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Di, 2. März 2021, 1:36 Uhr

RWE

WKN: 703712 / ISIN: DE0007037129

DAX – Legt die Jahresendrally einen Boxenstopp ein?


07.12.20 12:37
Feingold-Research

Seitwärts: Die deutschen Aktienbörsen haben sich in der vergangenen Woche ohne klaren Trend präsentiert. Während einige Konjunkturdaten, Impfstoffhoffnungen in der Pandemie sowie Spekulationen über ein weiteres staatliches Corona-Hilfspaket in den USA für Unterstützung sorgten, drückten die hohen Corona-Infektionszahlen, die Sorgen vor den wirtschaftlichen Folgen der Gegenmaßnahmen, schwächere Wirtschaftsdaten, die es ebenfalls gab, und der gegenüber dem Dollar spürbar gestiegen Kurs des Euro auf die Stimmung an den Märkten. Ein starker Euro belastet die Ergebnisse der exportorientierten Unternehmen in der Eurozone. Zudem realisierten etliche Anleger nach den jüngsten kräftigen Kurssteigerungen – der Deutsche Aktienindex (Dax) hatte im November um rund 15 Prozent zugelegt – ihre Gewinne. Robert Ertl (Börse München) mit dem Marktkommentar zur Woche

Der Dax gab auf Wochensicht leicht nach



Im Wochenvergleich gab der Dax 0,3 Prozent ab auf 13.298,96 Punkte. Eine turbulente Woche erlebten die Anleger beim Indexwert RWE. Nachdem die Titel des Energieunternehmens zu Wochenmitte nach einen positiven Analystenurteil auf ihren höchsten Stand seit gut acht Jahren gestiegen waren, ließen Gewinnmitnahmen den Kurs wieder abschmelzen, auf Wochensicht stand ein Minus zu Buche. Der MDax verbesserte sich im Wochenvergleich um 0,5 Prozent auf 29.517,75 Zähler. Zu Wochenbeginn hatte der Index sogar ein neues Rekordhoch markiert, das er allerdings nicht halten konnte. Der TecDax wiederum sank im Wochenvergleich um 0,3 Prozent auf 3.117,66 Punkte, während der m:access All-Share 1,6 Prozent auf 2.792,03 Zähler gewann.
TURBULENZEN UM DEN RWE-KURS. / BILD: VESTAS/RWE/Tristan Stedman
Anleihen: Die Kurse haben leicht nachgegeben



Die Kurse an den deutschen Anleihemärkten haben in der vergangenen Woche nachgegeben. Einige gut aufgenommene Wirtschaftsdaten sowie die Nachrichtenlage zur Zulassung von Corona-Impfstoffen ließen die Anleger hoffnungsvoller auf die konjunkturelle Entwicklung blicken, was die als sicher geltenden Bundespapiere belastete. Aufwärtsimpulse blieben in der vergangenen Woche ohne anhaltende Wirkung. In der Folge legte die Rendite der richtungsweisenden zehnjährigen Bundesanleihe zu, im Wochenvergleich von -0,59 auf -0,55 Prozent. Die Umlaufrendite stieg von -0,59 auf -0,56 Prozent.

USA: Neue Höchststände bei Dow und S&P



Die US-Aktienbörsen haben in der vergangenen Handelswoche deutlich zugelegt. Dabei bescherte die Hoffnung auf ein weiteres Konjunkturpaket zur Bekämpfung der Corona-Folgen den Indizes zu Ende der Handelswoche teils neue Höchststände. Schwächer als erwartet ausgefallene US-Arbeitsmarktdaten unterstützten den Trend dabei sogar, schließlich könnten diese den Druck, ein solches Paket aufzulegen, ja erhöhen, so die Argumentation. Der Dow-Jones-Index beendete die Handelswoche mit einem Rekordstand von 30.218,26 Punkten, im Wochenvergleich ein Plus von 1,0 Prozent. Der breiter gefasste S&P-500-Index markierte am vergangenen Freitag ebenfalls einen neuen Höchststand, im Wochenvergleich gewann er 1,7 Prozent auf 3.699,12 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-100 stieg um 2,2 Prozent auf 12.528,48 Punkte.

Ausblick: Geht der Jahresendrally die Luft aus?



Kommt noch eine Jahresendrally an den deutschen Aktienbörsen, und wenn ja wann? In dieser Frage gehen die Antworten auseinander. Vielfach wird dabei auf den extrem guten Börsenmonat November verwiesen, der Vieles vorweggenommen habe. Auf der anderen Seite hoffen etliche Beobachter auf eine Fortsetzung der jüngsten Aufwärtsbewegung, wenn letztere erst einmal an den Märkten verarbeitet ist und die Investoren ihre „Verschnaufpause“ beenden.Wie es in der aktuellen Woche weitergeht, dürfte allerdings stark von politischen Faktoren abhängen. Gespannt warten die Marktteilnehmer auf das am Donnerstag beginnende EU-Gipfeltreffen, das letzte reguläre in diesem Jahr. Dabei steht vor allem der Brexit im Fokus beziehungsweise die Frage, ob es hier noch zu einem Abkommen mit Großbritannien kommen oder das Vereinigte Königreich die EU zu Jahresende ohne ein solches verlassen wird. Daneben stehen der EU-Haushalt für 2021 und das Corona-Hilfspaket auf der Agenda, hier gibt es aufgrund der Differenzen mit Ungarn und Polen noch einigen Klärungsbedarf. Die Corona-Pandemie, Neuigkeiten in Sachen Impfstoff und politische Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie dürften unverändert ebenfalls Einfluss auf die Stimmung an den Märkten haben.

Was macht die EZB mit dem starke Euro?



Ein weitere potenzieller Impulsgeber für die Aktienbörsen ist die Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB). Das Gros der Beobachter erwartet sich von dieser weitere Lockerungen der Geldpolitik, um die wirtschaftlichen Corona-Folgen zu mildern. Die weitgehende Einigkeit in der Erwartungshaltung birgt allerdings auch die Gefahr von Enttäuschungen für die Märkte. Ein weiterer Punkt, auf den die Anleger im Zusammenhang mit der EZB-Ratssitzung achten dürften, ist die Entwicklung des Eurokurses. Der gegenüber dem Dollar spürbar erstarkte Euro belastet die exportorientierten Unternehmen, weswegen sich einige Beobachter einen Kommentar der EZB zu diesem Thema vorstellen können.Und auch von Seiten der Konjunkturdaten könnten marktbewegende Impulse kommen. Zu den wichtigsten Veröffentlichungen zählen dabei die ZEW-Konjunkturerwartungen und die Industrieproduktion aus Deutschland sowie das Verbrauchervertrauen und Inflationszahlen aus den USA.

Ausgewählte wichtige Termine der Woche
Montag. 07.12.: Industrieproduktion in Deutschland; Verbraucherkredite in den USA; Handelsbilanz Chinas
Dienstag, 08.12.: 
ZEW-Konjunkturerwartungen (Deutschland); Bruttoinlandsprodukt der Eurozone; Arbeitsproduktivität in den USA; Bruttoinlandsprodukt Japans
Mittwoch, 09.12.: 
Handelsbilanz Deutschlands; Ergebnis der Ratssitzung der Bank of Canada; Verbraucherpreise in China
Donnerstag, 10.12.: 
Ergebnis der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank; Verbraucherpreise in den USA
Freitag, 11.12.: 
Verbraucherpreise in Deutschland; Verbrauchervertrauen der Universität Michigan (USA); Erzeugerpreise in den USA
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