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Macht Trading überhaupt Sinn?


02.03.22 07:54
Stock-World Redaktion

Liebe Leserinnen, Liebe Leser,


in einem bekannten deutschen Forum für Heavy-Trader lief vor einiger Zeit eine sehr interessante Diskussion über das Thema ob Trading Sinn macht. In der Tat sollte man sich diese Frage dahingehend stellen, ob Trading für einen selbst Sinn macht. Nicht Jeder ist beispielsweise dazu berufen Handwerker zu werden, andere sind keine Pädagogen und sicherlich gibt es einige, die sich am Trading versuchen und gar keine Trader sind.


Doch wie findet man heraus ob es einem liegt Trader zu werden?


Es gibt in den Buchhandlungen eine Reihe an Büchern, die einem dabei helfen wollen ein guter Trader zu werden, beziehungsweise einem Einreden wollen, dass jeder traden kann. Doch im Endeffekt ist Trading besonders individuell und jeder Trader ist anders. Während sich zwei Tischler sofort miteinander unterhalten können, ist dies bei Tradern nicht der Fall. Es gibt Charttechniker, Fundamentaltrader, Rationaltrader, Scalper, Systemtrader, Orderbuchscalper und viele mehr. Jeder fokussiert sich auf gänzlich andere Werte und Fakten als die anderen Trader. Es ist oftmals schon schwierig sich mit einem Trader zu unterhalten, der ähnlich tradet wie man selbst, da beide zu anderen Schlüssen kommen können. Um herauszufinden ob Trading einem liegt, sollte man sich zuerst grundsätzlich folgende Frage stellen:


  1. Will ich selbstständig arbeiten?


Nicht jeder kann selbstständig arbeiten, es gibt viele Leute die eine Anleitung benötigen. Beim Trading gibt es jedoch Niemanden der einem hilft.


  1. Kann ich es ertragen von zu Hause aus zu arbeiten ohne Kontakt zu anderen?


Gerade Trading ist besonders einsam. Die Zeiten von Handelsbüros sind vorbei und die meisten mir bekannten Trader arbeiten ausschließlich von einem Einzelbüro aus.


  1. Kann ich Geld und Zeit in eine Ausbildung investieren?


Um ein guter Trader zu werden und Trading zu erlernen, muss man sich Zeit lassen und vor allem Zeit nehmen. Eine Lernzeit von drei Jahren ist nicht unüblich. Man muss die ganzen Strategien verstehen und herausfinden wie man am Markt vorgehen will (als Scalper, Daytrader, Swingtrader, Investor etc.)


  1. Habe ich genug Kapital?


In vielen Foren geistert die Vorstellung umher, dass man mit 5.000 Euro vom Trading leben kann. Dies ist utopisch und dauerhaft nicht möglich. Ich würde einem Vollzeit-Trader mindestens 250.000 Euro für das Trading plus 250.000 Euro als Reserve empfehlen. Ansonsten wird der Druck so hoch, dass man Fehler begeht und am Ende alles verliert.


  1. Bin ich dem Trading intellektuell gewachsen?


Ich weiß, dass diese Frage provokativ klingen mag. Aber beim Trading tritt man gegen die besten der Welt an. Ingenieure der NASA werden von den Banken besser bezahlt und entwickeln daher für diese Handelssysteme. Bei Hedge Fonds sitzen nur Akademiker. Ich selbst habe für Hedge Fonds gearbeitet und weiß daher mit welchem Aufwand dort Talente gesucht und geschult werden. Man muss sich auf einiges gefasst machen.


Eingeschüchtert?


Ich will niemanden einschüchtern mit den oberen Fragen. Doch wenn man gleich weiß, auf was man sich einlässt, kann man sich auch entsprechend vorbereiten. Es ist wichtig, dass man Trading ernst nimmt und sich von Anfang an richtig vorbereitet. Man kann Trading durchaus auch neben einem Beruf betreiben, sollte das Trading aber nicht als Hobby sehen (Hobbies kosten Geld) sondern als Nebenjob. Ich denke, dass das nebenberufliche Trading ohnehin für die meisten besser geeignet ist, weil man nicht den enormen Erfolgsdruck verspürt, wenn man beruflich davon leben muss.


QTrade



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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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