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Di, 29. November 2022, 5:57 Uhr

Glencore

WKN: A1JAGV / ISIN: JE00B4T3BW64

Glencore kauft Newmonts 18,75 % Anteil am MARA Projekt


30.09.22 10:51
Miningscout.de

Glencore kauft die 18,75 %-ige Beteiligung von Newmont am MARA Projekt in der argentinischen Provinz Catamarca. Damit stockt der Rohstoffriese seinen Anteil an dem Kupfer- und Goldprojekt auf 43,75 % auf.


Wie Glencore (WKN: A1JAGV, ISIN: JE00B4T3BW64, Ticker: GLCNF) in einer Pressemitteilung bekanntgab, wurde eine Einigung mit Newmont Corporation (WKN: 853823, ISIN: US6516391066, Ticker: NEM) über den Erwerb der Newmont Beteiligung am MARA Projekt erzielt. Glencore erwirbt demnach die Beteiligung im Umfang von 18,75 % und stockt seinen Anteil damit auf 43,75 % auf.


Kaufpreis: 155 Mio. USD + X

Dafür zahlt Glencore bei Vertragsabschluss 124,9 Millionen USD. Zusätzlich fällt eine Zahlung in Höhe von 30 Millionen USD bei Aufnahme der kommerziellen Produktion an. Die Vereinbarung sieht dabei eine jährliche Zinsbelastung von 6 % vor. Durch diese kann die zweite Zahlung auf maximal 50 Millionen USD ansteigen. Der Abschluss des Deals steht noch unter dem Vorbehalt der notwendigen behördlichen Genehmigungen.


Das MARA Projekt befindet sich in der argentinischen Provinz Catamarca. Es wird durch Newmont und Glencore als Brownfield Projekt von hoher Qualität bezeichnet. Die Mine weist den Einschätzungen ihrer Eigentümer zufolge  eine lange Lebensdauer und ein geringes Risiko auf.


MARA wurde 2020 als Joint Venture zwischen Glencore, Newmont und Yamana Gold (WKN: 357818, ISIN: CA98462Y1007, Ticker: AUY) gegründet. In das Joint Venture wurden Anlagen und Bergbauinfrastruktur der Projekte Minera Alumbrera und Agua Rica eingebracht.


MARA ist die beherrschende Gesellschaft von Minera Agua Rica Sucursal Argentina und Minera Alumbrera Limited.


Betreiberin von MARA ist Yamana Gold – das Gold Fields gehört

Auch nach dem Kauf der Anteile bleibt Yamana Gold mit 56,25 % Mehrheitseigentümerin des MARA Projekts – und wird zugleich Betreiberin sein. Das Unternehmen wurde durch Gold Fields (WKN: 856777, ISIN: ZAE000018123, Ticker: GFIOF) gekauft und ist durch die Transaktion zu einem der Top-4  Goldproduzenten der Welt mit einem breit diversifizierten Portfolio aufgestiegen.


MARA gilt als ausgesprochen ertragsstark. Demnach lagern in dem Areal nachgewiesene und wahrscheinliche Reserven im Umfang von 5,4 Million t Kupfer und 7.4 Mio. oz. Gold. Diese Materialien sind in 1.105 Milliarden t Erz enthalten. Die anfängliche Lebensdauer der Mine wird auf 28 Jahre taxiert.


In dem Projekt befinden sich darüber hinaus Molybdän, Silber, Mineralien für den täglichen Gebrauch und Grundstoffe für die Entwicklung von Elektromobilität.


Kupfer: Kurzfristig unter Druck, langfristig knapp

Dass Glencore seine Beteiligung an dem stark positionierten Kupferprojekt aufstockt, dürfte strategische Gründe haben. Kurzfristig steht der Kupfermarkt unter Druck – der Preis ist im Vergleich zu den Höchstständen um rund 30 % gefallen.


Langfristig gilt Kupfer jedoch als knappes Material. Das Metall kommt in der Elektroindustrie ebenso zum Einsatz wie in der Baubranche. Insbesondere die politischen Bestrebungen im Bereich der Energie- und Klimawende führen langfristig zu einer deutlich stärkeren Nachfrage.


Kupfer wird für Windkraftgeneratoren, Stromspeicher und Leitungen benötigt. Die internationale Energieagentur (IEA) schätzt, dass sich die Kupfernachfrage dadurch bis 2040 verdoppeln könnte. Elektroautos etwa benötigen viermal so viel Kupfer wie Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. So sind in einem E-Auto durchschnittlich 83 Kilo verbaut – vor allem im Motor.


Aus diesem Grund sind auch viele Explorationsunternehmen auf der Suche nach neuen Kupferlagerstätten. Ein Beispiel dafür ist der kanadische Explorer Alpha Copper Corp. (CSE: ALCU, WKN: A3DB6E, ISIN: CA02074D1087) der in der kanadischen Provinz British Columbia zwei Projekte entwickelt. Die Projekte Indata und Okeover haben bereits historisch attraktive Kupfergehalte aufgezeigt. Aktivitäten von Vorgesellschaften reichen bis ins Jahr 1984 zurück.



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