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Sa, 27. Februar 2021, 10:11 Uhr

ETF Märkte 2020 – ESG-ETFs waren die großen Gewinner


13.01.21 12:47
Feingold-Research

ESG-ETFs konnten im vergangenen Jahr mit 45,5 Milliarden Euro den Löwenanteil aller ETF-Zuflüsse auf sich vereinen. Die Summe entspricht 51 Prozent aller Zuflüsse in ETFs im Jahr 2020 und ist mehr als doppelt so hoch wie noch 2019, so das Ergebnis des „Money Monitor 2020” von Lyxor ETF.


ESG-ETFs haben seit Beginn des Jahres 2019 in keinem einzigen Monat Abflüsse erlitten. Auf dem Höhepunkt der Marktvolatilität im März 2020 erwiesen sie sich mit positiven Zuflüssen von 400 Millionen Euro als extrem widerstandsfähig, während der restliche ETF-Markt Abflüsse von 26,2 Milliarden verzeichnete, so das Research von Lyxor ETF. Klima-ETFs sammelten trotz ihrer Neuheit bereits 2 Milliarden Euro ein – ein Beleg dafür, dass die Eindämmung des Klimawandels hoch auf der Agenda von Anlegern steht.


Der “Money Monitor 2020″ von Lyxor ETF analysiert die Zu- und Abflüsse des vergangenen Jahres von 28.000 europäischen offenen Fonds und ETFs und gibt so einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Trends im europäischen Asset Management-Markt.


Insgesamt sammelten europäische ETFs 89,3 Milliarden Euro ein, in einem von der Corona-Pandemie geprägten Finanzmarktumfeld. Diese Summe entspricht 13 Prozent der gesamten Zuflüsse in Fonds und entspricht dem 5-Jahres-Durchschnitt, der ebenfalls bei 13 Prozent liegt. Nach dem Rekordjahr 2019 mit 102,6 Milliarden Euro an Zuflüssen sind dies die dritthöchsten jährlichen Zuflüsse in der Geschichte.


Nach Abflüssen im 1. Quartal in Höhe von 11 Milliarden Euro in Folge des Corona-Ausbruchs konnten die beispiellosen Unterstützungsmaßnahmen der Zentralbanken auf der ganzen Welt die Marktdynamik wieder ankurbeln und eine starke Markterholung bewirken. Risikoanlagen wurden gestützt und Gelder flossen zurück in ETFs: Der europäische ETF-Markt verzeichnete von April bis Dezember 2020 Zuflüsse in Höhe von 100,4 Milliarden Euro.


Aktien-ETFs verzeichneten mit 55,3 Milliarden Euro die größten Zuflüsse im Jahr 2020. Nach einer Phase der Risikoaversion und signifikanter Abflüsse zu Beginn der Covid-19-Krise unterstützte ein positiverer Nachrichtenfluss – einschließlich der Zulassung mehrerer Covid-19-Impfstoffe – die Rallye in Risikoanlagen und führte zu kumulierten Zuflüssen von 34,7 Milliarden Euro in Aktien-ETFs im November und Dezember 2020.


Die Zuflüsse in Fixed-Income-ETFs erreichten im vergangenen Jahr 32,9 Milliarden Euro gegenüber 53 Milliarden Euro im Jahr 2019. Der gesamte Fixed-Income-Bereich, also inklusive Fonds und ETFs, litt am stärksten unter der durch Covid-19 ausgelösten Marktkrise, mit Rekordabflüssen von insgesamt -144,7 Milliarden Euro allein im März 2020. Jedoch betrafen nur 8 Prozent der Gesamtabflüsse ETFs, was ihre Widerstandsfähigkeit selbst während der turbulentesten Phasen der Marktturbulenzen beweist. Die Abflüsse verteilten sich auf viele Unterkategorien. US-Dollar-Staatsanleihen blieben einer der wenigen sicheren Häfen mit Zuflüssen in Höhe von 120 Millionen Euro. Riskantere Untersegmente wie High-Yield- und Schwellenländeranleihen erlitten bedeutende Abflüsse.


Vincent Denoiseux, Head of ETF Research and Solutions bei Lyxor Asset Management, kommentiert: “Der Appetit der Anleger auf ETFs hat während der Marktturbulenzen des vergangenen Jahres nicht nachgelassen, da sich ETFs als liquide und zuverlässige Möglichkeiten für den Zugang zu den Märkten erwiesen haben, selbst als die Volatilität am höchsten war. Die Pandemie lenkte den Blick auch auf die beeindruckend stark gestiegene Nachfrage nach ESG-Investments. ESG-ETFs haben sich zu neuen Marktstandards entwickelt, nachdem sie noch vor wenigen Jahren als Nischenprodukte wahrgenommen wurden. Investoren sind sich zunehmend der Effektivität von ESG-ETFs bewusst, wenn es darum geht, Kapital in großem Umfang in eine nachhaltigere Wirtschaft umzuschichten. Wir erwarten, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird.”


Quelle: Lyxor, eigene Recherche



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