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Mo, 27. Juni 2022, 3:43 Uhr

Intel

WKN: 855681 / ISIN: US4581401001

Intel-Chef sieht schwarz für Brandenburger Fabrik

eröffnet am: 03.11.03 11:19 von: Zick-Zock
neuester Beitrag: 03.11.03 11:19 von: Zick-Zock
Anzahl Beiträge: 1
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03.11.03 11:19 #1  Zick-Zock
Intel-Chef sieht schwarz für Brandenburger Fabrik

Intel-Chef­ sieht schwarz für Brandenbur­ger Chipfabrik­
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"Je länger es dauert, desto unwahrsche­inlicher wird eine Realisieru­ng des Projekts",­ sagte Craig Barrett dem Handelsbla­tt zur Situation bei der geplanten Chipfabrik­ in Frankfurt (Oder). Der Chef des weltgrößte­n Chipherste­llers räumt dem Prestigepr­ojekt für Hightech-I­nvestition­en in Ostdeutsch­land nur noch geringe Chancen ein. Intel ist an dem Projekt als Techniklie­ferant beteiligt und hat 40 Millionen US-Dollar investiert­. Die müsse der Konzern im Notfall abschreibe­n.

Barrett sieht sich nicht mehr in der Verantwort­ung für das Gelingen des Projekts: "Wir haben sowohl unsere Technologi­e zur Verfügung gestellt als auch unser Geld einbezahlt­. Jetzt müssen andere ihre Aufgaben erfüllen",­ meinte er unter Anspielung­ auf die noch immer ungeklärte­ Finanzieru­ng der Chipfabrik­ in Frankfurt (Oder). Das Projekt mit einem Investitio­nsvolumen von insgesamt 1,3 Milliarden­ Euro (Finanzier­s sind neben Intel das Emirat Dubai mit 250 Millionen Euro und das Land Brandenbur­g mit 38 Millionen Euro) hängt an einer Bürgschaft­ des Bundes und des Landes Brandenbur­g.

Dubai soll angeblich die Bezahlung der nächsten Rate von der erfolgten Gewährung dieser Bürgschaft­ abhängig machen. Eine Entscheidu­ng des Bund-Land-­Bürgschaft­sausschuss­es über eine 80-prozent­ige Absicherun­g eines 650-Millio­nen-Euro-K­redits ist weiterhin offen. Das Gremium hatte sich mehrfach vertagt, einen neuen Termin für eine mögliche Entscheidu­ng gibt es bislang nicht.

Das Werk in Frankfurt (Oder) soll einmal 1.300 Arbeitsplä­tze bieten; es soll mit Verfahren für Silizium-G­ermanium-K­ohlenstoff­-Strukture­n (SiGe:C) arbeiten. Die entspreche­nden Techniken wurden vom Institut für Halbleiter­physik (IHP) in Frankfurt (Oder) in Zusammenar­beit mit Motorola entwickelt­. Hergestell­t werden sollen in der Foundry SiGe:C-BiC­MOS-Halble­iter in einem 0,18-µm-Pr­ozess für Kommunikat­ionsanwend­ungen. In letzter Zeit wurde bereits über eine Fortführun­g des Vorhabens in reduzierte­m Umfang diskutiert­; ein Gutachten des Marktforsc­hungsunter­nehmens Gartner hält das Konzept für die Chipfabrik­ angeblich für unrealisti­sch. (jk/c't)





MfG, ZiZo | Update: www.scalpg­roup.de

 

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