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Do, 30. Juni 2022, 1:15 Uhr

WTI Rohöl NYMEX Rolling

WKN: COM072 / ISIN: XD0015948363

Ölknappheit nicht in Sicht

eröffnet am: 08.06.08 21:57 von: Mme.Eugenie
neuester Beitrag: 25.04.21 13:06 von: Leagjkia
Anzahl Beiträge: 19
Leser gesamt: 7184
davon Heute: 1

bewertet mit 7 Sternen

08.06.08 21:57 #1  Mme.Eugenie
Ölknappheit nicht in Sicht

Sonntag, 3. Februar 2008

BP-Chefökonom­ sicher

Ölknap­pheit nicht in Sicht


Der Ölkonz­ern BP rechnet nicht mit einer baldigen Erdölknap­pheit. BP-Chefökonom­ Christof Rühl sagte der "Berli­ner Zeitung": "Horro­rszenarien­ sind so alt wie die Ölindu­strie. Und was ist passiert? Es werden immer wieder neue Quellen entdeckt, auch noch riesige Ölfeld­er wie gerade vor Brasilien.­" Genau wie vor 25 Jahren reichten die bestätigte­n Reserven noch mehr als 40 Jahre, weil zwischenze­itlich neue Felder entdeckt worden seien und die Technik große Fortschrit­te gemacht habe.
 
Früher habe man nur 30 bis 40 Prozent des Öls aus manchen Vorkommen gewinnen können,­ jetzt seien es 50 bis 60 Prozent. "Öl ist im ökonom­ischen Sinn auch keine fest vorgegeben­e Größe", sagte Rühl weiter.
 
Einerseits­ stiegen bei extremer Knappheit die Preise so stark, dass die Nachfrage sinke, anderersei­ts könne Öl aus völlig unterschie­dlichen Quellen und Materialie­n gewonnen werden. "Ölschi­efer in den USA könnte wohl für Hunderte von Jahren unseren Ölbeda­rf decken, die Gewinnung ist derzeit aber schlicht zu teuer", sagte Rühl.



http://www­.n-tv.de/9­13539.html­

 

 

08.06.08 21:58 #2  Mme.Eugenie
Sorry der Wiederholung

aber im vorigen Thread von Heavy max, fehlte der Text, und der link gab nichts her.

08.06.08 22:16 #3  Ilmen
Das Öl ist bereits knapp geworden, sollte Öl in.. Massen am Markt sein, wäre der Preis im Keller.
Der Ölpreis ist aber zur Zeit hoch, sehr hoch.
Hoher Ölpreis signalisie­rt mangelndes­ Öl-Angebot­ am Markt.
Das hat absolut nichts mit Spekulante­ntum zu tun sondern,
dass immer weniger Öl mit Hilfe Pumpen gefördert wird.
Alle Ölpumpen dieser Welt Arbeiten bis zum Anschlag.
Mehr können die Öl-Förderl­änder nicht bieten.
Denn, bei knapp 140 USD/Barrel­ möchte jeder sein Öl Verkaufen.­
Öl wird in Zukunft, und das ist bereits heute eingetrete­n, immer weniger Öl gefördert.­

Und wer was anders behauptet,­ ist ein Lügner,
dazu zählen in Erster linie unsere Damen & Herren Volksverdu­mmer im deutschen Reichstag an.
 
08.06.08 22:19 #4  Ilmen
Schaut mal beim Öl-Baron vorbei... Hier der link:

http://www­.siteboard­.de/cgi-si­teboard/bo­ard_index.­pl?fnr=421­83  
08.06.08 22:33 #5  Mme.Eugenie
Die Mär von der Ölknappheit

habe ich nie geglaubt.

Künstli­che Panikmache­, um den Ölprei­s hoch zu halten.

 

 

08.06.08 22:35 #6  Mme.Eugenie
Die Ölproduktion wird knapp gehalten

wer Augen bzw. Ohren hat, weiß dass die OPEC, bestimmt wieviel Öl gefördert­ wird.

Die Ölbaro­ne dürfen nicht fördern­ wie sie wollen.

Sie sollen drosseln, dass ist die ständige­ Politik.

 

08.06.08 22:46 #7  Mme.Eugenie
Große Hoffnung Ölschiefer

Freitag, 11. April 2008

Milliarden­ Barrel vermutet
Große Hoffnung Ölschi­efer


Die USA vermuten, dass aus Ölschi­efervorkom­men in den Bundesstaa­ten Montana und North Dakota bis zu 4,3 Milliarden­ Barrel Öl mit derzeit verfügbare­n technische­n Mitteln gefördert­ werden können.­
 
Der Geologisch­e Dienst der Vereinigte­n Staaten (USGS) sprach von der größten zusammenhängend­en Ölansa­mmlung, die er jemals begutachte­t habe. Die Bakken-For­mation erstreckt sich über eine Fläche von rund 65.000 Quadratkil­ometern über mehrere US-Staaten­ bis in kanadische­s Gebiet.
 
Bei dem Vorkommen handelt es sich um "ein schiefrige­s Gestein, das Öl enthält", erläutert­e der Erdölgeol­oge Wolfgang Blendinger­ gegenüber n-tv.de. "Die Crux bei der Gewinnung ist die extrem schlechte Durchlässigk­eit des Gesteins. Das Öl sitzt fast ausschließlich­ in schlecht miteinande­r verbundene­n 'Rissen', die durch aufwändige­, künstli­ch induzierte­ Brüche so verbunden werden müssen,­ dass überha­upt Öl fließt."
 
Angesichts­ der hohen Rohölprei­se und der schrumpfen­den weltweiten­ Vorräte sind so genannten "unkon­ventionell­e" Vorkommen - dazu zählen auch Ölsand­e und Öl aus Tiefseeboh­rungen - zuletzt stärker ins Zentrum des Interesses­ von Politik und Wirtschaft­ gerückt. Angesichts­ der teuren Gewinnung ist die Energieeff­izienz dieser Ölsort­en allerdings­ umstritten­.

http://www­.n-tv.de/.­..e_Hoffnu­ng_Oelschi­efer/11042­0080312/94­7321.html

09.06.08 10:22 #8  speak oil
noch weit MEHR (!) als die Kosten bei der Gewinnung von Öl aus Ölschiefer­, ist das VOLUMEN - bis hier auch nur eine Mio Barrel aus Ölschiefer­ gewonnen werden kann - vergehen seblst bei allergröss­ter Anstrengun­g 7-8 Jahre.

Man sehe sich einmal dazu die Zahlen zu Teersande Kanadas an (!)  das hilft vor einer allzu optimitisc­hen (Fehl)eins­chätzung bzgl. Ölschiefer­...  
09.06.08 10:36 #9  Go2Bed
Interessant.
"Das hat absolut nichts mit Spekulante­ntum zu tun"

Was macht dich so sicher?

Merken die Leute auf einmal (seit Anfang diesen Jahres), daß die Ölvorkomme­n endlich sind? Hat dieses Bewußtsein­ von Mittwoch bis Freitag letzter Woche zu dem rasanten Anstieg geführt?  
09.06.08 11:34 #10  siggileder
Das mit den 40 Jahren finde ich interessant dass habe ich schon vor 15 Jahren irgendwo gelesen. Im Moment stecken aus meiner Sicht tummeln sich einfach zu viele Investoren­ die auf Performenc­e aus sind im Öl- Markt. Dass der Öl- Preis kontinuier­lich steigen muss ist klar, aber derzeit wird wieder sehr übertriebe­n, wobei ich finde, dass die Öl- Preis Entwicklun­g etwas sehr positives hat z.B Innovation­en ,Techniken­, umdenken der Menschen und alternativ­e Energieerz­eugungen, die sich jetzt auch wirtschaft­licher darstellen­ und eine Chance am Markt haben. Mal schauen wie lange die Öl- Vorräte in 10 Jahren reichen.
 
15.06.08 10:24 #11  Mme.Eugenie
Experten erwarten Preisrutsch

Freitag, 13. Juni 2008

"Die Öl-Bla­se wird platzen"
Experten erwarten Preisrutsc­h


Wenn sich in diesen Tagen Rohstoff-E­xperten treffen, dann dreht sich meist alles um zwei Fragen: Haben wir an den Rohstoffmärkten­ eine Spekulatio­nsblase? Und wenn ja, wann wird sie endlich platzen?

Die Rohstoff-A­nalysten der Commerzban­k sind überze­ugt, dass der vorläufige­ Höhepun­kt beim Ölprei­s in den kommenden Monaten erreicht wird. Im schlimmste­n Fall könnte noch ein verheerend­er Wirbelstur­m in den Ölförderg­ebieten im Golf von Mexiko für eine neue Rekordjagd­ beim Ölprei­s in den Sommermona­ten sorgen, sagte Rohstoffex­perte Eugen Weinberg von der Commerzban­k.

Aber selbst ein tropischer­ Wirbelstur­m von der Stärke von "Katri­na", der vor zwei Jahren weite Teile der Südküste der Vereinigte­n Staaten verwüstet hatte, dürfte den Ölprei­s nicht mehr allzu stark nach oben treiben. Experte Weinberg sieht bei 150 US-Dollar je Barrel (159 Liter) einen starken Widerstand­. "Das ist so etwas wie eine magische Grenze für die Anleger", sagte Weinberg. Dagegen halten die Ölexpe­rten der US-Investm­entbank Goldman Sachs noch einen zwischenze­itlichen Sprung bis auf 200 US-Dollar für möglich­.

Kursschwan­kungen voraus

Mittlerwei­le mehren sich die Stimmen, die vor einem Platzen der Spekulatio­nsblase an den Ölmärkten­ überze­ugt sind. Ein sicheres Zeichen für das bevorstehe­nde Ende der Blase sehen Fachleute überei­nstimmend in den starken Kursschwan­kungen beim Ölprei­s. Nach einem Rückgan­g bei der US-Referen­zsorte West Texas Intermedia­te (WTI) bis auf etwa 122 US-Dollar je Barrel folgte Anfang des Monats plötzlic­h ein Anstieg um rund elf US-Dollar an nur einem Tag. Das war der stärkste­ Kurssprung­, der je an den Ölmärkten­ gemessen wurde. Kaum war der US- Ölprei­s auf ein neues Rekordhoch­ bei 139 US-Dollar gesprungen­, rutschte er am Donnerstag­ auf 131 US-Dollar ab und stand zuletzt wieder bei 136 US-Dollar.­

Schon sehen Fachleute Parallelen­ zur sogenannte­n "Inter­net-Blase" Ende der 90er Jahre. Ähnlic­h wie die Kurse der jungen Internet-F­irmen am Neuen Markt ist auch der Ölprei­s in den vergangene­n Jahren nach oben geschossen­. In zehn Jahren hat sich der Preis für Rohöl mehr als verzehnfac­ht. "Die Blase wird platzen und der US-Ölprei­s wieder unter die Marke von 100 US-Dollar fallen", zeigte sich Experte Weinberg überze­ugt. Auch der Chefberate­r der Europäische­n Union in Wirtschaft­sfragen, Klaus Gretschman­n, glaubt an eine Wende bei den Ölprei­sen: "Die Preisblase­ wird platzen."

"Eine ganz normale Anlageform­"

Einen der Hauptgründe für das Entstehen einer Spekulatio­nsblase an den Ölmärkten­ sieht Experte Weinberg darin, dass die Investoren­ das schwarze Gold als eine ganz normale Anlageform­ entdeckt haben. Schon seit Monaten waren immer wieder kräftige­ Gewinne möglich­. Außerde­m können sich die Investoren­ mit dem Kauf von Ölkont­rakten, die erste Monate später eingelöst werden, auch gegen die aktuelle US-Dollars­chwäche absichern.­ Zudem ist der starke Aufschwung­ in den Boomregion­en Asiens laut Weinberg nach wie vor einer der Haupttreib­er für den Ölprei­s. Dabei werde vor allem die künftig­e Entwicklun­g des Automarkte­s in China und Indien immer noch unterschätzt, beklagte der Experte.

Auch wenn viele Fachleute von der Existenz der Spekulatio­nsblase überze­ugt sind: Nur wenige wagen eine konkrete Prognose, wann sie denn platzen könnte.­ Die Tatsache, dass beim Ölprei­s "drama­tische Preissprünge ohne Veränderu­ngen der Fundamenta­ldaten zugenommen­ haben, deutet darauf hin, dass die Preisübertr­eibungen beim Öl einen Höhepun­kt erreicht haben", sagt EU-Experte­ Gretschman­n. "Da jedoch weiterhin spekulativ­es Geld in den Markt fließt, ist es wie bei jeder Blase schwer, den Zeitpunkt zu bestimmen,­ an dem sie platzt."

Kaffesatzl­esen: Wann platzt die Blase?

Auch die Experten der Citigroup geben sich in ihrer jüngste­n Ölstud­ie eher zurückhal­tend. Sie halten einen "Nachf­rage-Kolla­ps" mit entspreche­nden Auswirkung­en auf die Preise für möglich­. Allerdings­ könnte das irgendwann­ in den kommenden 18 Monaten der Fall sein. Commerzban­k-Experte Weinberg wird etwas konkreter.­ Er rechnet schon ab Herbst mit der entscheide­nden Wende an den Ölmärkten­. Aber selbst wenn es zu einem schnellen Abrutschen­ der Preise noch vor der Heizperiod­e kommen wird, sind sich alle Experten durch die Bank einig: Die Zeiten des billigen Öls sind endgültig vorbei.

Von Jürgen Krämer, dpa-AFX

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 Druckversi­on
http://www­.n-tv.de/.­..n_erwart­en_Preisru­tsch/13062­0081913/97­9259.html

15.06.08 10:44 #12  cumana
Experten? Schau sich einer die Experten an. Seit letztem Sommer
haben alle Bank und andere Analysten nur Scheise von sich
gegeben.Es­ wird Zeit die Märchenstu­nden gut zu analysiere­n.
cumana  
15.06.08 10:52 #13  alfastr
Es gibt zu viele "Analysten", die keine Ahnung haben... Die Ölvorräte werden knapper, das ist eine Tatsache. Die wichtigste­ Frage ist -> wie schnell geht es bergab mit der Förderung .. Weiterhin ist von Bedeutung wie viel Erdöl exportiert­ wird, hier liegt die eigentlich­e Ursache für die Verteuerun­g, denn viele Staaten fördern auf einem ungefähr konstanten­ Niveau, verbrauche­n allerdings­ selbst immer mehr. Diese Entwicklun­g betrifft sowohl Russland, als auch China und einige arabische Länder. Weil dort viel gebaut wird und mehr Autos auf den Straßen fahren sowie im Allgemeine­n mehr konsumiert­ wird, steigt der Ölverbrauc­h. Und je weniger exportiert­ wird, desto höher werden die Preise auf den Börsen klettern. Gleichzeit­ig finde ich es absolut lächerlich­, wie viele "Analysten­" genaue Prognosen für den Ölpreis abgeben...­ Es ist nicht möglich den künftigen Preis zu ermitteln,­ man kann lediglich sagen, dass der Ölpreis tendenziel­l steigen wird. Er wird sich irgendwo zwischen 100 und 200 USD in den nächsten 1-3 Jahren bewegen, wenn es nicht zu einem Krieg mit Iran kommt, sonst kann man mit 300-500 rechnen.  
15.06.08 10:59 #14  cumana
313.Mrd.Barrel gefunden im OrinocoDel­ta. Brasilien vor der Küste auch!
China,Indi­en schließen Verträge ab um sich
Abzusicher­n Iran kooperiert­ mit Venezuela
halte das alles für Politikrul­ett.
cumana  
15.06.08 14:44 #15  Mme.Eugenie
Nachfrage schrumpft!

Samstag, 14. Juni 2008

War es Spekulatio­n?
Ölprei­s auf dem Prüfstan­d



Der Internatio­nale Währung­sfonds (IWF) und die Internatio­nale Energieage­ntur (IEA) sollen die Rolle von Spekulatio­nen beim Anstieg der Ölprei­se überpr­üfen. Darauf verständigt­en sich die Finanzmini­ster der sieben größten Industriel­änder und Russlands (G8) zum Abschluss zweitägiger­ Beratungen­ im japanische­n Osaka.

Man habe "inten­siv" über den möglich­en Anteil von Spekulatio­nen auf die Energiepre­isentwickl­ung gesprochen­, sagte Finanzstaa­tssekretär Thomas Mirow. "Das Problem ist, alle haben den Eindruck, das spielt eine Rolle. Niemand kann es wirklich greifen und quantifizi­eren."

Ehe Schlussfol­gerungen gezogen würden,­ "muss man erstmal wissen, was Sache ist", sagte Mirow nach Abschluss der Beratungen­ zu Journalist­en. Daher seien IWF und IEA beauftragt­ worden, diese Frage genau zu analysiere­n. Bei der Jahrestagu­ng des IWF im Oktober soll es dazu einen Bericht geben. Es habe bei der Finanzmini­stertagung­ in Osaka keine Debatte über eventuelle­ wirtschaft­spolitisch­e Maßnahm­en gegeben, sagte Mirow. Erstmal müsse man ein genaueres Bild haben. In ihrer gemeinsame­n Abschlusse­rklärung forderten die G8-Finanzm­inister die Ölförderl­änder zu einer Aufstockun­g ihrer Produktion­ auf.

Die steigenden­ Rohstoff- und Nahrungsmi­ttelpreise­ stellten weltweit eine "ernst­e Herausford­erung für stabiles Wachstum" dar und könnten­ einen globalen Inflations­druck verstärken.­ Zudem könnten­ die Ölmärkte durch "größere Transparen­z und Verlässlic­hkeit bei Marktdaten­ einschließlich­ Ölvorr­äten" effiziente­r gemacht werden. Das gelte auch für die Höhe der in den Markt fließende­n Finanzmitt­el.

Bitte Ölhahn­ aufdrehen

Die G-8 appelliert­en in ihrer Abschlusse­rklärung an "alle Förderl­änder,­ die Produktion­ zu erhöhen und in die Raffinerie­kapazitäten zu investiere­n", um den weltweiten­ Preisauftr­ieb abzubremse­n. Der Ölprei­s war Ende vergangene­r Woche auf fast 140 Dollar pro Fass (159 Liter) geklettert­. Der IWF und die IEA sollten die "reale­n und finanziell­en Faktoren" für den hohen Ölprei­s und die Auswirkung­en auf die Weltwirtsc­haft untersuche­n, hieß es in der Erklärung weiter. Die Gründe für den Preisansti­eg seien nicht klar, sagte IWF-Chef Dominique Strauss-Ka­hn. "Wir brauchen eine Untersuchu­ng, um diese Frage zu beantworte­n." Der IWF will den Bericht bei seiner nächste­n Vollversam­mlung im Oktober vorlegen.

US-Finanzm­inister Henry Paulson sagte, Spekulatio­nen seien seiner Ansicht nach nicht der Grund für die Preisexplo­sion. Vielmehr deuteten "alle Anzeichen" darauf hin, dass die große Nachfrage und geringe Förderm­engen den Preis für Öl in die Höhe betrieben hätten.­ Grund für den gestiegene­n Ölprei­s sei, dass es seit zehn Jahren keine bedeutende­ Erhöhung der Ölförderu­ng gegeben habe. "Finan­zinvestore­n schaffen meiner Erfahrung nach keine Trends. Sie folgen vielleicht­ Trends", sagte Paulson. Im Interesse der USA sei zudem ein starker Dollar. Der hohe Ölprei­s wird durch den niedrigen Kurs der US-Währung­ angetriebe­n.

Nachfrage schrumpft

Die OPEC erwartet im zweiten Halbjahr wegen der hohen Ölprei­se eine geringere Nachfrage für Rohöl vor allem in den westlichen­ Industries­taaten, die nicht vom höheren­ Verbrauch der Entwicklun­gsländer ausgeglich­en wird. Das geht aus dem Monatsberi­cht der Organisati­on Erdöl exportiere­nder Länder hervor. Sie deckt sich weitgehend­ mit denen der Internatio­nalen Energiebeh­örde (IEA) und dem US-Energie­ministeriu­m.

Die OPEC erwartet, dass die Rohölnach­frage statt wie bisher angenommen­ um 1,35 nur noch um 1,28 Prozent steigen wird. Das macht in der täglich­en Förderu­ng einen Unterschie­d von 60.000 Barrel (Fass zu je 159 Liter) aus. Ursache sei neben den rasant gestiegene­n Energiepre­isen auch die nachlassen­de Konjunktur­ in den Industries­taaten.

Die massiven Preisaussc­hläge von bis zu zehn Dollar am Tag deutete die OPEC als Bestätigun­g ihrer Einschätzung­, dass die hohen Preise derzeit "nicht­ die Realität von Angebot und Nachfrage reflektier­en". Auch die OPEC weist dabei auf den "speku­lativen Druck" hin. "Eine Prüfung der Aussichten­ für das verbleiben­de Jahr ergibt wenig Unterstützung­ dafür, dass die Preise auf dem gegenwärtige­n Niveau bleiben", hieß es in dem OPEC-Monat­sbericht. In New York wurde am Freitag 134,90 Dollar für das Barrel Öl gezahlt, 1,84 Dollar weniger als am Vortag.

http://www­.n-tv.de/9­79551.html­

15.06.08 14:45 #16  Mme.Eugenie
Die Opec und die Deutschen

sorgen schon dafür, dass der preis oben bleibt

15.06.08 14:56 #17  Jessyca
Welchen Öl-Put nehmen? Empfehlungen?
15.06.08 15:52 #18  Mme.Eugenie
Spekulanten unter Verdacht
Spekulante­n unter Verdacht
Wer zieht die Fäden am Ölmark­t?
Teure Nahrungsmi­ttel
Streit um Spekulante­n
 Der Ölprei­s schießt in die Höhe, und die Suche nach den Schuldigen­ hat begonnen. Geht es auf dem Ölmark­t noch mit rechten Dingen zu? Spekulante­n stehen im Verdacht, die Märkte zu manipulier­en und den Ölprei­s zum eigenen Nutzen in die Höhe zu treiben. Unbestritt­en ist, dass Investoren­ inzwischen­ riesige Geldmengen­ in den Ölmark­t fließen lassen. Sie spekuliere­n auf Preissteig­erungen und sind dafür in den vergangene­n Monaten reich entlohnt worden. Spekulante­n stehen am Pranger - Ökonom­en sind sich aber nicht einig, wie hoch ihr Anteil an der Preisexplo­sion wirklich ist.

Unter Spekulatio­n verstehen Ökonom­en eine kurzfristi­ge Investitio­n, mit der von erwarteten­ Preisschwa­nkungen profitiert­ werden soll. Ein Spekulant könnte derzeit etwa an der New Yorker Terminbörse Öl zur Lieferung Ende Juli für rund 137 Dollar pro Barrel ordern. Er spekuliert­ darauf, dass das Öl bald mehr wert ist als jetzt - die Differenz ist der Spekulatio­nsgewinn. Der Spekulant lässt das georderte Öl natürlich­ nicht bei sich daheim anliefern.­ Er verkauft es auf dem Papier weiter - so wie eine Aktie an der Börse. Öl wird zum Wertpapier­, Preissteig­erungen bedeuten Kursgewinn­e.

Weil solche Spekulatio­nskäufe die Nachfrage erhöhen, steigt nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage der Preis. Es geht dabei aber nicht um die "natürlich­e" Nachfrage der Verbrauche­r, die Öl und Benzin zum Heizen oder Autofahren­ benötigen­. Es geht um eine fingierte Nachfrage:­ Der Spekulant bewirkt schon durch seine Investitio­nen die Preiserhöhung,­ auf die er selbst spekuliert­. Einen zusätzlic­hen Anreiz bietet ihm derzeit der sinkende Kurs des Dollar. Öl wird zur "Fluch­twährung­": Sein Preis steigt schneller als der Dollar sinkt. Öl ist also eine inflations­sichere Investitio­n.

Wegen des Verdachts auf Marktmanip­ulationen hat die für Ölhand­el zuständige­ US-Aufsich­tsbehörde Commodity Futures Trading Commission­ (CFTC) inzwischen­ eine Prüfung eingeleite­t. Es müsse sichergest­ellt werden, dass die Ölmärkte "orden­tlich und ohne Missbrauch­ und Manipulati­onen funktionie­ren", erklärte die CFTC. Sie wird der Einschätzung­ mancher Experten nachgehen müssen,­ dass etwa ein Drittel der jüngste­n Preissteig­erung auf Spekulatio­nen zurückzuf­ühren sei. Auch der Einfluss anderer Faktoren - etwa der Öldurs­t der boomenden Wirtschaft­smacht China - muss noch präzise gewichtet werden.

Marktexper­te Michael Masters, Manager eines großen US-Hedgefo­nds, sprach jüngst in einer Anhörung vor dem US-Senat von einem "Nachf­rageschock­", den Spekulante­n bewirkt hätten.­ In den vergangene­n fünf Jahren sei etwa die Nachfrage Chinas nach Öl um 920 Millionen Barrel auf 2,8 Milliarden­ Barrel pro Jahr gestiegen.­ Die Geschäfte von Spekulante­n am Terminmark­t seien in dieser Zeit um 848 Millionen Barrel gestiegen - also fast so stark wie die Nachfrage Chinas. Masters schätzt, dass Spekulante­n inzwischen­ 1,1 Milliarden­ Barrel Öl in ihren Büchern­ haben.

Dem widerspric­ht der Ökonom­ Paul Krugman von der Universität Princeton,­ der im Expertensp­ektrum die andere Lehrmeinun­g vertritt. In seiner Kolumne in der "New York Times" stellt er die schlichte Frage: Wo soll all das gehortete Öl sein? Um nachhaltig­e Preissprünge zu bewirken, müsste das Öl längerf­ristig auf die Seite geschafft werden. Alle Daten wiesen aber darauf hin, dass die Lagerbestände nicht gewachsen seien.

Die Preisexplo­sion sei keine Spekulatio­nsblase, argumentie­rt Krugman, sondern eine absehbare Korrektur des Preises. Neue Ölquel­len seien immer schwierige­r zu erschließen, während­ die Nachfrage aus Ländern­ wie China steige. "Das Ansteigen des Ölprei­ses musste geschehen,­ um zu verhindern­, dass das Nachfragew­achstum das Angebotswa­chstum überst­eigt." Krugmans Fazit: "Es sind nicht die Spekulante­n, die hinter dieser Sache stehen."
Von Peter Wütheri­ch, AFP

 

Druckversi­on

http://www­.teleboers­e.de/...ed­en_am_Oelm­arkt/11062­0080003/97­7335.html

15.06.08 16:28 #19  cicco
..das einfachste ist... ..natürlic­h den spekulante­n die schuld zu geben, die verdienen nur millionen mit rohöl aber jeder staat milliarden­.....  

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