Suchen
Login
Anzeige:
Sa, 25. Juni 2022, 7:35 Uhr

Goldpreis

WKN: 965515 / ISIN: XC0009655157

Goldpreismanipulation nach unten - vorteilhaft für Käufer


15.08.21 08:07
Claus Vogt

Liebe Leser,


als aufmerksamer Goldanleger haben Sie es sicherlich mitbekommen: Zu nachtschlafender Zeit wurden am Montagfrüh, den 9. August 2021 an der US-Terminbörse Gold-Kontrakte im Nennwert von über 4 Mrd. $ verkauft. Warum für diesen Verkauf eine Zeit gewählt wurde, zu der die Marktliquidität extrem gering und der Einfluss der Order auf den Kurs entsprechend groß ist, entzieht sich leider unserer Kenntnis.


Flash-Crash bei Gold - Zwei Erklärungen sind möglich


Prinzipiell kommen aber nur zwei Antworten in Frage: Entweder sollte der Goldpreis nach unten manipuliert werden, oder es wurde eine rücksichtslose Zwangsliquidierung eines in Not geratenen Großanlegers durchgeführt.


Zwangsliquidierung unwahrscheinlich


Für den Fall einer Zwangsliquidierung stellt sich allerdings die sehr berechtigte Frage, warum diese Order nicht marktschonend abgewickelt wurde, um einen möglichst hohen Kurs zu erzielen. Das wäre natürlich im Interesse des zwangsliquidierten Kunden gewesen, aber auch in dem der liquidierenden Bank, die das Vertrauen ihrer Kunden sicherlich nicht vorsätzlich verspielen möchte.


Aufgrund dieser Überlegungen halte ich es für unwahrscheinlich, dass der Kursrutsch durch eine Zwangsliquidierung eines in Not geratenen Großanlegers ausgelöst wurde. Vielmehr drängt sich die Annahme einer absichtlich durchgeführten Kursmanipulation auf.


Normale“ Anleger wollen einen hohen Verkaufskurs


Das Thema Preismanipulationen am Goldmarkt haben Roland Leuschel und ich in einer Ad-hoc-Meldung unseres Börsenbriefes Krisensicher Investieren am Dienstag, den 10. August ausführlich besprochen. Dass solche Manipulationen stattfinden, steht außer Frage. Anders lassen sich die immer wieder zu sehenden sehr großen Orders nicht erklären, die unlimitiert in Zeiten geringer Liquidität aufgegeben werden, also außerhalb der üblichen Handelszeiten.


Schließlich will jeder „normale“ Anleger zu einem für ihn möglichst vorteilhaften Kurs kaufen oder verkaufen. Um dieses Ziel zu erreichen, muss er marktschonend vorgehen. Er wird seine Aufträge also entsprechend vorsichtig gestalten, indem er sie stückelt und nur dann an den Markt gibt, wenn ein reger Handel zu erwarten ist, also zu den üblichen Handelszeiten und nicht mitten in der Nacht.


Manipulation des Goldpreises an den Terminmärkten


Wer hingegen ausgerechnet dann aktiv wird, wenn die meisten Marktteilnehmer schlafen und nur geringe Umsätze stattfinden, hat offensichtlich nicht das Ziel, einen möglichst guten Preis zu erhalten. Sein Ziel ist es stattdessen, eine möglichst starke Kursbewegung zu erzeugen.


In der bereits erwähnten Ad-hoc-Meldung und in unserer Rubrik „Leserfragen“, die am Mittwoch aktualisiert wurde, diskutieren wir auch die Frage, wer hinter den offensichtlichen Manipulationen des Goldmarktes stecken mag. Dabei kommen wir zu dem Ergebnis, dass Kursmanipulationen dieser Art gewöhnlich schnell vorüber sind und deshalb eine Kaufgelegenheit darstellen.


Bullishe Charttechnik weiterhin intakt


Wie Sie auf dem folgenden Goldchart sehen, ist aus charttechnischer Sicht durch diesen absichtlich herbeigeführten Kursrückgang kein großer Schaden entstanden. Es wurden lediglich noch einmal kurz die März 2020-Tiefs getestet. Dabei lag der Tagesschlusskurs mit 1.727 $ pro Unze deutlich über dem Tagestief von 1.675 $. Das ist ein wichtiger Hinweis, dass der Kurs nicht weiter fallen wird.


Das gilt umso mehr, da wichtige Momentum-Indikatoren im Unterschied zum Goldkurs noch nicht einmal unter ihre Juni-Tiefs gefallen sind. Hier ist also eine ausgeprägte positive Divergenz entstanden. Darüber hinaus deuten noch mehrere andere Kennzahlen darauf hin, dass der Goldpreis sehr bald wieder steigen und neue Jahreshochs erreichen wird. Deshalb sehe ich in diesem Rückgang des Goldpreises eine sehr gute Kaufgelegenheit.


Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2020 bis 2021



Im Unterschied zum Goldpreis ist der Momentum-Oszillator nicht unter sein Juni 2021-Tief gefallen (Pfeile). Hier ist also eine bullishe Divergenz entstanden.


Quelle: StockCharts.com


Interview mit Michael Mross und Warnsignale für die Börse


Am Mittwochabend habe ich mich in Berlin wieder einmal mit dem von mir sehr geschätzten Michael Mross von mmnews.de zu einem Glas Wein und einem sehr anregenden Gedankenaustausch über Edelmetalle, die Aktienmärkte und zahlreiche andere Themen getroffen. Einen kleinen Teil unseres langen Gesprächs hat Herr Mross aufgezeichnet. Dieses 17-minütige Interview können Sie sich hier auf meiner Krisensicher Investieren Homepage anschauen.


An dem historisch überbewerteten US-Aktienmarkt mehren sich die Warnsignale. Deshalb ist das markttechnische Geschehen der nächsten Wochen von größter Bedeutung für die weitere Entwicklung. Halten Sie sich auf dem Laufenden und investieren Sie richtig mit Krisensicher Investieren – jetzt 30 Tage kostenlos.


Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,


Ihr



Claus Vogt, Chefredakteur Krisensicher Investieren


P.S.: Entgegen allen Medienberichten schwächelt die US-Wirtschaft schon wieder deutlich. Damit wird eine Stagflation jetzt immer wahrscheinlicher. Was das für Sie als Anleger bedeutet, erfahren Sie in unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren.


P.P.S.: Sie wollen Woche für Woche sicher durch diese Krise kommen, dann fordern Sie bitte noch heute den kostenlosen Claus Vogt Marktkommentar hier ganz einfach mit Ihrer E-Mail an.


Schützen und mehren Sie Ihr Vermögen und testen Sie noch heute KRISENSICHER INVESTIEREN 30 Tage kostenlos.


Claus Vogt, der ausgewiesene Finanzmarktexperte, ist zusammen mit Roland Leuschel Chefredakteur des kritischen, unabhängigen und konträren Börsenbriefs Krisensicher Investieren.


2004 schrieb er ebenfalls zusammen mit Roland Leuschel das Buch "Das Greenspan Dossier" und die „Inflationsfalle“ und ganz aktuell die „Wohlstandsvernichter - Wie Sie trotz Nullzins, Geldentwertung und Staatspleiten Ihr Vermögen erhalten“. Mehr zu Claus Vogt finden Sie hier.



powered by stock-world.de

19.06.22 , Claus Vogt
Die nächste Euro-Krise kündigt sich an – Schützen [...]
Claus Vogt Marktkommentar - Ausgabe vom 18. Juni 2022 • Schützen Sie ...
12.06.22 , Claus Vogt
Erste Rezessionssignale und das Versagen der Zen [...]
Liebe Leser, als die Inflation voriges Jahr zu steigen begann, haben wir dieser ...
05.06.22 , Claus Vogt
Kreditfinanzierte Aktienspekulation sorgt für Turbule [...]
Liebe Leser, das Spekulieren auf Kredit nimmt in jeder Aktienhausse zu, und ein sehr ...
29.05.22 , Claus Vogt
Keine „sanfte Landung“ der Weltwirtschaft
Liebe Leser, inzwischen gibt es keinen Zweifel mehr daran, dass die von uns erwartete ...
22.05.22 , Claus Vogt
Gold schlägt Inflation
Liebe Leser, seit Anfang des Jahres ist der DAX um 13% gefallen, der S&P 500 ...

 
Werte im Artikel
0,16 plus
+21,88%
7,90 plus
+6,76%
1.827 plus
+0,23%
-    plus
0,00%
-    plus
0,00%
00:46 , Aktiennews
Unigold Aktie: Einfach unglaublich
An der Börse Venture notiert die Aktie Unigold am 22.06.2022, 13:06 Uhr, mit dem Kurs von 0.08 CAD. Die Aktie der ...
24.06.22 , Ingrid Heinritzi
Der Goldpreis sollte bis Jahresende gut unterstützt [...]
Marktanalysten gehen von einer guten Unterstützung des Goldpreises aus, da Stagflationsängste ...
23.06.22 , Aktiennews
Unigold Aktie: Wann tut sich was?
An der Börse Venture notiert die Aktie Unigold am 22.06.2022, 13:06 Uhr, mit dem Kurs von 0.08 CAD. Die Aktie der ...