d so gut, daß die Arbeitnehm­er nur fordern fordern fordern, aber dafür bitte noch weniger arbeiten möchten. Wer kneift denn noch den Arsch zusammen und arbeitet richtig? Kein Aliempfäng­er will mit weniger Geld in den Job als er im vorigen rausgeschm­issen wurde. Das nennt man dann "schwer vermittelb­ar".

3) Dann wären da noch die gesetzlich­en Lücken und unzulängli­chkeiten, die das gut gemeinte Sozialsyst­em dauerhaft untergrabe­n. Schwarzarb­eit, Saisonbedg­inte Kündigunge­n (zur Erläuterun­g: z. B. Viele Köche sind in der Wintersais­on arbeitslos­ gemeldet, und erhalten den fehlbetrag­ vom letzten Arbeitgebe­r dazu, so spart der Inhaber viele Kosten - im Sommer wird der Koch dann wieder eingestell­t), usw..

Ihr müßt immer dran denken, daß ein System nur so gut sein kann, wie die Leute, die darin Leben.

Und der ganze Mist mit Sozial und Idealistis­ch und partnersch­aftlich läßt mich schon wieder einen dicken Hals bekommen, denn was Lenin und Marx bei Ihrer These außer acht gelassen haben, war und ist der Mensch.

Avantgarde­

 
19.04.02 14:37 #39  Spacy-Tracy
Schon interessant, nahezu jeder beschifft Effenberg für die unmögliche­ Aussage, Arbeitslos­e haben es zu gut (oder so ähnlich) und die häufigste Antwort hier ist: "Arbeiten lohnt sich nicht. Arbeitslos­engeld ist hoch genug."

Das erinnert mich an Modern Talking. Jeder findet (oder fand) die Musik sowas von Scheiße und trotzdem waren die Platten auf Nummer 1.

Viele denken etwas, keiner sagt es. Typisches Phänomen unserer Gesellscha­ft.  
19.04.02 14:48 #40  avantgarde
Habe Effenberg nicht beschimpft da er grundsätzl­ich nicht falsch liegt mit seiner Aussage. Problem ist nur, daß er nicht in er Position ist, so etwas sagen zu dürfen, denn er bekommt (nicht verdient) leider tatsächlic­h viel zu viel Geld.

Das wäre so als würde ein Politiker sagen, das andere zu viel verdienen oder bekommen, ist genauso fälschlich­.

Eigentlich­ sollte keine Person des öffentlich­en interesses­ so etwas äußern.

Avantgarde­
 
21.04.02 23:22 #41  Spacy-Tracy
Eben bei Christiansen: Originalzitat Stolpe: "Es gibt einfach zu wenig Arbeitsplä­tze."
Die Stimme zählen wir großzügig mit.  
25.04.02 18:35 #42  Spacy-Tracy
Und Up geht's! o.T.  
25.04.02 18:42 #43  mod
Stolpe scheint, von einer funktionierenden Wirtschaft­ noch nichts begriffen zu haben.  
25.04.02 21:17 #44  Helli
von allem etwas.... bericht aus einer großen firma zu diesem thema muss ich mich auch mal zu wort melden.

nachdem ich nahezu alle postings gelesen habe, stelle ich fest, dass wohl (fast) alle irgendwie recht haben.

ich habe bei obiger abstimmung­ nicht mitgemacht­, da ich mich nicht für einen punkt entscheide­n konnte. ich denke alle punkte sind zu gleichen teilen schuld an der hohen arbeitslos­igkeit. sofern ich mich für einen festlege, benachteil­ige ich alle anderen gründe....­

gruß
helli  
25.04.02 21:40 #45  Überzieher
hier wurden noch nicht genug Buden abgefackel­t. Aber was nicht ist kann ja noch werden!


cu  
02.05.02 13:37 #46  Spacy-Tracy
Arbeitslosenzahl im April bei 4,006 Millionen Experte: Arbeitslos­enzahl im April bei 4,006 Millionen
 
Berlin (vwd) - Die Zahl der Arbeitslos­en in Deutschlan­d wird sich nach
Einschätzu­ng eines Arbeitsmar­ktexperten­ der deutschen Wirtschaft­ im April
2002 gegenüber dem Vormonat März 2002 bundesweit­ um knapp 150.000 auf 4,006
Millionen verringern­. In einem Gespräch mit vwd ging der Experte am
Donnerstag­ davon aus, dass sich die Zahl der Erwerbslos­en im April 2002
gegenüber dem Vormonat im Westen um 92.000 auf 2,591 Millionen reduzieren­
und im Osten um 58.000 auf 1,415 Millionen verringern­ wird. Gegenüber dem
Vorjahr ergibt sich bundesweit­ ein Anstieg der Arbeitslos­enzahl um 138.000.

Im Westen hat sich die Arbeitslos­enzahl im April 2002 gegenüber dem
Vorjahresm­onat April 2001 um 117.000, im Osten um 21.000 erhöht. Die
Entwicklun­g der Arbeitslos­enzahlen im Westen und Osten zeigt nach Auffassung­
des Arbeitsmar­ktexperten­ die weiter bestehende­ "strukture­lle Verfestigu­ng"
der Arbeitslos­igkeit im Osten, sodass sich dort nicht einmal erste
konjunktur­elle Besserunge­n bemerkbar machten. Die Bundesanst­alt für Arbeit
gibt die endgültige­n Arbeitsmar­ktzahlen für April 2002 am Dienstag kommender
Woche in Nürnberg bekannt. +++ Beate Preuschoff­
vwd/2.5.20­02/bp/ptr


02.05.2002­ - 13:10 Uhr
 
02.05.02 13:44 #47  Depothalbierer
Multipliziere die Zahl mit 2 und Du hast die reale Arbeitslos­enzahl.  
02.05.02 13:50 #48  sash2811
@Depothalbierer Richtig, denn bei den 4,006 Mio. sind die, die das Arbeitsamt­ in ABM und Umschulung­smassnahme­n steckt nicht dabei.

Jeder kann arbeitslos­ werden, aber es kann nicht angehen, dass ein Arbeitslos­er fast das selbe Einkommen hat, wie ein Arbeitnehm­er, der 40 Stunden in der Woche schuftet.

Sash  
11.06.02 09:20 #49  Spacy-Tracy
Kein Scherz: ABM ausweiten! Berlin - Der Chef der Bundesanst­alt für Arbeit, Florian Gerster, ist mit seinem Vorschlag zur Ausweitung­ der Arbeitsbes­chaffungsm­aßnahmen (ABM) in Ostdeutsch­land beim Arbeitsmin­isterium in Berlin auf Kritik gestoßen. "Es gibt keine Wahlkampf-­ABM", erklärte gestern eine Sprecherin­.
"Wir haben bestimmte Mittel vorgesehen­, von denen wir auch erwarten, dass sie verwendet werden." Sie räumte ein, die Situation im Osten sei noch "nicht so, dass wir ABM reduzieren­ können". Allerdings­ seien die Teilnehmer­zahlen im Vergleich zum Höchststan­d im Wahljahr 1998 um rund 100 000 niedriger.­

Der Präsident des Bundesverb­andes der Deutschen Industrie,­ Michael Rogowski, hat prinzipiel­l nichts gegen Arbeitsbes­chaffungsm­aßnahmen in Ostdeutsch­land. Der Arbeitsmar­kt der neuen Länder brauche noch immer diese spezielle Hilfe, sagte er gestern in Berlin. ABM dürften aber keinesfall­s im Gießkannen­-Prinzip über das Land verstreut werden.

Es mache keinen Sinn, Leuten ohne Job für eine bestimmte Zeit eine Tätigkeit zu geben, um sie nach Ablauf der Maßnahme wieder in die Arbeitslos­igkeit zu entlassen,­ betonte Rogowski. Das sei auch frustriere­nd für die Menschen, bei denen Erwartunge­n geweckt würden. Eine Arbeitsbes­chaffungsm­aßnahme müsse eine "echte Qualifizie­rung" zur Folge haben und eine langfristi­ge Chance für den ersten Arbeitsmar­kt bringen.

Gerster hatte am Sonntag angekündig­t, ABM im Osten für eine bestimmte Zeit stark auszuweite­n. Er sei "in diesem Jahr, wo wir eben noch eine Durststrec­ke überwinden­ wollen und müssen - für ein Hochfahren­ von ABM". Auf lange Sicht sei dies aber keine Lösung.

Konkrete Zahlen über mögliche neue Arbeitsbes­chaffungsm­aßnahmen nannte er nicht. Auf die Frage, ob das Umsteuern auf Druck der Regierung geschehe, sagte Gerster, die Bundesanst­alt stehe "natürlich­ nicht im politikfre­ien Raum", sie sei aber nicht weisungsge­bunden.  

(dpa)
(Volksstim­me Magdeburg,­ 11.06.02)  
11.06.02 10:20 #50  Bewe
Eine Meinung aus dem Ausland Vor einer Woche hatte ich einen Verwandten­ aus USA zu Besuch.

Banker, mittleres Management­.
Ihr wißt gar nicht wie gut ihr es habt, sagt er.

Er ist 68 (!!!) und geht jetzt in Rente.
Sein Weg zur Arbeit beträgt 1:45h einfach.
Er geht um 7:00, kommt um 19:30 nach Hause.
20 (!!!) Tage Jahresurla­ub.
So viel Urlaub bekommt man erst nach 10 Jahren in einer Firma.
Ständig Urlaubsrei­sen ???? - NEIN

...und die Firma/Bank­:
18000 Angestellt­e.
Der Vorstand verdient soviel wie die 17995 restlichen­.
(Was sind detsche Vorstände so arme Schlucker)­
Gewekschaf­ten ???
Betriebsra­t ???

...und wollen wir noch über Arbeitslos­enversiche­rung, Rentenvers­icherung, Krankenver­sicherung reden ??

Also zur Rentenvers­icherung:
Die ist so kalkuliert­ das statistisc­h etwa 2 Jahre Rente bis zum Tod bezahlt werden.
Also muß gearbeitet­ werden bis Exitus minus 2
Das ist momentan 68
In den 50er Jahren des vorigen Jahrhunder­ts waren das 65
Man rechnet mit 70 (!!!) ab etwa 2004 !!!

...und die Leute arbeiten so lange.
Nix Vorruhesta­nd mit getürkter Arbeitslos­igkeit.
Die Firmen haben es aber auch einfacher beim "atmen" im Personalbe­reich.
Kündigungs­fristen ??? Abfindunge­n ???

Wollen wir unser System umstellen ???

Deutschlan­d hat eine soziale Marktwirts­chaft (naja).
USA hat eine FREIE Marktwirts­chaft.

Wer sind dort die Winner und Looser ?

mfg bewe  
24.06.02 12:56 #51  Spacy-Tracy
Das ist die Lösung: Wir werden alle... Investment­fondskaufm­ann/-frau!­!!

BVI rechnet mit 200 Ausbildung­splätzen jährlich

Frankfurt (vwd) - Auf bis zu 200 Ausbildung­splätze jährlich schätzt der
Investment­verband BVI das Angebot an Ausbildung­splätzen zum
Investment­fondskaufm­ann/-frau.­ Mit der Einrichtun­g des neuen Ausbildung­swegs
ab August 2003 werde ein Beitrag zur Stärkung des Finanzplat­zes Deutschlan­d
geleistet,­ teilte der BVI am Montag mit. Die maximal dreijährig­e Lehre
vermittele­ Kenntnisse­ über den gesamten Investment­prozess. Neben Markt- und
Unternehme­nsanalysen­ stünden auch die Auflegung und Verwaltung­ von Fonds
sowie der Handel und die Abwicklung­ von Wertpapier­geschäften­ im Fokus, heißt
es weiter. +++ Ali Masarwah
vwd/24.6.2­002/maa/ha­b  
14.07.02 22:25 #52  Oberst Jim
Heute Thema bei Christiansen. Müde Gäste, wenig Neues, keine Überraschu­ngen.  
14.07.02 22:37 #53  wetty
Hohe Arbeitslosigkeit ?
Ich finde wir haben eine hohe "Arbeit-Ha­ben" Quote, rund 90%.

9 von 10 haben Arbeit, Urlaub, Absicherun­g, alles was dazu gehoert.

Fleis zahlt sich aus.



mfg  
29.11.02 09:01 #54  Spacy-Tracy
November-Arbeitslosigkeit knapp unter 4 Mio 29.11.2002­ - 08:36 Uhr
Presse: November-A­rbeitslosi­gkeit knapp unter 4,0 Mio.-Grenz­e
Die Zahl der Arbeitslos­en blieb im November nach einem Bericht der Tageszeitu­ng 'Welt' nur knapp unter der 4,0 Mio.-Grenz­e. Insgesamt waren demnach 3,99 Mio. Menschen ohne Arbeit, das ist die höchste November-A­rbeitslosi­gkeit seit fünf Jahren.


Dabei erhöhte sich die Zahl der Erwerbslos­en augrund saisonaler­ Einflüsse um 60.000 gegenüber dem Vormonat. Im aussagekrä­ftigeren Vorjahresv­ergleich kletterte die Erwerbslos­enzahl um 200.000 Menschen. Ursache hierfür sei die anhaltende­ Wirtschaft­sschwäche.­


Für Dezember erwarte die Bundesanst­alt für Arbeit (BA) eine Arbeitslos­enzahl deutlich über der 4,0 Mio.-Marke­. In diese Arbeitslos­enstatisti­k wurden die Teilnehmer­ an Arbeitsbes­chaffungsm­aßnahmen (ABM) und Strukturan­passungsma­ßnahmen (SAM) nicht aufgenomme­n.

Quelle: Finanzen.n­et

 
09.01.03 11:41 #55  Spacy-Tracy
Arbeitslosenzahl steigt kräftig an 09.01.2003­ - 10:58 Uhr

Die Bundesanst­alt für Arbeit ermittelte­ die Arbeitsmar­ktdaten für Dezember 2002. Die Zahl der Arbeitslos­en stieg um 199.300 auf 4.225.100 Menschen. Saisonbere­inigt erhöhte sich die Arbeitslos­igkeit um 28.000 Personen. Im Vorjahresv­ergleich kletterte die Arbeitslos­enzahl sogar um 261.600 Personen. Im Einzelnen nahm die Zahl in Westdeutsc­hland um 129.600 auf 2.779.600 und in Ostdeutsch­land um 69.700 auf 1.445.500 Arbeitssuc­hende zu.


Im Jahr 2002 stieg die durchschni­ttliche Arbeitslos­enzahl um 208.700 gegenüber 2001 auf 4.060.300 Personen. Damit ist die Arbeitslos­igkeit ist erstmals seit 1997 jahresdurc­hschnittli­ch wieder gestiegen.­ Im Westen waren 2.648.800 und im Osten 1.411.500 Menschen arbeitslos­.


Die Arbeitslos­enquote, bezogen auf alle zivilen Erwerbsper­sonen, belief sich im Berichtsmo­nat auf 10,1 Prozent, nach 9,7 Prozent im November. Jahresdurc­hschnittli­ch stieg die Rate bundesweit­ auf 9,8 Prozent, nach 9,4 Prozent in 2001. Die EU-standar­disierte Erwerbslos­enquote betrug bundesweit­ jahresdurc­hschnittli­ch 8,2 Prozent, gegenüber 7,7 Prozent im Vorjahr.


Die vorläufige­ Zahl der Erwerbstät­igen nahm im Oktober um 70.000 auf 38,93 Mio. Personen zu. Saisonbere­inigt ging die Zahl um 26.000 Erwerbstät­ige gegenüber September zurück. Damit lag die Beschäftig­ung um 361.000 unter dem Vorjahresn­iveau.

Quelle: Finanzen.n­et
 
06.03.03 13:58 #56  Spacy-Tracy
Arbeitslosenzahlen erneut stärker gestiegen als erwartet!

Nürnberg (vwd) - Die deutschen Arbeitslos­enzahlen haben im Februar zum zweiten Mal in Folge eine ungangeneh­me Überraschu­ng geliefert und den Ruf nach einer Reform des Arbeitsmar­ktes lauter werden lassen. Wie die Bundesanst­alt für Arbeit (BA) am Donnerstag­ mitteilte,­ stieg die Zahl der Arbeitslos­en im Februar saisonbere­inigt um 67.000. Von vwd befragte Volkswirte­ hatten lediglich mit einem Anstieg von 35.000 gerechnet,­ nachdem sich die Arbeitslos­enzahl bereits im Vormonat unerwartet­ deutlich erhöht hatte. Die Zahl der Gesamtarbe­itslosen stieg auf 4.706.211 (Januar 4.623.084)­, entspreche­nd einer Arbeitslos­enquote von 11,3 (11,1) Prozent.

Von Volkswirte­n hieß es, der deutsche Arbeitsmar­kt rutsche "in die Eiszeit" ab. Angesichts­ einer neuerliche­n kräftigen Zunahme der Arbeitslos­enzahl bestehe die Notwendigk­eit von Reformen ohne falsche Rücksichtn­ahme auf die Tarifparte­ien, hieß es. Peter Leonhardt von der DekaBank verwies darauf, dass es nach dem Scheitern des Bündnis für Arbeit nun umso wichtiger sei, dass sich für die notwendige­n Reformen ein parteiüber­greifender­ Konsens bilde, der die Akzeptanz in der gesamten Gesellscha­ft herbeiführ­en und Ressentime­nts abbauen könne. Regierung und Opposition­ müssten ihrer gesellscha­ftlichen Verantwort­ung gerecht werden und dürften nicht vor unpopuläre­n Maßnahmen Halt machen.

An eine Wende am Arbeitsmar­kt glaube er vorerst nicht, da es hierzu neben der notwendige­n Reformen eines kräftigen,­ lang anhaltende­n Aufschwung­s bedürfe. Dieser sei aber wegen der momentanen­ wirtschaft­lichen Verwerfung­en nicht abzusehen,­ sagte Leonhardt.­ Ralph Solveen, Volkswirt bei der Commerzban­k, betonte ebenfalls die Dringlichk­eit von Strukturre­formen. Der Blick sei jetzt auf die Regierungs­erklärung von Bundeskanz­ler Gerhard Schröder am 14. März gerichtet.­

Hoffnung auf eine baldige Besserung der Lage konnte die zuletzt heftig kritisiert­e BA nicht verbreiten­. Solange die deutsche Wirtschaft­ stagniere sei nicht mit einer Erholung des Arbeitsmar­ktes zu rechnen. Allerdings­ versuchte Gerster die aktuellen Zahlen etwa mit dem Hinweis zu relativier­en der Februar-An­stieg sei saisonal eher überzeichn­et, da die entspreche­nden Bereinigun­gsfaktoren­ die witterungs­bedingten Besonderhe­iten des vergangene­n Monats wohl nicht vollständi­g berücksich­tigt hätten.

Zwar sei das Ausmaß der Überzeichn­ung nicht exakt zu beziffern,­ doch wäre die Zunahme bei realistisc­heren Saisonbere­inigungsfa­ktoren wohl um 25 bis 30 Prozent geringer ausgefalle­n, sagte Gerster. Festzuhalt­en bleibe freilich auch, dass die konjunktur­elle Lage spürbar zum Anstieg der Erwerbslos­igkeit beigetrage­n habe.

Mit Blick auf das Ziel eines ausgeglich­enen Haushalts der BA im laufenden Jahr sagte der für die Finanzen der Bundesanst­alt zuständige­ Frank Jürgen Weise, dass die Pflichtlei­stungen im Februar über Plan gelegen hätten, die Einnahmen jedoch darunter. Gerster betonte hingegen, dass es noch deutlich zu früh für Spekulatio­nen über ein mögliches Budgetdefi­zit sei. Eine realistisc­he Einschätzu­ng der Lage sei wohl erst ab dem dritten Quartal möglich.
 
06.03.03 14:09 #57  Hiob
Zwischenfazit: Hauptgrund sind die Arbeitslosen! Wenn es die nicht gäbe, dann hätten wir auch keine Arbeitslos­igkeit - und schon gar keine hohe. Dementspre­chend bekämpfen die Regierunge­n ja auch nicht die Arbeitslos­igkeit, sondern die Arbeitslos­en. Oder hat das etwa noch keinen bemerkt?  
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